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Die 1. Runde der Saison 2025/26 im UNIQA ÖFB Cup ist abgeschlossen. Auf das überraschende Aus des FK Austria Wien folgen am Sonntag Siege des SK Rapid und des SC Röfix Röthis.

Die Hütteldorfer setzen sich gegen den FC Wacker Innsbruck 1:0 durch, die Vorarlberger bejubeln beim FC Pinzgau Saalfelden einen 2:1-Erfolg. Zuvor musste sich die Austria dem ASK Voitsberg mit 2:3 geschlagen geben.

Neben den „Veilchen“ verpasste aus der Bundesliga nur der GAK den Aufstieg in die von 26. bis 28. August stattfindende 2. Runde.

Die Sonntags-Spiele im Überblick:
FC Wacker Innsbruck vs. SK Rapid 0:1 (0:0)
Tivoli Stadion
Tor: Bolla (78.)
Rapid plagt sich bei Wacker Innsbruck, zieht schlussendlich aber mit einem 1:0-Sieg in die 2.Cup-Runde ein. Vor den Augen des ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Pröll haben die Hütteldorfer in der Anfangsphase leichte Vorteile, finden gegen die gut organisierten Tiroler aber kein Durchkommen. Wacker versucht vor fast 16.000 Zuschauer:innen im restlos ausverkauften Tivoli durch Umschaltmomente gefährlich zu werden, doch auch die Gastgeber schaffen es vorerst nicht in die Gefahrenzone. Große Chancen lassen dementsprechend auf sich warten. Mit Fortdauer der Partie werden beide Teams etwas zwingender, die Abschlüsse fallen aber zu unsauber aus. In der 26. Minute rettet Wacker-Keeper Lukas Tauber nach einem Kopfball von Claudy Mbuyi mit einer Glanzparade. Bei den Innsbruckern trifft Bright Owusu aus leicht spitzem Winkel nur das Außennetz (38.). Der Westligist kämpft weiter beherzt und macht den Rapidlern damit das Leben schwer. Gegen Ercan Kara ist Lukas Tauber mit einem starken Reflex zur Stelle (42.).
Auch nach dem Seitenwechsel hat der Bundesligist Probleme, Druck zu erzeugen. Kommt Rapid zu Abschlussmöglichkeiten, geht der Ball entweder vorbei oder die Wacker-Verteidiger bringen noch ein Bein dazwischen. In der 65. Minute schließt Andrija Radulovic etwas zu überhastet ab und setzt das Spielgerät über das Tor. Einen Kopfball von Jean Marcelin hält Lukas Tauber (70.). Ein Traum-Freistoß von der Strafraumgrenze erlöst den Favoriten. Bendeguz Bolla haut wuchtig drauf und versenkt den Ball rechts, oben mit Hilfe der Latte in den Maschen (78.). Wacker probiert noch einmal alles, um den Favoriten doch noch zu ärgern. In der 90. Minute köpft dann Okan Yilmaz ein, aber der vermeintliche Ausgleich zählt wegen eines vorangegangenen Foulspiels nicht. Es bleibt beim 1:0 für Rapid.

FC Pinzgau Saalfelden vs. SC Röfix Röthis 1:2 (0:0)
1508 SaalfeldenArena
Tore: Hucko (57.) bzw. Knoll (58.), Nachbaur (65.).
Röthis ringt Saalfelden nieder und darf das Ticket für die 2. Cup-Runde bejubeln.. Im Duell Regionalliga West gegen Elite Liga Vorarlberg sind die Gastgeber in den ersten Minuten klar tonangebend. Joao Pedro Da Sila überlupft den gegnerischen Torwart aber der Ball geht an die Stange (7.). Den Abpraller kann Simon Kozak aus kurzer nicht verwerten. Auf der Gegenseite lässt Klemens Knoll eine gute Gelegenheit liegen. Die Vorarlberger finden nun etwas besser in die Partie. Tobias Hartmann trifft aus etwa sieben Metern nur die Latte (36.). Ein bis dato offenes Cup-Spiel sollte ohne Treffer in die Pause gehen.
Saalfelden hat nun wieder mehr Spielanteile vorzuweisen, die ganz gefährlichen Szenen lassen aber auch sich warten. Bis zur 57. Minute, denn da können die Hausherren in Führung gehen. Joao Pedro Da Sila steckt schön auf Thomas Hucko durch, der umkurvt Tormann Jonas Ströhle und schiebt ein. Kurz darauf hat Röthis die passende Antwort parat. Nachdem sein Versuch zunächst geblockt wird, probiert es Johannes Knoll noch einmal, zieht ansatzlos ab und stellt auf 1:1 (58.). Die Gäste sollten noch mehr zu bieten haben, können das Spiel wenige Momente später drehen. Der kurz zuvor eingewechselte Sandro Nachbaur wird ideal bedient und drückt den Ball zum 2:1 für Röthis unter die Latte (65.). Saalfelden wirft noch einmal alles nach vor, kann sich aber nicht mehr belohnen. Röthis schafft es erstmals in die 2. Runde.

ASK Voitsberg vs. FK Austria Wien 3:2 (1:1)
Münzer Bioindustrie Sportpark
Tore: Pfingstner (23.), Zivanovic (62.), Krienzer (65.) bzw. Botic (45+1.), Malone (57.)
2. Liga-Absteiger Voitsberg sorgt für die große Überraschung, kickt die Austria mit einem 3:2-Heimsieg aus dem Bewerb. Die Wiener haben zunächst etwas mehr Spielanteile, finden aber kaum ein Mittel, um die kompakt stehende Defensivreihe der Steirer zu durchbrechen. In weiterer Folge kommt Voitsberg immer besser in die Partie und kann sich die ein oder andere gute Torchance herausspielen. In der 23. Minute darf der Außenseiter dann jubeln: Nach einer Ecke landet der Ball bei Kapitän Andreas Pfingster, der Voitsberg aus kurzer Distanz 1:0 in Führung bringt. Der in violett spielende Halbfinalist der vergangenen Saison erhöht nun den Druck, die Abschlüsse fallen aber entweder zu ungenau aus oder werden vom stark agierenden Torwart Tomaz Stopajnik pariert. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelingt der Austria doch noch der Ausgleich. Neuzugang Noah Botic schraubt sich nach einem Corner hoch und köpft zum 1:1 ein (45+1.).

Nach dem Seitenwechsel verläuft die Begegnung vorerst relativ ausgeglichen. Regionalliga-Mitte-Klub Voitsberg geht intensiv in die Zweikämpfe und macht dem Bundesligisten damit das Leben schwer. In Minute 57 ist es ein Konter, der die Austria das Spiel drehen lässt. Nach einem Sprint über das halbe Spielfeld trifft Maurice Malone unter Bedrängnis mit einem Flachschuss in die lange Ecke. Doch die Gastgeber lassen nicht locker und kommen umgehend zurück. Tristan Brükk bringt einen Freistoß zur Mitte, Luka Zivanovic reagiert gedankenschnell und stochert den Ball zum 2:2 über die Linie (62.). Es sollte noch besser kommen für den Underdog. Nach einem Querpass von der rechten Seite schiebt Martin Krienzer zum 3:2 ein (65.). Das Spiel ist erneut gedreht, die große Sensation winkt. Die Austria ist bemüht, eine Reaktion zu zeigen. Abubakr Barry trifft nur die Stange (77.). Danach rennt die Zeit von der Uhr ohne, dass die Wiener richtig zwingend werden. Der Schlusspfiff fällt ohne weiteres Tor. Der Rekord-Cupsieger scheitert erstmals seit 1998/99 in der 1. Runde, die Voitsberger, die es letzte Saison bis ins Achtelfinale schafften, sind weiter.

Folgende Teams konnten sich für die 2. Runde im UNIQA ÖFB Cup qualifizieren:
ADMIRAL Bundesliga: RZ Pellets Wolfsberger AC, SV Oberbank Ried, FC Blau-Weiß Linz, WSG Tirol, SK Puntigamer Sturm Graz, SCR Altach, LASK, FC Red Bull Salzburg, TSV Egger Glas Hartberg, SK Rapid
ADMIRAL 2. Liga: FAC Wien, SKU Ertl Glas Amstetten, Admira Wacker, FC HOGO Hertha Wels, SKN St. Pölten, SC Schwarz-Weiß Bregenz, First Vienna Football-Club 1894, KSV 1919, SC Austria Lustenau, SV Stripfing / Weiden
Landesverbände: SVG Reichenau-Innsbruck, SC EGLO Schwaz, ATUS Fliesen Koller Velden, Union Raiffeisen Gurten, FC Marchfeld Donauauen, FC Dornbirn 1913, SV Horn, SV Klöcher Bau Oberwart, ASKÖ Oedt, SV Donau, ASK Voitsberg, SC Röfix Röthis
Weitere Termine im UNIQA ÖFB Cup 2025/26:

2. Runde: 26. bis 28. August 2025
Achtelfinale: 28. bis 30. Oktober 2025
Viertelfinale: 30. Jänner bis 1. Februar 2026
Halbfinale: 3. bis 5. März 2026
Finale: 1. Mai 2026

Medieninfo ÖFB

27.07.2025


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