Basketball

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Angeführt von Kapitän Enis Murati lassen die Swans Gmunden den Kapfenberg Bulls im zweiten Spiel der „best-of-five“-Finalserie keine Chance und gewinnen in der Steiermark mit 83:65.

Ausschlaggebend sind eine starke Defensiv-Performance gepaart mit guten Trefferquoten und sehenswertem „ball movement“. Die Bullen wirken hingegen über weite Strecken lethargisch und müssen sich nach der Klatsche vor Spiel drei wohl erst wieder sammeln.

Kapfenberg Bulls (2) vs. Swans Gmunden (1) 65:83 (12:22, 24:39, 49:64)
Sonntag, 20.15 Uhr – Sporthalle Walfersam, Kapfenberg

Die Swans wussten, dass sie mit einer weiteren Niederlage in den bet-at-home Finals schon mit dem Rücken zur Wand stehen würden. Die Vorgabe vor dem Auswärtsspiel in Kapfenberg war also klar: Die eigenen Fehler minimieren, knallharte Defense und Energie über 40 Minuten. Gegen den amtierenden Meister aus der Steiermark alles andere als eine einfache Aufgabe, doch die Schwäne setzten sie von Beginn an nahezu perfekt um. Zwar brauchten die Oberösterreicher offensiv einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden, auf der anderen Seite schenkten sie den Bullen aber absolut nichts, sodass die Mirolybov-Truppe nach fünf gespielten Minuten mit 10:2 in Führung lag. Zwar versuchte McClellan nun mit zwei Dunks seine Bulls im Spiel zu halten, aber auch Murati fand für seine Swans immer besser ins Spiel. Ende des ersten Viertels stand es somit 22:12 für die Gmundner. In Abschnitt zwei ging es in einer ähnlichen Tonart weiter. Während der Meister den nötigen Biss vermissen ließ, agierte die Truppe vom Traunsee äußerst aggressiv. Bis zur Halbzeit wuchs die Führung somit auf plus 15 (39:24).

Nach Seitenwechsel zeigten sich die Bullen im Angriff stark verbessert. Allerdings fanden die Steirer weiter keine Antwort auf Murati, zusätzlich wurden die Swans nun immer stärker vom Dreier, sodass sich am einseitigen Spielverlauf in Summe nichts änderte (64:49 nach drei gespielten Vierteln). Im Schlussabschnitt hätte es seitens der Kapfenberger somit einen Kraftakt gebraucht, zu dem die Energie am Sonntag aber ganz klar fehlte. Mit einem dominanten Start-Ziel-Sieg (83:65) zeigen die Gmundner, dass sie sich vor dem Meister nicht fürchten und die starken Leistungen in der Regular Season kein Zufall waren. In den bet-at-home Finals ist beim Stand von 1:1 nun wieder alles offen.

Mike Coffin, Head Coach Kapfenberg: „Ohne Toughness und ohne Willen kann man kein Finalspiel gewinnen.“

Thomas Schreiner, Kapitän Kapfenberg: „Wir sind nicht mit der Intensität rausgekommen aufs Feld, die man braucht, um ein Finalspiel zu gewinnen. Das müssen wir im nächsten Spiel verbessern.“

Anton Mirolybov, Head Coach Gmunden: „Gratuliere an meine Spieler, sie haben verstanden, worum es geht.“

Enis Murati, Kapitän Gmunden: „Genau das ist die defensive Performance, die wir brauchen und ganz besonders im Finale. So müssen wir weitermachen.“

Beste Scorer: Eric McClellan 16, Nemanja Krstic 15, Alexander Herrera 11 (10 Reb) bzw. Enis Murati 27, Toni Blazan 14, Daniel Dolenc 11.

Presseinfo Basketball Austria/BSL

09.05.2021