
Hypo Niederösterreich, WAT Atzgersdorf und die MGA Fivers feierten Samstagabend in der zweiten Runde der WHA MEISTERLIGA den zweiten Sieg. HC Sparkasse BW Feldkirch und BT Füchse Powersports fuhren ihre ersten Punkte ein. Die Runde wird am Sonntag mit der Begegnung zwischen roomz JAGS WV und Aufsteiger Union APG Korneuburg abgeschlossen.
HIB Handball Graz hatte Hypo NÖ zu Gast, bot dem Rekordmeister und Titelverteidiger in der ersten Hälfte einen offenen Schlagabtausch. Nach 28 Minuten führten die Südstädterinnen nur mit einem Tor (16:15). Zur Pause lag Graz 15:18 zurück. Nach Seitenwechsel konnte Hypo NÖ auf +6 stellen, die Murstädterinnen hielten aber zunächst noch dagegen, kamen wieder auf drei Tore heran (19:22). Es war allerdings das letzte Aufbäumen, denn in den folgenden zwölf Minuten erzielten die Gästen 13 Tore, die HIB-Damen hingegen nur eines. Graz gelang es danach immerhin, nicht noch weiter in Rückstand zu geraten. Mit 43:28 (18:15) feierte Hypo NÖ den zweiten Kantersieg, hält nun bei einem Torverhältnis von +34. Beste Torschützinnen: Ana Marija Babic (10) bzw. Claudia Wess (11).
WAT Atzgersdorf ließ gegen den SSV Dornbirn Schoren nichts anbrennen, schlug die Messestädterinnen im GRG 23 dank einer starken zweiten Halbzeit souverän 32:23 (16:13). Dornbirn hielt bis kurz vor der Pause sehr gut mit (13:13). Ein 10:1-Lauf der Atzgersdorferinnen zwischen der 28. und 43. Minute zum 23:14 brachte allerdings die Entscheidung. Der Vizemeister hält nun ebenfalls bei vier Zählern. Beste Torschützinnen: Lilli Gschwentner (9) bzw. Julia Marksteiner (9).
Atzgersdorfs Lilli Gschwentner: „Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft, aber irgendwie haben wir den Ball zu selten ins Tor bekommen. Das war nach der Pause anders.“ Und zu ihren neun Treffern: „Das hängt natürlich auch mit meinen Mitspielerinnen zusammen. Auf Anabel (Cosic, Anm.) und Kiki (Dramac, Anm.) müssen die Gegnerinnen immer extrem aufpassen. So entstehen dann die Räume – heute eben für mich am rechten Flügel.“
Atzgersdorf-Obmann Christian Mahr: „Wir fanden eigentlich gut ins Spiel, aber die gegnerische Torfrau hat in der ersten Hälfte einfach unglaublich gehalten. Hinten bekamen wir auch nicht so den Zugriff. Daher war es zur Pause nur ein +3. Nach Seitenwechsel haben wir das Tempo weiter erhöht und konnten Tor um Tor davonziehen. Wir sind in unserer neuen Heimhalle angekommen. Wir werden für ein bis eineinhalb Jahre im GRG 23 spielen, da die Hans-Lackner-Halle umgebaut wird.“
SSV-Cheftrainer Emanuel Ditzer: „Wir haben in der ersten Halbzeit das Maximum herausgeholt. Dann ist uns infolge des momentan kleinen Kaders die Luft ausgegangen. Wir haben uns gegenüber dem Vorjahr jedoch gesteigert. Da haben wir in dieser Halle noch mit 17 Toren Differenz verloren.“
Dornbirns Julia Marksteiner: „Nach Seitenwechsel hat uns Atzgersdorf mit der zweiten Welle überrollt. Aber wir haben gegen einen übermächtigen Gegner bis zum Schluss alles gegeben.“
Ein spannendes Duell lieferten einander die MGA Fivers und UHC Müllner Bau Stockerau. In Halbzeit eins konnte sich kein Team mit mehr als zwei Toren absetzen. Die Stockerauerinnen kamen besser aus der Kabine, führten eine Viertelstunde vor Schluss 20:17. Das Blatt wendete sich allerdings noch einmal. Denn die Wienerinnen ließen bis Spielende nur noch zwei Gegentreffer zu und scorten ihrerseits achtmal. Nach 60 Minuten hieß es 25:22 (14:13) für die MGA Fivers, die somit auch vier Punkte auf ihrem Konto haben. Beste Torschützinnen: Marina Topic (7) bzw. Theres Kovarik und Viktoria Mauler (je 6).
MGA Fivers-Coach Arnes Cebic: „Meinen Spielerinnen war die Nervosität im ersten Heimspiel der Saison anzumerken, es lief lange nicht nach Plan. Wir haben aber nicht aufgegeben und konnten uns doch noch mit einem Sieg belohnen. Einstellung und Wille waren vorbildlich. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“
HC Sparkasse BW Feldkirch feierte einen 32:31 (19:17)-Heimerfolg über SC witasek Ferlach/Feldkirchen und fuhr so die ersten Punkte ein. Die Gäste konnten in der Anfangsviertelstunde mehrmals auf +3 stellen. Danach kamen die Montfortstädterinnen allerdings immer besser ins Spiel. In der 34. Minute führten sie 24:19. Doch die Kärntnerinnen schlugen zurück, holten Tor um Tor auf. Die letzten Spielminuten war nichts für schwache Nerven. Laura Seipelt-Fasching sicherte Feldkirch schlussendlich durch einen Siebenmetertreffer unmittelbar vor Spielende den Heimerfolg. Mit 13 Toren war sie die überragende Spielerin in der Reichenfeld-Halle. Anna-Maria Kavalar traf für Ferlach/Feldkirchen siebenmal.
BT Füchse Powersports kam gegen UHC Eggenburg zu einem Kantersieg, gewann in der Sporthalle Trofaiach 37:22 (21:13). Für die Steirerinnen, die in der vergangenen Saison das Halbfinale erreichen konnten, war es der erste Sieg, nachdem sie zum Auftakt gegen Hypo NÖ chancenlos gewesen waren. Beste Torschützinnen: Slavica Schuster-Levak (11) bzw. Sandra Zeitelberger (5).
BT Füchse-Obmann Heinz Rumpold: „Das Ergebnis spricht für sich. Dieses Resultat ist eine Wiedergutmachung für die klare Niederlage bei Hypo NÖ, die uns schon wehgetan hat. Die Spielerinnen haben heute die Anweisungen des Trainers sehr gut umgesetzt und in keiner Phase nachgelassen. So kann es weitergehen. Wenn man eine Spielerin herausheben will, dann ist es Torfrau Helena Segota, die viele Würfe der Gegnerinnen parieren konnte.“
WHA MEISTERLIGA-Grunddurchgang, 2. Runde
18.09.: HC Sparkasse BW Feldkirch vs. SC witasek Ferlach/Feldkirchen 32:31 (19:17)
18.09.: HIB Handball Graz vs. Hypo Niederösterreich 28:43 (15:18)
18.09.: BT Füchse Powersports vs. UHC Eggenburg 37:22 (21:13)
18.09.: WAT Atzgersdorf vs. SSV Dornbirn Schoren 32:23 (16:13)
18.09.: MGA Fivers vs. UHC Müllner Bau Stockerau 25:22 (14:13)
19.09., 18:00: roomz JAGS WV vs. Union APG Korneuburg Handball
Atzgersdorf war eine Nummer zu groß
Die jungen Handballerinnen des SSV Dornbirn Schoren boten Vizemeister WAT Atzgersdorf in der WHA-MEISTERLIGA lange Paroli. Am Ende schaute in Wien jedoch nur eine 23:32-Auswärts-Niederlage heraus.
Ohne die verletzten Beatrix Kerestély, Sophia Ölz, Marie Huber und Denise Kaufmann trat der SSV Dornbirn Schoren in der 2. Runde des Grunddurchgangs der WHA-MEISTERLIGA die Auswärtsfahrt zu Vizemeister WAT Atzgersdorf an. Zudem fehlten Melanie Reich (Polizeidienst) und Sara Kojic (Todesfall in der Familie).
Nach dem überraschenden 27:26-Auftakterfolg in Wr. Neustadt boten die SSV-Girls auch in der Bundeshauptstadt anfangs eine starke Leistung. Immer wieder legten Kapitänin Julia Marksteiner (9 Tore) und Co in Wien einen Treffer vor. Dornbirn lieferte sich mit dem Favoriten lange ein Duell auf Augenhöhe. In den letzten drei Minuten vor der Pause gelang Atzgersdorf nach dem 13:13 drei Tore in Serie. Die Vorarlbergerinnen lagen zur Halbzeit mit 13:16 zurück.
Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Hausherrinnen schnell entscheidend ab. Der Rückstand des Gästeteams wuchs rasch auf neun Tore (14:23/43. Minute) an. „Wir haben in der ersten Halbzeit das Maximum herausgeholt. Dann ist uns infolge des momentan kleinen Kaders die Luft ausgegangen“, brachte es SSV-Cheftrainer Emanuel Ditzer, der alle Kaderspielerinnen einsetzte, nach dem 23:32-Endstand auf den Punkt. „Wir haben uns gegenüber dem Vorjahr jedoch gesteigert. Da haben wir in dieser Halle noch mit 17 Toren Differenz verloren.“
Zur besten SSV-Spielerin wurde Julia Marksteiner gekürt: „Nach dem Seitenwechsel hat uns Atzgersdorf mit der zweiten Welle überrollt. Aber wir haben gegen einen übermächtigen Gegner bis zum Schluss alles gegeben.“
Am nächsten Samstag (19 Uhr) steht in der 3. Runde der WHA-MEISTERLIGA das erste Saison-Heimspiel für die Messestädterinnen an. K19 überträgt die Begegnung gegen die BT Füchse Powersport aus der Obersteiermark live.
2. Runde WHA-MEISTERLIGA, Samstag, 18. September:
WAT Atzgersdorf – SSV Dornbirn Schoren 32:23 (16:13)
Tore: Oschwentner 9, Bohnen 5, Mahr 5, Cosic 5, Dramac 4, Schuster 1, Sujer 1, Barany 1, Lauter 1 bzw. J. Marksteiner 9, Müller 3, Todorova 3, Kovacheva 3/1, Gladovic 2, Zoppel 1, Götze 1, Doszpod 1.
Weiters: Feldkirch – Ferlach 32:31 (19:17), Graz – Hypo NÖ 28:43 (15:18), BT Füchse – Eggenburg 37:22 (21:13), MGA Fivers – Stockerau 25:22 (14:13), Wr. Neustadt – Korneuburg (Sonntag, 18 Uhr)
Presseinfo
WHA-MEISTERLIGA
SSV Dornbirn Schoren
18.09.2021