HC Hard ist spusu LIGA-Meister 2021

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Der ALPLA HC Hard entscheidet die Best of three-Finalserie in der spusu LIGA gegen den HC FIVERS WAT Margareten dank eines 29:27-Auswärtserfolg mit 2:0 für sich und feiert den siebten Meistertitel der Clubgeschichte.

Aus einer starken Deckung heraus führen die Vorarlberger zur Pause 15:11 und erhöhen nach Seitenwechsel auf 24:14. Die FIVERS kämpfen sich nochmals auf zwei Tore in der Schlussminute heran, die Gäste spielen den Sieg am Ende aber gekonnt nach Hause.

Über die gesamten 60 Minuten stellt Hard den Gastgeber in der Deckung vor gehörig Probleme. Die Räume werden geschickt dicht gemacht, selbst „Handballer des Jahres“ Lukas Hutecek findet kaum eine Lücke, das Spiel an den Kreis wird konsequent unterbunden und immer wieder gelingt es, Pässe abzufangen.

Gleich zu Spielbeginn setzt sich Hard auf 6:2 ab. Die FIVERS können den Rückstand dank eines 3:0-Lauf auf ein Tor verringern, können in der Folge allerdings aus einer doppelten Überzahl kein Kapital schlagen, geraten sogar mit 5:9 in Rückstand. Nochmals spielt sich der amtierende spusu LIGA Supercup- und ÖHB Cup-Sieger auf ein Tor heran. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit kann Hard nochmals einige Ballgewinne verzeichnen und zieht auf 15:11 davon.

Der erster Treffer nach Seitenwechsel gehört zwar den FIVERS, mit dem 4:0-Lauf der Harder auf 19:12 spielen sich Gäste dann endgültig in einen Rausch. Jeder Ballgewinn, jedes Tor wird frenetisch bejubelt. Auf der Bank und auf dem Spielfeld weiß man, jeder Torerfolg ist nun ein großer Schritt Richtung Meistertitel.

In der 46. Minute leuchtet auf der Anzeigetafel eine 24:14-Führung für den ALPLA HC Hard auf. Zu diesem Zeitpunkt hat FIVERS-Coach Peter Eckl bereits sein letztes Timeout aufgebraucht. Die Vorentscheidung schien gefallen zu sein, doch die FIVERS leisteten noch mit allen Mitteln Gegenwehr. Bei 19:25 knapp acht Minuten vor Spielende wittern die Margaretner noch eine Chance, lösen die 6:0-Deckung auf und können sogar noch auf 26:28 45 Sekunden vor Schluss verkürzen.

Der ALPLA HC Hard setzt sich am Ende aber in der Wiener Hollgasse mit 29:27 durch, entscheidet die Best of three-Finalserie nach dem 28:27-Heimsieg vergangenen Mittwoch mit 2:0 für sich und feiert den siebten Meistertitel der Clubgeschichte.

Vor Spielbeginn wurde auf Seiten der FIVERS der neue und alte „Handballer des Jahres“ Lukas Hutecek durch ÖHB Vize-Präsident Helmut Schebeczek und ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner geehrt. Die FIVERS verabschiedeten zudem ihre drei Abgänge Lukas Hutecek (TBV Lemgo-Lippe / GER), Tobias Wagner (Fenix Toulouse / FRA) und Nikola Stevanovic (HBW Balingen-Weilstetten / GER).

Auf der Gegenseite nimmt Boris Zivkovic, den es im Sommer nach Polen zu KS Azoty-Pulawy verschlägt, das perfekte Abschiedsgeschenk mit dem Gewinn des Meistertitels, mit.

Dominik Schmid, ALPLA HC Hard: “Dieser Titel bedeutet uns sehr viel nach einer durchwachsenen Saison. Wir waren zwar nicht die beste Mannschaft über die gesamte Saison betrachtet, aber am Ende haben wir über unsere individuelle Klasse, wie ich denke, verdient den Meistertitel geholt. Wir waren die bessere Mannschaft, wollten diesen Sieg unbedingt. Deswegen sind wir verdient Meister. Unsere Deckung war sicher der Schlüssel zum Erfolg und auch im Angriff ist sehr viel gut gelaufen heute. Jeder der auf dem Feld war, egal ob er auch nur kurz gespielt hat, hat alles für diesen Erfolg gegeben. Ich bin jetzt einfach nur ausgepowert und happy.“

Peter Eckl, Trainer HC FIVERS WAT Margareten: “Aus meiner Sicht waren es die technischen Fehler, besionders in der ersten Halbzeit. Wir haben zwar nochmals alles gegeben, aber ich denke da war viel Druck und Nervosität bei manchen Spielern da. Da kann man nicht ganz befreit aufspielen, dann flattern die Hände, flattern Bälle und man kommt in diese technische Fehlerfalle. Ich glaube wir haben uns heute ein wenig selbst geschlagen. Auch wenn wir zwei von drei Titel geholt haben, sind wir jetzt natürlich enttäuscht. Wir haben in dieser Saison viel erreicht, aber ich denke wir hätten noch mehr erreichen können.“

Hard Facts
Wurfquote

HC FIVERS WAT Margareten: 68 Prozent (27 Tore aus 40 Würfen)
ALPLA HC Hard: 58 Prozent (29 Tore aus 50 Würfen)

Siebenmeter-Statistiken
HC FIVERS WAT Margareten: 1 Tor aus 2 Siebenmetern (50 Prozent)
ALPLA HC Hard: 1 Tor aus 1 Siebenmeter (100 Prozent)

Torwart-Statistiken
HC FIVERS WAT Margareten: Wolfgang Filzwieser 32 Prozent – 9 gehaltene Bälle aus 28 Würfen
HC FIVERS WAT Margareten: Boris Tanic 9 Prozent – 1 gehaltener Ball aus 11 Würfen
ALPLA HC Hard: Golub Doknic 27 Prozent – 8 gehaltene Bälle aus 30 Würfen
ALPLA HC Hard: Thomas Hurich 0 Prozent – 0 gehaltene Bälle aus 5 Würfen

Erfolgreiche Angriff
HC FIVERS WAT Margareten: 47 Prozent (27 Tore aus 57 Angriffen)
ALPLA HC Hard: 50 Prozent (29 Tore aus 58 Angriffen)

Bester Werfer: Eric Damböck, HC FIVERS WAT Margareten, mit 9 Treffern
 


 
spusu LIGA Finalserie

1. Runde
ALPLA HC Hard vs. HC FIVERS WAT Margareten 28:27 (13:15)
Mi., 02. Juni 2021, 19:45 Uhr

2. Runde
HC FIVERS WAT Margareten vs. ALPLA HC Hard 27:29 (11:15)

Mo., 07. Juni 2021, 19:30 Uhr

Werfer HC FIVERS WAT Margareten: Eric Damböck (9), Nikola Stevanovic (4), Lukas Hutecek (4), Fabian Glätzl (2), David Brandfellner (2), Tobias Wagner (1), Vincent Schweiger (1), Marin Martinovic (1), Markus Kolar (1), Maximilian Riede (1), Thomas Seidl (1)

Werfer ALPLA HC Hard: Dominik Schmid (8), Ivan Horvat (7), Luca Raschle (5), Robin Kritzinger (4), Boris Zivkovic (2), Nejc Zmavc (2), Lukas Schweighofer (1)

3. Runde (falls noch keine Entscheidung gefallen ist)
ALPLA HC Hard vs. HC FIVERS WAT Margareten
Do., 10. Juni 2021, 20:20 Uhr

 


 
Der Alpla HC Hard ist zum siebten Mal Meister
Die Roten Teufel vom Bodensee holen am Montag, den 7. Juni 2021 nach einem dominierenden zweiten Finalspiel auswärts gegen den HC FIVERS WAT Margareten den Meistertitel der spusu LIGA nach Hard. Mit 27:29 (11:15) konnten sich die Vorarlberger vorzeitig die siebte Meisterkrone in der Vereinsgeschichte sichern.

Die Roten Teufel reisten mit voller Zuversicht und breiter Brust zum zweiten Finalspiel gegen den HC FIVERS WAT Margareten nach Wien. Die Harder starteten mit viel Dynamik und einer aggressiven Abwehr in die Partie und konnten bereits in den ersten Minuten durch ein Tor aus dem Rückraum von Dominik Schmid und durch einen schönen Heber von Linksaußen Luca Raschle mit zwei Toren in Führung gehen. Aber auch die Wiener nahmen den Kampf auf und konnten durch Flügeltore schnell ausgleichen. In Folge führten viele erzwungene Ballverluste der FIVERS zu Tempogegenstößen der Harder und die Rückraum-Asse Schmid und Ivan Horvath bauten den Vorsprung der Vorarlberger nach zehn Spielminuten auf drei Tore aus. Fivers-Coach Peter Eckl war erstmals gezwungen eine Auszeit zu nehmen, die ihre Wirkung zeigte. Mit einem Doppelpack von All-Star-Team Linksaußen Eric Damböck kamen die Wiener wieder auf ein Tor heran. Abermals waren es wieder der agile Kapitän Schmid und Flügelflitzer Raschle, die die Verantwortung übernahmen und den Abstand wieder auf drei Tore vergrößerten. Die Partie nahm an Härte zu und die Harder konnten eine doppelte Unterzahl, auch dank des prächtig aufgelegten Golub Doknić im Tor, gut überstehen und ihre Drei-Tore-Führung halten. Trotz Überzahl der Roten Teufel kämpften sich die Hausherren bis auf ein Tor heran, bevor erstmals Hard-Coach Mario Bjelis die Grüne Karte auf den Tisch legen musste. Die Wiener kamen spritziger zurück aufs Feld und überhastete Abschlüsse der Harder hielten das Spiel weiter offen. Kurz vor der Pause ging es dann Schlag auf Schlag und ein Hebertor von Raschle, Kreisläufer Lukas Schweighofer mit einem Siebenmeter-Kracher und erneut Schmid über den Rückraum brachten die Harder wieder mit drei Toren in Führung. Die FIVERS verkürzten noch mal, ehe Rückraum-Shooter Horvath mit einem Hüftwurf aus dem Handgelenk von neun Metern eine Sekunde vor Abpfiff mit 11:15 für die Harder die Halbzeitpause einläutete.

Zurück aus der Kabine spielte sich das Team von Mario Bjelis in einen regelrechten Lauf. Das Spiel wurde härter und war vom Kampf bestimmt. Durch Tore von Kapitän Schmid und dem jungen Rechtsaußen Robin Kritzinger lagen die Harder erstmals mit fünf Toren voran. 14 Ballverluste auf Seiten der Wiener und ein schnelles Spiel im Angriff machten es den Gästen in dieser Phase des Spiels leicht. Das Momentum lag jetzt bei den Roten Teufeln und das nutzten Horvath mit einem weiteren Hüftwurfkracher und Schmid aus dem Rückraum zum Zehn-Tore-Vorsprung aus. Torhüter Doknić hielt hinten den Kasten sauber und die Harder pushten sich mithilfe der Bank zur Saisonbestleistung hoch. Lange war von den Hausherren nichts zu sehen, nur Linksaußen Damböck hielt die Wiener immer wieder im Rennen. Nach einer kurzen Verschnaufpause durch Auszeit von Coach Bjelis reagierten die FIVERS aber auf die scheinbar aussichtslose Situation und stellten ihre Verteidigung offensiv um. Die Roten Teufel taten sich mit der Bewegung ohne Ball schwer und die Gastgeber kämpften sich Tor um Tor durch Shootingstar Hutecek und Damböck heran. Acht Minuten vor Schluss wurde es nochmal brenzlig in der „Höllgasse“ und die Wiener waren nur noch vier Tore vom Ausgleich entfernt. Einmal mehr war es Kapitän und Toptorschütze Schmid, der sich ein Herz fasste und die Wiener auf Abstand hielt. Fünf Minuten vor Schluss hätte es für die FIVERS fast noch zur Wende gereicht, ehe Trainer Bjelis die Grüne Karte zückte und Tormann Thomas Hurich mit einer wichtigen Parade von Damböck dagegenhielt. Die rechte Seite mit Torgarant Boris Zivkovic und Kritzinger machte zwei Minuten vor Schluss den Sack endgültig zu. Mit 27:29 wanderte der siebte Meisterteller am Ende verdient zu den Harder Jungs an den Bodensee, die eine herausfordernde und auch ungewöhnliche Saison 2021 nun gebührend feiern dürfen.

Stimmen zum Spiel
„Unser Ziel war immer der Meistertitel. Nach der durchwachsenen Saison mit dem dritten Platz im Grunddurchgang und als Zweiter in der Bonusrunde, ist es jetzt umso schöner, dass wir diesen Titel nach Hard holen konnten. Wir haben heute unser volles Potenzial abgerufen und ich konnte der Mannschaft alles zurückgeben, was mir im ersten Spiel noch nicht gelungen ist“, freut sich Kapitän und „Man of the Match“ Dominik Schmid.

„Wir haben in diesem Entscheidungsspiel alle noch mal Vollgas gegeben. Kurz vor Schluss ist es noch unnötig spannend geworden, aber wir sind froh, dass wir den Vorsprung über die Zeit retten konnten. Das erste Finalspiel war sehr eng, aber heute haben wir Mut bewiesen und das Ding nach Hause geholt!“, zeigt sich Rechtsaußen Robin Kritzinger begeistert.
 


 
Presseinfo
spusu LIGA
ALPLA HC Hard

07.06.2021