Am Mittwoch startet die 70. Vierschanzentournee mit dem Springen in Oberstdorf (Deutschland).
Vor dem Start „trafen“ sich Springer und Organisationskomitee zu einer Online-Pressekonferenz.
Geiger Favorit, aber was heißt das schon? Spannung pur vor dem Start der 70. Vierschanzentournee
Auch zur 70. Auflage bleibt sich die Vierschanzentournee treu. Die Skisprungserie, die vom 28. Dezember bis 6. Januar in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen über die Bühne geht, verspricht wieder einmal Spannung pur. 20 Jahre nach dem historischen Tournee-Grand-Slam von Sven Hannawald (Deutschland) nimmt mit Karl Geiger (Oberstdorf) ein Deutscher die Favoritenrolle ein. Der Allgäuer führt im Gesamtweltcup vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi und dem Norweger Halvor Egner Granerud. Im vergangenen Jahr gewann Geiger das Auftaktspringen in seiner Heimat Oberstdorf, wurde am Ende Zweiter in Gesamtsieger Kamil Stoch und vor Dawid Kubacki (beide Polen).
Ob Geiger den Favoritenfluch der Vierschanzentournee bezwingen kann? Die Vierschanzentournee ist eine Diva und sie liebt es, regelmäßig ihre Favoriten zu killen. In den vergangenen 13 Jahren gelang es nur gerade einmal vier Favoriten, die als Weltcupführende nach Oberstdorf kamen, anschließend auch die Tournee zu gewinnen: Das waren zuletzt 2018/19 Ryoyu Kobasyashi aus Japan, 2015/16 Peter Prevc aus Slowenien und die beiden Österreicher Gregor Schlierenzauer (2012/13) sowie Thomas Morgenstern in der Saison 2010/11. Zuvor und danach scheiterten die Hochgejubelten reihenweise, zuletzt im Vorjahr der Norweger Halvor Egner Granerud. Er hatte vor der Tournee 2020/21 fünf Weltcups hintereinander gewonnen, schaffte es bei der Tournee dann allerdings nicht aufs Podium und landete in der Gesamtwertung um 0,4 Punkte hinter Dawid Kubacki auf Rang vier.
Die Sehnsucht nach dem Tourneeerfolg in den Gastgebernationen Deutschland und Österreich ist groß. Team Germany wartet seit Sven Hannawald auf den Tourneetitel, also seit 20 Jahren. Für Österreich war zuletzt Stefan Kraft in der Saison 2014/15, also vor sieben Jahren, erfolgreich. In der Zwischenzeit holten auch Kamil Stoch (2017/18) und im Jahr darauf Ryoyu Kobayashi den Tournee-Grand-Slam-Titel, Stoch, schaffte insgesamt drei Tourneesiege (16/17, 18/19 und im Vorjahr), der Pole geht als Titelverteidiger ins Rennen.
Der Sieg bei der Vierschanzentournee lohnt sich in diesem Winter besonders, denn die Organisatoren haben gemeinsam mit dem Deutschen und Österreichischen Ski-Verband ein Rekordpreisgeld in Höhe von 100.000 Schweizer Franken ausgelobt.
Pandemiebedingt dürfen bei der 70. Vierschanzentournee wie im Vorjahr keine Zuschauer in die Stadien. „Das ist sehr schade, denn mit Fans ist es natürlich der Wahnsinn bei der Vierschanzentournee“, sagt Karl Geiger.
Programm 2021/2022
Oberstdorf, WM Skisprung Arena (HillSize 137)
Dienstag, 28. Dezember
14:00 Uhr: Offizielles Training
16:30 Uhr: Qualifikation
Mittwoch, 29. Dezember
15:00 Uhr: Probedurchgang
16:30 Uhr: 1. Wertungsdurchgang
anschließend Finale und Siegerehrung
Garmisch-Partenkirchen, Olympiaschanze (HS 142)
Freitag, 31. Dezember
11:30 Uhr: Offizielles Training
14:00 Uhr: Qualifikation
Samstag, 1. Januar
12:30 Uhr: Probedurchgang
14:00 Uhr: 1. Wertungsdurchgang
anschließend Finale und Siegerehrung
Innsbruck, Bergisel-Stadion Olympiaschanze (HS 128)
Montag, 3. Januar
11:00 Uhr: Offizielles Training
13:30 Uhr: Qualifikation
Dienstag, 4. Januar
12:00 Uhr: Probedurchgang
13:30 Uhr: 1. Wertungsdurchgang
anschließend Finale und Siegerehrung
Bischofshofen, Paul-Außerleitner-Schanze (HS 142)
Mittwoch, 5. Januar
14:45 Uhr: Offizielles Training
17:15 Uhr: Qualifikation
Donnerstag, 6. Januar:
15:30 Uhr: Probedurchgang
17:30 Uhr: 1. Wertungsdurchgang
anschließend Finale und Siegerehrung
Presseinfo
70. Vierschanzentourne
27.12.2021