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© Sportreport

Vor wenigen Tagen eroberte die 37-jährige Irina Sadovnik Gold bei den UEC-Europameisterschaften in der Disziplin BMX Flatland in Bochum. Anstatt den Sieg zu feiern, ging es für die in Wien lebende Kärntnerin aber direkt in das Auto. Denn schon zwei Tage später stand ihr Qualifikationslauf bei den in Montpellier ausgetragenen Weltmeisterschaften am Programm.

Trotz der stressigen Anreise absolvierte sie diese mit Bravour und auch im Finale war kein Vorbeikommen an der Österreicherin. Sie sicherte sich mit 88.33 Punkten die Goldmedaille vor der Deutschen Julia Preuss (80.67) und der Französin Celine Vaes (69.00).

„Es ist einfach nur großartig gelaufen. Es war ein perfekter Run ohne Fehler“, berichtete Sadovnik stolz und fügte an: „Das kommt dabei raus, wenn man seine Hausübungen macht.“ An ihrem Finalprogramm in der Nichtolympischen Disziplin Flatland, wo die Athleten auf einer kreisförmigen Bühne verschiedenste Balance-Tricks auf ihren BMX-Rädern vorführen, hatte sie lange gefeilt und die Abläufe und verschiedenen Elemente perfektioniert.

Seit ihrem WM-Erfolg musste sie auch eine lange Verletzungspause abwarten. „Ich hatte mir damals in der Qualifikation das Knie verletzt, bin dann mit gerissenem Kreuzband das Finale gefahren“, erinnerte sich die 37-Jährige, die acht Monate pausieren musste und im letzten Winter auch noch eine Meniskus-Operation über sich ergehen lassen musste. Nun meldete sie sich mit einem Marathon-Programm wieder zurück an die Weltspitze.

„Ich habe mich extrem über den Titel gefreut, war es doch die erste Europameisterschaft, die in unserer Sportart ausgetragen wurde. Doch viel Zeit zum Feiern hatten wir nicht“, erinnerte sich Sadovnik an den vergangenen Freitag, wo sie in Bochum die Goldmedaille gewann. Mit der Deutschen Preuss gemeinsam fuhr sie direkt von der Siegerehrung nach Montpellier. „Dort kamen wir gerade zur Einschreibung an, dann wartete das erste Training. Wir sind die ganze Nacht durchgefahren um rechtzeitig anzukommen. Jetzt lachen wir über Gold und Silber“, schilderte die Kärntnerin über ihre erfolgreichen, aber zugleich abenteuerlichen letzten 96 Stunden.

Presseinfo Österreichischer Radsportverband

08.06.2021