
Das ÖSV-Skicross-Team absolvierte in dieser Woche ein dreitägiges Trainingscamp in Salzburg, bei dem ordentlich geschwitzt wurde, aber auch der Spaß nicht zu kurz kam.
Drei Damen (Christina Födermayr, Sonja Gigler, Katrin Ofner) und sechs Herren (Johannes Aujesky, Christoph Danksagmüller, Adam Kappacher, Nicolas Lussnig, Johannes Rohrweck und Tristan Takats) legten sich bei den Trainingseinheiten im Olympiazentrum Rif gehörig ins Zeug. Neben den obligaten Power-Tests standen auch ein Trampolin-Parcours und ein sommerliches Starttraining auf dem Programm.
Erstmals seit ihrem im Februar 2024 auf der Reiteralm erlittenen Kreuzbandriss im linken Knie war auch Sonja Gigler bei einem Trainingskurs der rot-weiß-roten Skicross-Equipe wieder mit dabei, und die Freude darüber war der 23-jährigen Vorarlbergerin anzusehen. „Ich bin ‚Back in the Game‘! Es ist cool, nach langer Zeit wieder mit dem Team zu trainieren und alle wieder zu sehen“, strahlte Gigler, die sich körperlich in einem Top-Zustand befindet.
„Es war mein Plan, dass ich mir die Zeit nehme und auf meinem Weg zurück nichts überstürze. Ich bin mental und konditionell sehr gut aufgestellt und das stimmt mich für den kommenden Winter sehr positiv. Ich bin körperlich jetzt auf einem anderen Level und hoffe, dass ich das auch bei den Rennen ausspielen kann“, meinte Gigler, deren Gedanken natürlich auch schon um die Olympischen Spiele im kommenden Februar in Mailand/Cortina kreisen. „Während der Reha waren die Olympischen Spiele eine große Motivation – man lebt als Sportlerin dafür, dort an den Start zu gehen.“
Während es für Sonja Gigler in den kommenden Monaten um ein Ticket für ihr Olympia-Debüt geht, peilt Katrin Ofner bereits die fünfte Teilnahme im Zeichen der fünf Ringe an. „Es wären aber meine ersten Spiele vor der Haustür – und das wäre sicher etwas Besonderes, nachdem Vancouver, Sotschi, Pyeongchang und Peking nicht gerade ums Eck gewesen sind. Mein Ziel ist es, in Italien in einer Verfassung zu sein, die es mir ermöglicht, um die Medaillen mitfighten zu können. Die körperliche Basis dafür ist einmal gelegt – der nächste Schritt ist jetzt ein gutes Schneetraining im Herbst“, betonte die 35-jährige Ofner.
Über das Wiedersehen mit seinen Teamkolleg:innen freute sich auch der Salzburger Adam Kappacher. „Wir haben uns in den vergangenen Monaten wenig gesehen, weil jeder individuell in der Kraftkammer geschuftet hat. Ich habe dabei versucht, ein paar Kilo draufzupacken, und das ist mir auch ganz gut gelungen. Wir schwitzen hier bei 33 Grad Hitze, aber das Gletschertraining auf Schnee geht trotzdem bald los“, so Kappacher, der in der Vorsaison in Val Thorens (FRA) seinen ersten Weltcupsieg gefeiert und sich für die nächsten Monate bereits einen Plan zurechtgelegt hat: „Eine gute Herbst-Vorbereitung absolvieren, in den Weltcuprennen vorne mitfahren und damit Selbstvertrauen für die Olympischen Spiele tanken, denn dort geht es nur um 1, 2 und 3!“
Eine willkommene Abwechslung zu den schweißtreibenden Einheiten bot das Wakeboarden im Waldbad in Anif, bei dem im heimischen Skicross-Team versteckte Talente zum Vorschein kamen. Abgerundet wurde der Trainingskurs mit einem Besuch der Red-Bull-Akademie am Saalachspitz, wo fast 400 Fußball- und Eishockeytalente sowohl sportlich als auch schulisch ausgebildet werden.
Presseinfo
Österreichischer Skiverband
14.08.2025