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Die beiden österreichischen 49er-Teams haben am zweiten Tag der Europameisterschaft vor Vilamoura (POR) mit starken Einzelergebnissen die Führung übernommen.

Keanu Prettner und Jakob Flachberger liegen in der bereinigten EM-Zwischenwertung nach vier Rennen auf Platz eins. Benjamin Bildstein und David Hussl haben als zweitbestes Boot auf ihre Teamkollegen nur zwei Punkte Rückstand. Beiden Teams ist am Donnerstag jeweils ein Wettfahrtsieg gelungen.

Die beiden Nacra 17-Boote haben den Kontakt zur Spitzengruppe gehalten, liegen nach vier Rennen auf den Plätzen zehn (Haberl/Frank) und elf (Farese/Zöchling)

Die beiden 49er-Boote des Österreichischen Segel-Verbands haben am zweiten Tag der Europameisterschaft vor Vilamoura (POR) ihre starke Leistung vom Auftakt noch einmal übertroffen. In den bei leichtem Wind ausgetragenen drei Rennen gelang jedem Team – sie absolvierten auch den zweiten Tag der Qualifikation in unterschiedlichen Flotten – ein Wettfahrtsieg. In der bereinigten EM-Zwischenwertung sorgen sie damit für eine rot-weiß-rote Doppelführung.

Keanu Prettner und Jakob Flachberger stürmten mit den Einzelergebnissen eins, 16 und zwei auf Platz eins der Europawertung. Der 16. Rang aus dem zweiten Tagesbewerb wird aktuell als Streichresultat geführt und somit im Klassement nicht berücksichtigt. „Unsere erste und letzte Wettfahrt war jeweils richtig stark – beides sehr gute Races. Wir sind sehr gut rausgekommen am Start und haben dann auch immer die bevorzugte Seite erwischt. Unsere Entscheidungen haben gepasst und auch mit unserem Speed bei wenig Wind sind wir vollauf zufrieden. Im zweiten Rennen hat dann ein wenig das Glück gefehlt – aber wenn man sich Ergebnisse mancher Top-Teams ansieht, haben wir einen super Job gemacht. Wir sind glücklich, dass wir ganz vorne im Klassement liegen und hoffen, diese Position im weiteren Verlauf verteidigen zu können“, fasst Steuermann Keanu Prettner zusammen.

Bildstein/Hussl nur zwei Punkte dahinter
Benjamin Bildstein und David Hussl haben in ihrer Flotte eine ähnlich starke Performance abgeliefert: Die WM-Zwölften klassierten sich zweimal auf Rang sechs und ließen im abschließenden Rennen ebenfalls einen Wettfahrtsieg folgen. Damit rangiert das Duo vom Yacht Club Bregenz an zweiter Stelle, nur zwei Punkte hinter ihren Teamkollegen. „Die Bedingungen waren aufgrund der Leichtwindverhältnisse erneut schwierig – und das hat in allen Rennen für sehr viele und große Positionsveränderungen gesorgt. Demensprechend sind wir sehr glücklich, dass wir konstante Ergebnisse einfahren konnten. Die Starts, die Abläufe am Boot und auch unsere Entscheidungen waren durchwegs am Punkt und deren Zusammenspiel hat uns schlussendlich einen guten Tag beschert“, fasst Vorschoter David Hussl zusammen, drückt aber auch ein wenig auf die Euphoriebremse: „Natürlich geht man nach zwei starken Tagen befreiter in den weiteren Verlauf einer Regatta, aber es sind noch viele Rennen am Weg zum Medal-Race zu absolvieren. Wir konzentrieren uns weiterhin auf unsere Leistung, schauen von Wettfahrt zu Wettfahrt und werden unser Bestes geben.“

Die Qualifikation in der 49er-Klasse wird am Freitag mit vier Rennen ab 15.00 Uhr abgeschlossen. Die besten 25 Boote qualifizieren sich anschließend für die Goldflotte.

Nacra 17-Teams halten Kontakt zur Spitzengruppe
Die beiden Nacra 17-Teams haben am zweiten Tag der Europameisterschaft insgesamt vier Rennen absolviert. Mit konstanten Leistungen sind beide Teams in Schlagdistanz zur Spitzengruppe geblieben. Lukas Haberl und Tanja Frank rangieren auf dem zehnten Gesamtrang. Tanja Frank freut sich über die gezeigte Konstanz (11/10/10/7): „Insgesamt können wir mit unserer Leistung am heutigen Tag sehr zufrieden sein – weil wir in keiner Wettfahrt einen echten Streicher hinnehmen mussten. Die Konzentration war über den gesamten Tag hoch und dadurch haben wir uns am Ende auch mit diesen konstanten Leistungen belohnen können.“

Laura Farese und Matthäus Zöchling liegen auf Platz elf und damit unmittelbar hinter ihren Teamkolleg*innen. Nach den Einzelergebnissen zwölf, sieben, 17 und 26 haben sie aktuell 16 Punkte Rückstand auf die Top-10. „Heute war es sehr herausfordernd, den Wind richtig einzuordnen. Zwei Rennen waren solide, die anderen beiden bescheiden. Unterm Strich haben aber Starts und Speed gepasst. Morgen müssen wir die Bedingungen etwas besser einordnen, dann gelingt uns sicher wieder eine starke Leistung“, ist sich Laura Farese sicher. Am Freitag stehen ab 12.30 Uhr vier Rennen auf dem Programm.

Nacra 17-Europameisterschaft | Vilamoura (PRT)
8. – 13. November 2023
Eventwebsite

In der offiziellen Ergebnisliste werden aktuell alle teilnehmenden Nationen ausgewiesen, da der Vergleich offen ausgeschrieben ist. Sowohl die Goldflotte (im 49er) als auch das Medal-Race wird anhand des allgemeinen Klassements besetzt. In der finalen EM-Wertung werden dann am Ende der Regatta nur die europäischen Teams berücksichtig.
 
Nacra 17:
1. Ugolini/Giubilei 10 (2/4/1/(7)/3)
10. Haberl/Frank 31 (4/(11)/10/10/7)
11. Farese/Zöchling 47 (11/12/7/17/(26))

49er:
1. McHardie/McKenzie (AUS) 6 (1/(19)/4/1)
2. Prettner/Flachberger 7 (4/1/(16)/2)
3. Bildstein/Hussl 9 (2/(6)/6/1)

Presseinfo
OeSV

09.11.2023