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Am Freitag trifft die WSG Wattens auf den FC Blau Weiss Linz. Seit dem Wiederaufstieg in den Profifußball 2016 verloren die Tiroler kein Spiel gegen die Oberösterreicher. Diese Serie will die Mannschaft von Thomas Silberberger ausbauen und im besten Falle drei Punkte holen.

„Wollen wir in Wien punkten, so müssen wir komplett anders auftreten als in den Spielen zuvor“, mahnte WSG-Trainer Thomas Silberberger seine Mannschaft vergangenen Freitag. Die Wattener Elf nahm sich die Kritik ihres Chefs zu Herzen und überrannte die Floridsdorfer in Halbzeit eins. Benni Pranter erzielte im 210. Spiel seinen 70. Treffer für die WSG – exakt 30 Vorlagen runden diese Statistik ab. Clemens Walch, der das erste Tor mit einer sehenswerten Flanke vorbereitete, versenkte das Leder nach einer schönen Kombination über David Gugganig und Florian Mader zum 2:0. Nach der Pause verloren die Grün-Weißen den Faden, die WSG-Defensive hatte alle Hände und Füße voll zu tun. Einmal klärte David Gugganig auf der Linie, mehrmals musste sich Kapitän Ferdinand Oswald auszeichnen – ein gehaltener Elfmeter inklusive.

Wollen die Wattener gegen Blau Weiss drei Punkte holen, wird eine starke Halbzeit womöglich nicht reichen. Linz beendete die vergangene Saison auf dem letzten Tabellenrang der Sky Go Erste Liga. Die Vereinsführung reagierte im Sommer und stellte eine schlagkräftige Truppe zusammen. An einem Tag verkündeten die Blau-Weißen gleich sechs Neuzugänge. Erfahrene Bundesligaspieler wie Thomas Fröschl, Bernhard Janeczek oder Markus Blutsch verstärkten die Mannschaft sofort. Dennoch verlor das Team von Trainer Thomas Sageder die erste Cup-Runde gegen den Regionalligisten ATSV Stadl-Paura im Elfmeterschießen. In der Meisterschaft starteten die Stahlstädter optimal und konnten aus den ersten drei Partien (Neustadt, Klagenfurt & WackerII) neun Punkte einsacken. Vergangenes Wochenende setzte es gegen Aufsteiger Amstetten überraschend eine 1:2-Heimniederlage. Die WSG verlor gegen die Linzer seit dem Wiederaufstieg 2016 keine einzige Partie. Dreimal gingen die Grün-Weißen als Sieger vom Feld, fünfmal trennte man sich unentschieden, wobei Fortuna der Silberberger-Truppe nicht nur einmal gutgesonnen war. Mit einem Sieg können die Tiroler an den Oberösterreichern vorbeiziehen, es wird allerdings ein hartes Stück Arbeit.

WSG-Trainer Thomas Silberberger: „Blau Weiss Linz ist trotz der Heimniederlage gegen Amstetten ein extrem starker Gegner, der mit drei Siegen hintereinander optimal in die Saison gestartet ist. Wir müssen an die erste Halbzeit in Floridsdorf anschließen und mit einer entsprechenden Leistung das Heimspiel gegen Klagenfurt endgültig vergessen machen – wir werden kein zweites Mal so eine desolate Darbietung bringen. Die Spiele gegen Blau Weiss hatten es in Vergangenheit immer in sich und so wird es auch am Freitag sein. Drei Punkte wären natürlich ideal.“

Medieninfo WSG Wattens

23.08.2018


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