Basketball is back! Die B2L-Teams haben bereits die erste Cup-Runde hinter sich und bald wird es auch in der Liga wieder ernst. Die Vorfreude ist nach der Corona-Zwangspause bei Spielern, Trainern und Fans gleichermaßen groß.
Die Mannschaften stehen bereits seit Wochen wieder im Training – wenn auch mit gewissen Sicherheitsvorkehrungen. Gezielte Verstärkungen, aber auch einige Abgänge haben die Karten neu gemischt. Es wird also spannend in Österreichs zweithöchster Spielklasse. Die B2L-Saisonvorschau zeigt, welche Mannschaft nach dem Sommer wo steht. Teil #1 widmet sich den Teams, die in der vergangenen Saison im Play-Down gespielt haben.
BBU SALZBURG
Nach der knappen Niederlage im Cup-Spiel gegen die Mattersburg Rock waren die Salzburger alles andere als unzufrieden. Schließlich war klar sichtbar, dass die BBU mit einem Topteam mithalten kann. Das werden die Salzburger, die gegen Ende der vergangenen Spielzeit immer besser in Schwung kamen, in dieser Saison auch müssen, lautet das Ziel doch Erreichen der Playoffs. Angeführt von den Routiniers Guillermo Sánchez Daza und Dimitris Mouratoglou werden die jungen Spieler ausreichend Spielzeit bekommen – darunter auch Neuzugänge wie der ehemalige Nachwuchs-Nationalspieler Raphael Miksch oder Felix Leindecker, der vor der Corona-Pause noch für die Coladamris BBC Nord Dragonz startete. An der Seitenlinie steht erneut Trainer Dejan Ljubinkovic, dessen Vertrag im Sommer verlängert wurde.
Nach einigen unglücklichen Verletzungen verstärkten sich die Mozartstädter zudem mit Athletiktrainer Chris Ponz, der dafür sorgen soll, dass die Falken diese Saison fit genug sind, um offensiv noch schneller zu spielen. Erstmals vor eigenem Publikum werden sich die Salzburger übrigens erst Anfang November präsentieren, denn die Sanierungsarbeiten in der Sporthalle Alpenstraße nehmen Corona-bedingt etwas mehr Zeit in Anspruch als geplant – umso größer ist die Vorfreude bei der BBU, dann erstmals in der neurenovierten Heimhalle zu spielen.
Dusko Stojakovic, Obmann: „Wir haben viel investiert in junge österreichische Spieler. Es ist eine junge Mannschaft, aber wir haben auch arrivierte Spieler und wollen dieses Jahr den Schritt Richtung Playoffs machen. Das wird nicht leicht, die Liga ist sehr stark. Aber wir werden dem Salzburger Publikum und auch auswärts ein tolles Spiel zeigen.“
Zugänge: Raphael Miksch und Felix Leindecker
Abgänge: Dusan Oluic, Thomas Buchegger, Kazuhiko Yokoyama und Danilo Tepic
KOS CELOVEC
Sollte der Cupauftakt ein Indikator für die kommende Saison von KOS sein, dann ist nach dem beeindruckenden Sieg gegen die Dornbirn Lions einiges zu erwarten. Nach einem Trainerwechsel mitten in der vergangenen Saison wurde auch im Sommer der Mann an der Seitenlinie ausgetauscht. Seit einigen Wochen zieht der 44-jährige Andrej Božič, welcher zuletzt die Zweit-Liga-Mannschaft des slowenischen Klubs Škofja Loka leitete, die Strippen. Mit Božič wurde ein Trainer gefunden, der die jungen Talente der Klagenfurter fördern und das Team zugleich zu mehr Siegen als im Vorjahr coachen soll.
Mit Jernej Heine Andolšek und Anže Kos wurden außerdem zwei Legionäre geholt, die sich im Team wohlfühlen und gegen Dornbirn bereits positive Akzente setzen konnten. Ganz allgemein wird bei KOS CELOVEC derzeit von allen Seiten die gute Stimmung und die große Motivation nach der unfreiwillig langen Basketball-Pause betont.
Marcell Smolej, Obmann-Stellvertreter: „Wir freuen uns ganz besonders auf die Saison, weil die Stimmung im Team super ist. Der unerwartete Sieg gegen Dornbirn im Cup bestätigt das. Spielerisch gibt es sicher noch Potenzial nach oben, aber die Vorfreude auf die Spiele ist groß. Auch bei unserem neuen Trainer, der von den jungen Spieler begeistert ist und vor allem davon, wie diese den ganzen Kader motivieren.“
Zugänge: Jernej Heine Andolšek, Anže Kos, Daniel Gspandl, Ivo Berchtold, Mate Seher und Simon Sienčnik
Abgänge: Martin Bajc, Rijad Dzigal, Julian Lipuš, Adrian Babić und Toman Feinig
SWARCO RAIDERS
Die SWARCO RAIDERS zündeten gegen Titelanwärter BBC Nord in ihrem Cup-Spiel ein wahres Offensiv-Feuerwerk. Doch selbst 94 Punkte waren nicht genug, um bei den Dragonz zu bestehen. Nichtsdestotrotz sprach Neo-Coach Amir Medinov von einer guten Standortbestimmung, bei der er sogar den Sieg für möglich gehalten hätte. Medinov ist bereits seit sieben Jahren in unterschiedlichen Trainerfunktionen bei den Tirolern tätig und soll in dieser Saison vor allem Stabilität bringen.
Bei den Neuverpflichtungen schauten die RAIDERS hingegen über die Landesgrenzen hinaus. Mit Elvis Kerić konnte ein großgewachsener Point Guard verpflichtet werden, der in der Vergangenheit bereits für die Wörthersee Piraten auflief und zuletzt in Spaniern engagiert war. Mit dem Slowenen Rene Grdadolnik wurde zudem ein vielseitiger Frontcourt-Spieler nach Innsbruck geholt, der dem Team sowohl offensiv als auch defensiv weiterhelfen soll. Heimspielstätte bleibt das Landessportzentrum Tirol, wo den Fans in Saison zwei nach dem Aufstieg ein klarer Schritt nach vorne präsentiert werden soll.
Stefan Oberhauser, Kapitän: „Unsere Trainings laufen super, wir sind motiviert, die neuen Spieler sind gut eingebunden und liefern uns ein cooles Match-Up. Wir können es kaum erwarten, nach der langen Pause endlich wieder Basketball spielen zu können.“
Zugänge: Elvis Kerić und Rene Grdadolnik
Abgänge: Roman Skvasik
UDW ALLIGATORS
Bei den Alligators hat sich kadermäßig über den Sommer einiges geändert. Zwar bleibt mit Lukas Hofer einer der bisherigen Leistungsträger der Mannschaft erhalten, allerdings nicht mehr als Spieler, sondern als Head Coach. Bei Hofer handelte es sich um den „absoluten Wunschkandidaten des Vereins“. Sein Debüt im Cup gegen die Güssing/Jennersdorf Blackbirds – immerhin eines der Topteams der Vorsaison – ging zwar verloren, doch über weite Strecken konnte die UDW mit den Burgenländern mithalten. Doch vor allem defensiv waren noch Schwächen zu erkennen, weshalb in diesem Bereich wohl ein Schwerpunkt der nächsten Wochen liegen wird.
Die Deutsch Wagramer, deren oberstes Ziel stets die Entwicklung junger Spieler ist, müssen dabei auf Marko Goranovic, Paul Rotter und Jakob Lohr verzichten, die den Sprung in den Bundesligakader des Kooperationspartners DC Timberwolves geschafft haben. Im Gegenzug konnte aber auch ein Mix aus routinierten und talentierten Spielern geholt werden: Unter dem Korb sollen Lorenz Rattey und Philipp Preisinger mehr Athletik und Abgebrühtheit ins Spiel der Alligatoren bringen. Von den Flyer Wels kommt Guard Nikola Letic, der mit seinem Scoring (29 Punkte gegen Güssing/Jennersdorf) eine wichtige Stütze des Teams werden soll.,
Lukas Hofer, Head Coach: „Ich freue mich, dass meine Wunschspieler alle zu uns gekommen sind, so haben wir wieder einen breiten Kader mit vielen talentierten jungen Leuten gepaart mit ein paar Routiniers. Es wartet viel Arbeit auf mich, um aus den individuellen Talenten ein Team zu formen, aber ich freue mich schon darauf, wenn die Saison nach vielen Monaten spielfreier Zeit endlich wieder losgeht.“
Zugänge: Lukas Hofer, Marko Goranovic, Paul Rotter, Jakob Lohr, Elias Wlasak, Lukas Geyrhofer, Andreas Mayer und Viorel Filipovic
Abgänge: Lorenz Rattey, Philipp Preisinger, Nikola Letic, Nikhil Sacher, Julian Pietersen, Victor Onwodiwe, Daniel Schuch und Bruno Golino
Neue Saison, neue Ziele für Swarco Raiders Basketballer
Nach einer langen und zehrenden Pause beginnt am kommenden Wochenende endlich die neue Saison für die Basketballer der SWARCO RAIDERS Tirol. Am Sonntag, den 27. September fällt mit einem Heimspiel gegen die Güssing/Jennersdorf Blackbirds der Startschuss in die zweite Spielzeit der Tiroler Basketballer in der zweiten Österreichischen Bundesliga. Spielbeginn im Landessportzentrum Tirol ist um 18:00 Uhr.
Aktuelle Ticket-Hinweise
Tickets für die Heimspiele der SWARCO RAIDERS Tirol wird es nur online zu kaufen geben. Sämtliche Tickets sind personalisiert. Zwischen den Sitzplätzen wird es den gebotenen Mindestabstand geben. Wir bitten alle Besucher der Heimspiele, sich an die Hygienevorschriften zu halten. Ganz wichtig ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, der ausschließlich am Sitzplatz abgenommen werden darf.
Alle Preise und Informationen gibt es auf tickets.raiders.at.
Alter neuer Head Coach eine feste Größe
Die SWARCO RAIDERS Tirol gehen mit einem neuen Head Coach in die neue Saison, der allerdings ein Altbekannter in Tirol ist. Amir Medinov begleitet die Innsbrucker Basketballer seit Gründung der Sektion und führte das Team bereits in die zweite Bundesliga. Im August 2020 kehrte er nun auf den Posten des Cheftrainers zurück. „Amir war für uns in dieser schwierigen Zeit nicht nur die logische Lösung, sondern auch einfach die beste“, erklärte SWARCO RAIDERS Tirol Club Managerin Claudia Nuener. „Wir sind froh, dass er unser Head Coach ist.“
Bekannte Gesichter und neue Leistungsträger
Nicht nur auf der Trainerposition hat sich etwas getan bei den SWARCO RAIDERS Tirol. Auch der Kader der Tiroler Basketballer hat sich auf einigen Schlüsselpositionen verändert im Vergleich zur letzten Saison. Während Head Coach Amir Medinov weiterhin auf gestandene Größen wie Kapitän Stefan Oberhauser, Forward Oliver Vujakovic oder Center John Franklyn Gardiner setzt, freuen sich die Tiroler auf talentierte Neuzugänge wie Point Guard Elvis Keric, Forward Rene Grdadolnik und Forward Bogdan Rakic.
Amir Medinov, Head Coach SWARCO RAIDERS Tirol Basketball: „Ich bin sehr glücklich und stolz, dass es uns gelungen ist, zwei solch talentierte Spieler zu verpflichten. Elvis Keric hat in Slowenien im Nachwuchs alle Nationalmannschaften durchlaufen. Er ist der Point Guard, den wir gesucht haben. Rene Grdadolnik bringt als Shooter Erfahrung aus der ersten slowenischen Liga mit. Dazu kommt noch Bogdan Rakic. Er kommt als Sportstudent nach Innsbruck und ist ein weiterer Gewinn für uns. Er ist ebenfalls ein guter Shooter und hat große Stärken in der Defensivarbeit. Darüber hinaus freuen wir uns, dass wir gleich mehrere junge 16-jährige Spieler haben, die sicher auch ihre Einsatzzeit bekommen werden.“
Den Kader finden Sie hier.
Startschuss im Landessportzentrum
Die ersten Gegner der SWARCO RAIDERS Tirol sind am Sonntag, den 27. September (18:00 Uhr) im Landessportzentrum Tirol die Güssing/Jennersdorf Blackbirds. Der Meister der vergangenen beiden Jahre stellt gleich die erste schwere Hürde für die Tiroler dar.
Angst vor großen Namen haben die SWARCO RAIDERS Tirol aber nicht, wie auch Kapitän Stefan Oberhauser bestätigt: „Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal mit einem so guten Team trainiert und gespielt zu haben. Ich bin stolz, Teil dieser Truppe zu sein. Wir sind schnell, athletisch und groß. Wir können auch verschiedene Sachen auf dem Parket ausprobieren und umsetzen. Ich denke, wir sind nur schwer auszurechnen für unsere Gegner. Denn wir haben jetzt sechs oder sieben Spieler, die punkten können.“
Alle Spieltermine finden Sie hier.
Presseinfo Basketball Austria/B2L/Swarco Raiders
23.09.2020