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Union Raiffeisen Waldviertel war Mittwochabend als klarer Favorit ins Niederösterreich-Derby gegen VCA Amstetten NÖ gegangen.

Doch die drittplatzierten Nordmänner standen im powerfusion Volley League-Duell mit dem Tabellenachten lange auf verlorenem Posten. Erst mit dem Rücken zur Wand fand URW in ihrer Heimhalle in die Spur und drehte noch die Partie. Nach 137 Minuten hieß es 3:2 (21:25, 20:25, 25:22, 25:16, 17:15) für die Hausherren.

Die Mostviertler führten im Tie-Break 14:12 und hatten auch noch einen dritten Matchball, Waldviertel verwertete hingegen seinen ersten. Topscorer waren Krzysztof Gulak (19), Niklas Stooß (18) und Koendert Daan Streutker (13) bzw. Kirill Krasnevski (19), Maximilian Schober (17), Samuel Jackman und Yousri Anegay (je 15).

Waldviertel gastiert am Samstag bei TJ Sokol V/Post SV Wien (19 Uhr), Amstetten empfängt mit VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt (18:30 Uhr) den unmittelbaren Kontrahenten im Kampf ums letzte Playoff-Ticket. Das Topspiel lautet SK Zadruga Aich/Dob gegen TSV Raiffeisen Hartberg (19 Uhr). In der Hinrunde feierte der Tabellenzweite einen souveränen Heimsieg, diesmal wollen die Bleiburger den Spieß umdrehen. Fest steht, dass diese Teams einander in der JUFA-Arena nicht zum letzten Mal in dieser Saison begegnen: Zumindest im Austrian Volley Cup-Finale am 24. Februar in Hartberg wird man noch einmal die Klingen kreuzen. Am Tabellenende steht VBC TLC Weiz, auf den achten Platz fehlen allerdings nur zwei Punkte. Samstagabend empfangen die Steirer den Sechsten, UVC McDonald’s Ried (19.30 Uhr).

Im ersten von zwei Sonntagsspielen gastiert Titelverteidiger und Tabellenführer HYPO TIROL Volleyballteam beim UVC Holding Graz (15.30 Uhr). Die in der Liga noch ungeschlagenen Innsbrucker gewannen am vergangenen Samstag gegen Aich/Dob in drei Sätzen, präsentierten sich dabei überaus solide. Graz spielt einen guten, aber eben nicht überragenden Grunddurchgang, daher ist der Meister auch im Raiffeisen Sportpark zu favorisieren. Das heißt freilich nicht, dass sich die Murstädter nichts zutrauen, wie Sportdirektor Frederick Laure unterstreicht: „Wenn unsere Jungs ihre beste Leistung bringen, ist auch gegen diese Top-Mannschaft etwas drinnen. In der Hinrunde in Innsbruck haben wir nicht richtig ins Spiel gefunden, zu Hause sind wir aber stärker. Ich hoffe auf eine gut besuchte Halle.“

Das powerfusion VL-Wochenende beschließen VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt und TJ Sokol V/Post SV Wien (16.30 Uhr). Für beide Teams ein vielleicht richtungsweisendes Duell: Sokol bietet sich die Möglichkeit, den siebten Platz abzusichern, die Löwen bekommen Gelegenheit, ihre Playoff-Chancen zu verbessern.

powerfusion Volley League Men, 13. Runde
06.01., 18:00: HYPO TIROL Volleyballteam vs. SK Zadruga Aich/Dob 3:0 (25:20, 25:17, 27:25)
10.01., 19:00: Union Raiffeisen Waldviertel vs. VCA Amstetten NÖ 3:2 (21:25, 20:25, 25:22, 25:16, 17:15)
14.01., 16:30: VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt vs. TJ Sokol V/Post SV Wien
17.01., 18:30: TSV Raiffeisen Hartberg vs. UVC McDonald’s Ried
17.01., 19:00: VBC TLC Weiz vs. UVC Holding Graz

14. Runde
13.01., 18:30: VCA Amstetten NÖ vs. VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt
13.01., 19:00: SK Zadruga Aich/Dob vs. TSV Raiffeisen Hartberg
13.01., 19:00: TJ Sokol V/Post SV Wien vs. Union Raiffeisen Waldviertel
13.01., 19:30: VBC TLC Weiz vs. UVC McDonald’s Ried
14.01., 15:30: UVC Holding Graz vs. HYPO TIROL Volleyballteam

Spielplan, alle Ergebnisse und Tabelle

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ÖVV-Mädchen feiern in EM-Quali nach knapper Auftakt-Niederlage ersten Sieg

Österreichs Jugend-Nationalteam der Mädchen erlebte beim U18-EM-Qualifikationsturnier in Maribor einen sehr intensiven ersten Tag. Zunächst mussten sich die Spielerinnen von Headcoach Stefan Spirk ihren Alterskolleginnen aus der Slowakei 2:3 (25:18, 25:17, 17:25, 26:24, 9:15) geschlagen geben, am Abend bezwangen sie Israel im Tie-Break (22:25, 25:14, 25:21, 19:25, 24:22). Donnerstagfrüh, 9 Uhr, trifft Rotweißrot in seinem letzten Gruppenspiel auf Kroatien (Livestream).

Österreich startet fulminant. Im Duell mit den Slowakinnen, gegen die in der Vorbereitung dreimal getestet worden war, konnte man sich dank einer starken Serviceleistung schnell absetzen und mit bis zu 10 Punkten in Führung gehen. Das ÖVV-Team hielt die Annahme stabil und Diagonalangreiferin Lotta Lippitsch war immer wieder erfolgreich. Gegen Mitte des ersten Satzes kamen die Slowakinnen zwar besser ins Side Out-Spiel, ihr Rückstand war aber zu groß. Durchgang zwei gestaltete sich zunächst ausgeglichen, nach dem 11:11 war die Spirk-Truppe aber wieder tonangebend und gewann klar. Auch in Folge lief es zunächst noch sehr gut. Doch bei 12:7-Führung kippte plötzlich die Partie. Die Annahme wurde fehleranfällig, der Block hatte dem slowakischen Angriffsspiel nichts mehr entgegenzusetzen. Der vierte Durchgang wurde von beiden Teams auf Augenhöhe geführt. Nach wechselnden Führungen erarbeiten sich die Österreicherinnen zwei Matchbälle, die die Slowakinnen aber abwehren und sich wenig später ins Tie-Break retten konnten. In diesem machte das ÖVV-Team einen 2:7-Rückstand wett, führte 8:7 beim finalen Seitenwechsel. Danach ging allerdings nichts mehr, die Slowakinnen gewannen dank der besseren Angriffsleistung knapp aber verdient 3:2.

Headcoach Stefan Spirk: „Wir sind super gestartet, haben unsere Service-Taktik konsequent durchgezogen und die Slowakinnen so unter Druck gesetzt. Im dritten Satz sind sie durch einige Fehler von uns immer besser ins Spiel gekommen. Schade, dass wir im vierten nach einer tollen Aufholjagd die Matchbälle nicht genutzt haben. Wir hätten uns den Sieg auch verdient. Im Tie-Break war die Slowakei sehr stark und ließ uns nicht mehr ins Spiel zurückkommen.“

Sieg nach Abwehr von Matchbällen
Gegen Israel starteten Kapitänin Dagmar Hensel und Co. holprig, auf gute Aktionen folgten immer wieder Ungenauigkeiten und Eigenfehler. Im zweiten Satz ersetzte Helene Brunner Hensel auf der Mittelblockposition, Österreich präsentierte sich nun deutlich verbessert und ließ Israel keine Chance. Durchgang drei verlief lange ausgeglichen. Israel steigerte sich am Service, Österreichs Annahmeriegel hielt aber gut dagegen. Letztlich profitierten die Österreicherinnen von Eigenfehlern, setzten sich etwas ab. Brunner war es mit einem Block vorbehalten, die 2:1-Satzführung sicherzustellen. Danach präsentierten sich die israelischen Mädchen entschlossener und erzwangen einen fünften Satz. Im Tie-Break geriet Österreich 10:13 in Rückstand, hielt aber mutig dagegen, wehrte Matchbälle ab und gewann schlussendlich nach engagierter Leistung 3:2.

ÖVV-Libera Pascale Nagele: „Gegen die Slowakei haben wir zweieinhalb Sätze perfekt gespielt. Danach hat sich der Gegner deutlich gesteigert, wir konnten aber aus der Niederlage viel Positives mitnehmen. Wichtig war, dass wir die kurze Pause zwischen den Spielen optimal zu Regeneration nutzten. Gegen Israel war es ein toller Fight, die Mannschaft hat zusammengehalten und nie aufgegeben. Ich bin super stolz auf unsere Leistung. Wir haben nach der knappen Niederlage zum Auftakt, bewiesen, was in uns steckt.“

Headcoach Stefan Spirk: „Wir wussten, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird. Meine Spielerinnen konnten sich in einigen Elementen steigern, haben nie aufgegeben und auch bei den Matchbällen gegen uns die richtigen Entscheidungen getroffen. Im fünften Satz 24:22 zu gewinnen, ist ein hartes Stück Arbeit. Ich bin stolz auf den Entwicklungsschritt, nach dem Sieg können wir morgen gegen Kroatien etwas befreiter aufspielen.“

EM-Qualifikationsturniere, 1. Runde

WU18 in Maribor (SLO) von 10. bis 12. Jänner
Pool B

10.01., 09:00: Österreich vs. Slowakei 2:3 (25:18, 25:17, 17:25, 26:24, 9:15)
10.01., 16:00: Österreich vs. Israel 3:2 (22:25, 25:14, 25:21, 19:25, 24:22)
11.01., 09:00: Österreich vs. Kroatien

Pool A
Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern

Modus: Gruppenerste und -zweite steigen ins Halbfinale auf. Turniersieger löst EM-Ticket. Teams auf Plätzen zwei bis sechs in nächster Quali-Runde.

LIVESTREAMS

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MU18 in Zadar (CRO) von 11. bis 13. Jänner
Pool A

11.01., 11:30: Österreich vs. Israel
11.01., 19:00: Österreich vs. Kroatien

Pool B
Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern

Modus: Gruppenerste und -zweite steigen ins Halbfinale auf. Turniersieger löst EM-Ticket. Teams auf Plätzen zwei bis sechs in nächster Quali-Runde.

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Presseinfo
Austrian Volley League Men
Austrian Volley League Women
ÖVV

weiterführende Links:
– zum Sportreport Volleyball-Kanal

10.01.2024


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