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In der Conference League stand am Donnerstag in der zweiten Qualifikationsrunde das Rückspiel zwischen dem SK Rapid und Decic Tuzi auf dem Programm. In einem regelrechten „Alu-Festival“ feierten die Hütteldorfer einen ungefährdeten Heimsieg und ziehen souverän in die nächste Runde ein.

Das Spiel im Allianz Stadion hätte beinahe mit einem Knalleffekt begonnen: Nach einer Flanke von Auer setzte Stürmer Antiste einen Kopfball an die Stange. Die Hütteldorfer drückten weiter auf das Tempo und fanden durch Antiste per Kopf die nächste dicke Möglichkeit vor (5.). Auf der Gegenseite hatte Bajovic in der elften Minute die erste Chance der Gäste, doch sein Abschluss landete genau in den Armen von Rapid-Torhüter Hedl.

Mit diesem Versuch waren die Montenegriner im Spiel, doch die Grün-Weißen blieben tonangebend. In der 15. Minute klopfte ein weiterer Neuzugang vehement an: Dahl setzte einen Schlenzer an die Stange. Nur zwei Minuten später traf Bolla erneut Aluminium. Den Abpraller verwertete Dahl zum überfälligen 1:0 (17.). In der 22. Minute war dann die Latte dran – Bolla hämmerte den Ball wuchtig an die Torumrandung. In Minute 27 machte Antiste den „Fünferpack“ an Alutreffern perfekt, ehe Radulovic den Abpraller zum 2:0 einschob. Ein Zwischenstand, der dem Spielverlauf absolut entsprach.

Seidl sorgte in der 31. Minute für Abwechslung, als er knapp neben das Tor zielte. Radulovic verfehlte in Minute 39 ebenso knapp, diesmal per Schuss über das Gehäuse. Kurz vor der Pause hätte Antiste noch einen spektakulären Schlusspunkt setzen können: Sein Fallrückzieher ging hauchdünn daneben. So blieb es beim hochverdienten 2:0-Pausenstand – angesichts von fünf Aluminiumtreffern fast schon zu niedrig.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Allerdings mussten die Hütteldorfer einen Rückschlag hinnehmen: Der auffällige Antiste musste in der 52. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Rapid verpasste es in dieser Phase, den Sack zuzumachen. Vor 16.217 Zuschauern plätscherte die Partie dahin – bis Tuzi plötzlich zuschlug: Nach einem Eckball köpfelte Strikovic in der 60. Minute zum Anschlusstreffer ein.

Die Antwort der Grün-Weißen ließ nicht lange auf sich warten: Weixelbraun stellte nach einem Eckball und einer kurzen Faustabwehr von Nikic in Minute 69 auf 3:1. Nur zwei Minuten später machte der eingewechselte Mbuyi per Kopf endgültig den Deckel drauf (71.). In der 82. Minute setzten die Gäste den Schlusspunkt: Ein abgefälschter Freistoß von Sekulovic landete zum 4:2-Endstand im Netz.

Ein Resultat, das aufgrund der Dominanz und der fünf Aluminiumtreffer sogar um ein Tor zu niedrig ausfiel. Im ersten Heimspiel der Pflichtspielsaison 2025/26 zeigten die Grün-Weißen phasenweise, wohin der sportliche Weg führen soll. Dennoch gilt es, den Gegner richtig einzuordnen: Decic Tuzi agierte „brav bis bieder“ und hatte weder die individuelle Qualität noch die Struktur, um Rapid ernsthaft zu gefährden.

SK Rapid vs. Decic Tuzi 4:2 (2:0)
Allianz Stadion, 16.217 Zuschauer; SR Muntean (MDA)

Tore: Dahl (17.), Radulovic (27.), Weixelbraun (69.), Mbuyi (71.) bzw. Strikovic (60.), Sekulovic (82.)

SK Rapid: Hedl – Bolla (75. Demir), Cvetkovic, Ahoussou, Auer – Amane (68. Kara), Grgic – Radulovic, Dahl (46. Weixelbraun) – Antiste (52. Mbuyi), Seidl (75. Bajlicz)
Decic Tuzi: Nikic – Dresaj (72. Maras), Ujkaj, Tomasevic, Gjelaj – Sekulovic, Pavlicevic (63. Maloku) – Ndiaye (72. Radusinovic), Bajovic (72. Bozovic), Strikovic – Camaj (46. Dokaj)

31.07.2025


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