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Eine Ära im österreichischen Eishockey geht zu Ende: Dominique Heinrich hat seine aktive Laufbahn offiziell beendet. Der Verteidiger absolvierte beim WM-Viertelfinale in Schweden gegen die Schweiz (0:5) sein letztes Spiel im Nationaltrikot. Insgesamt brachte es der Wiener auf 129 Einsätze für das ÖEHV-Team – mit dem sensationellen Einzug ins Viertelfinale bei der letzten Weltmeisterschaft als krönendem Abschluss.

Beeindruckende Karrierebilanz
Heinrich, der am Donnerstag seinen 35. Geburtstag feiert, kann auf eine herausragende Laufbahn zurückblicken. Nach seinen Anfängen bei den Wiener Eislöwen wechselte er 2007 nach Salzburg, wo er mit dem EC Red Bull Salzburg sechsmal die Meisterschaft und 2011 die European Trophy gewann. Seine stärkste Saison erlebte er 2015/16, ehe er ein kurzes Gastspiel in Schweden bei Örebro HK gab. Danach kehrte er nach Salzburg zurück, bevor er seine letzten beiden Jahre bei den Vienna Capitals verbrachte.

Insgesamt stehen 870 Ligaspiele mit 453 Scorerpunkten in seiner Vita. Im Sommer 2025 wurde sein Vertrag bei den Caps nicht verlängert, zuletzt war Heinrich vereinslos. Eine Fortsetzung seiner aktiven Laufbahn war auch aus familiären Gründe keine Option. „Ich hätte für eine Fortsetzung meiner Karriere die Stadt wechseln müssen – das kam für mich und meine Familie nicht infrage“, erklärte der Abwehr-Routinier während der WM.

Neues Kapitel als TV-Experte und Unternehmer
Von der Eishockey-Bühne verschwindet Heinrich jedoch nicht. Künftig wird er als Experte für den ORF die Übertragungen der ICE Hockey League und der Nationalmannschaft begleiten. Zudem gründet der Wiener gemeinsam mit einem Freund eine Marketing-Agentur. Parallel dazu absolviert er an der FH Burgenland einen MBA in Sportmanagement und Unternehmensführung.
„Das ist ein neuer Lebensabschnitt, auf den ich mich sehr freue“, so Heinrich.

30.07.2025


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