Nur wenige Tage nach dem Titelgewinn der Stuttgart Surge gab es die erwartetet drastische Entscheidung die European League of Football (ELF). Gleich elf der bislang 16 Franchises – darunter die Finalisten Vienna Vikings und Raiders Tirol – haben ihren Ausstieg erklärt und unter dem Namen European Football Alliance (EFA) einen eigenen Zusammenschluss ins Leben gerufen.
In einer gemeinsamen Erklärung werfen die Klubs der ELF mangelnde wirtschaftliche Stabilität, fehlende Transparenz sowie Vertragsbrüche vor. „Die versprochene Gleichberechtigung in Führung und Gewinnbeteiligung wurde nicht eingehalten“, heißt es in der Aussendung. Neben Stuttgart zählen auch deutsche Schwergewichte wie Rhein Fire, Frankfurt Galaxy und Berlin Thunder zu den Gründungsmitgliedern der EFA.
Die Abspaltung kommt nicht völlig überraschend: Bereits in den vergangenen Wochen war die Liga von internen Turbulenzen geprägt. Commissioner Patrick Esume legte sein Amt nieder, kurz darauf trat auch Geschäftsführer Zeljko Karajica zurück. Karajica bleibt zwar über seine Sports & Entertainment Holding (SEH) Mehrheitseigentümer, hat aber die operative Führung abgegeben. Neuer starker Mann ist der erfahrene Sportmanager Ingo Schiller, der zuvor im deutschen Profifußball tätig war.
Wie es nun mit der ELF weitergeht, ist offen. Klar ist jedoch: Der europäische Football steht vor einer tiefgreifenden Neuordnung – und die EFA dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen, da sie die großen Franchises der ELF repräsentiert.
TE
09.09.2025