Der fünfte Spieltag der Basketball Zweiten Liga (B2L) brachte klare Ergebnisse und bestätigte die bisherige Kräfteverteilung.
Während sich die Favoriten Vienna United, Wörthersee Piraten und Mistelbach Mustangs weiterhin ohne Niederlage halten, feierte Traiskirchen NexGen den ersten Saisonsieg. Güssing, Future Team und die Ballers bleiben hingegen sieglos.
Safare Traiskirchen Lions NexGen vs. Future Team Steiermark 82:49
(27:8, 44:16, 63:33)
druck.at Lions Dome, Traiskirchen
Die Lions sichern sich im Duell der Farmteams den ersten Saisonsieg (1:4). Eine dominante erste Hälfte ebnet den Weg, während die jungen Steirer (0:5) offensiv kaum in Fahrt kommen: nur 1 von 20 Dreiern findet das Ziel. Dazu kommen Rebound- und Ballverlustprobleme. Bei den Löwen überzeugt Jonas Winkler mit einem starken Auftritt (20 Punkte, 70 % Trefferquote).
Pirlo Kufstein Towers vs. Upper Austrian Ballers 85:65
(17:24, 42:43, 69:52)
Stangelmayer Arena
Die Towers (4:1) werden ihrer Favoritenrolle gerecht, müssen aber gegen tapfere Ballers (0:5) lange kämpfen. Nach ausgeglichener erster Halbzeit übernehmen die Tiroler im dritten Viertel das Kommando – Pol Canovas dominiert mit 15 Punkten in diesem Abschnitt. Die Ballers halten gut dagegen, verlieren aber durch Ballverluste und nachlassende Energie den Faden. Paul Filzmoser (Headcoach Ballers): „Die Towers haben sich nach einer schwierigen ersten Hälfte beeindruckend zurückgekämpft. Vor allem über Pol Canovas, den wir einige Minuten nicht stoppen konnten.“ Towers-Spieler Pauls Miglinieks führte den letztlich klaren Erfolg auf mehr Energie in Hälfte zwei zurück: „Wir haben uns gut gefangen und den Job erledigt.“
Raiffeisen Mattersburg Rocks vs. Vienna United 71:78
(18:12, 38:36, 58:59)
SPH Mattersburg
Im Spitzenspiel setzen sich die Wiener (5:0) in einer intensiven Partie durch und fügen den Rocks (4:1) die erste Niederlage zu. Nach ausgeglichener erster Halbzeit zeigen sich die Hauptstädter in Hälfte zwei als das geschlossenere und treffsichere Team – neun Scorer tragen zum Erfolg bei, aus der Distanz trifft United starke 43,5 %.
Wörthersee Piraten vs. KOS Celovec
90:56 (24:17, 46:27, 71:37)
SPH St. Peter, Klagenfurt
Im Klagenfurter Derby bleibt der Meister Wörthersee Piraten (5:0) das Maß aller Dinge. KOS (2:3) kann nur im ersten Viertel mithalten, danach dominiert der Titelverteidiger klar. Lukas Simoner glänzt mit einem Double-Double (30 Punkte, 12 Rebounds), unterstützt von den Routiniers Shawn Ray (16 Punkte, 8 Rebounds) und Marcus Holyfield (17 Punkte, 8 Rebounds).
UKJ Mistelbach Mustangs vs. Raiffeisen Dornbirn Lions
98:66 (37:24, 62:39, 80:57)
SPH Mistelbach
Die Mustangs (5:0) bleiben das Nonplusultra im Osten und dominieren auch gegen Dornbirn (2:3) von Beginn an. Schon zur Pause ist alles entschieden. Defensiv wie am Rebound haben die Vorarlberger große Probleme. Jan Kozina kratzt mit 9 Punkten, 9 Rebounds und 11 Assists am Triple-Double, Ian Moschik liefert 23 Punkte, 7 Rebounds und 4 Assists. Insgesamt überzeugen die Niederösterreicher mit starker Teamleistung (sieben Spieler mit mehr als 8 Punkten).
Vienna Timberwolves vs. Haustechnik Güssing Blackbirds
76:54 (22:11, 37:22, 64:37)
SPH Steigenteschgasse
Die Timberwolves (2:3) feiern einen klaren Heimsieg über die sieglosen Blackbirds (0:5). Güssing bleibt offensiv blass – nur 22 Punkte in Hälfte eins. Die Wolves nutzen das eiskalt, spielen im dritten Viertel groß auf und entscheiden früh. Bernhard Koch, Spieler der Blackbirds: „Wir haben die erste Hälfte wieder verschlafen. Haben dann zwar brav gekämpft, aber im Endeffekt waren die Timberwolves heute zu stark für uns.“
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win2day BDSL: Duchess drehen Partie im Schlussviertel und bleiben ungeschlagen
Die BK Raiffeisen Duchess mussten bei den Vienna Timberwolves lange zittern, ehe sie im letzten Abschnitt die Kontrolle übernahmen. Angeführt von einer überragenden Sigi Koizar (28 Punkte, 9 Rebounds, 4 Assists) setzten sich die Titelverteidigerinnen schließlich mit 81:74 durch und verteidigten ihre Tabellenführung.
Die Klosterneuburgerinnen erwischten in Wien keinen guten Start. Gegen mutig auftretende Timberwolves, die mit Neuzugängen wie Anna Boruta und Inga Orekhova ein neues Gesicht zeigten, fanden die Duchess lange kein Mittel. Die Gastgeberinnen trafen hochprozentig aus der Distanz und lagen zur Pause verdient mit 40:36 voran. Auch nach Seitenwechsel blieb das Team von Ex-Duchess-Coach Stano Stelzhammer tonangebend und führte zeitweise mit neun Punkten, ehe die am Rebound überlegenen Gäste sich Punkt für Punkt zurückkämpften.
Im Schlussviertel drehte sich das Momentum: Ein Dreier von Michaela Wildbacher leitete den Umschwung ein, die Duchess fanden endlich ihren Rhythmus und übernahmen die Führung. Zwar blieb es bis in die Schlussphase umkämpft, doch Klosterneuburg spielte seine Routine aus und sicherte sich dank stärkerer Nerven und individueller Klasse den fünften Sieg im fünften Spiel.
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Coach Dragšič nach Kantersieg gegen Wels: „Jedes Jahr eine neue Mannschaft – das motiviert mich“
Er gehört unumstritten zu den besten Trainern der win2day Basketball Superliga. Seit Jahren schafft es der Slowene Ervin Dragšič, mit dem UBSC Raiffeisen Graz regelmäßig die Erwartungen zu übertreffen. Seit 2019 ist er durchgehend der Headcoach der Steirer – nur Sebastian Waser coacht ein und dasselbe Team (Wels, Anm.) länger am Stück. Trotz lukrativer Angebote aus dem Ausland hat der 51-Jährige in der Steiermark seine Basketballheimat gefunden. Denn er liebt Herausforderungen – und will seinen UBSC endlich ganz nach oben führen. Die Chancen dafür könnten heuer, nachdem in der Vergangenheit bereits Spitzenergebnisse im Cup und sogar ein Vizemeistertitel zu Buche standen, erstaunlich gut stehen. Spätestens nach dem gestrigen „Blowout“ gegen die Flyers ist die Basketballeuphorie in der steirischen Landeshauptstadt groß. „Ein unglaubliches Spiel von uns. Ich kann meinen Jungs nur gratulieren – sie haben alles richtig gemacht. Jetzt dürfen wir nicht abheben, sondern müssen weiter hart an uns arbeiten“, lobte Cheftrainer Dragšič sein Team im Gespräch mit Basketball Austria. Was der Coach sonst noch zur bisherigen Saison zu sagen hat, lest ihr im Basketball-Austria-Interview:
„Wels ist eine sehr starke Mannschaft – das zeigen auch ihre bisherigen Ergebnisse. Sie spielen sehr aggressiv, bewegen den Ball schnell und verteidigen hart. Gegen so ein Team musst du extrem konzentriert sein, darfst den Ball nicht verlieren und keine dummen Entscheidungen treffen. Wir wollen zeigen, dass wir mit solchen großen Mannschaften mithalten können. Natürlich müssen wir gegen ihre Aggressivität mehr rotieren – und ja, ich denke, die Jungen sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Das erwarte ich auch von ihnen“, sagte UBSC-Teamchef Ervin Dragšič am Freitag kurz vor dem Halloween-Duell gegen die bis dahin nahezu makellosen Raiffeisen Flyers Wels.
Was dann passierte, damit hätte wohl nicht einmal der 51-jährige Slowene gerechnet. Die Grazer zeigten ihren bislang besten Basketball der Saison und ließen den favorisierten Oberösterreichern nicht den Hauch einer Chance. Der UBSC überrannte die Gäste regelrecht und führte nach zehn Minuten bereits mit 28:9. Die Steirer blickten danach nicht mehr zurück und agierten trotz ihres jungen Alters erstaunlich abgebrüht. 94:64 lautete das Endergebnis – ein Statement-Sieg, der die Grazer nun ganz eng an das Spitzentrio aus Dukes, Gunners und Wels heranrücken lässt.
Leistungen wie diese werfen die Frage auf, ob die Dragšič-Truppe heuer vielleicht doch mehr ist als „nur“ ein Playoff-Anwärter. Basketball Austria hat aus genau diesem Grund den Cheftrainer zum Interview gebeten:
Basketball Austria: Coach, du bist bekannt dafür, dich schnell auf neues Personal einzustellen und erfolgreich ein Team zu formen. Heuer scheint das besonders gut gelungen zu sein. Was macht diese Mannschaft so stark – und was ist für dich die größte Herausforderung?
Ervin Dragsic: Ja, jedes Jahr eine neue Mannschaft – für mich ist das nichts Neues. Leider zwingt uns unsere Budget-Situation dazu, viel zu wechseln. Aber heuer haben wir es wirklich gut hinbekommen. Wir haben eine motivierte, junge und sehr hungrige Mannschaft zusammengestellt. Das macht uns stark: Sie sind jung, athletisch und wollen den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen. Für mich ist das jedes Jahr eine neue Herausforderung, aber ich bin es gewohnt. Am Ende motiviert es mich, jedes Mal wieder zu zeigen, dass wir es trotzdem schaffen können.
Vor der Saison meintest du, ihr müsst die ersten Wochen gut überstehen – nach der Länderspielpause werde das Team dann dort sein, wo du es haben willst. Jetzt habt ihr aber schon früh eine positive Bilanz mit vier Siegen aus sechs Spielen. Ändert das etwas an euren Zielen? Geht vielleicht doch mehr als „nur überraschen“?
Ich habe ehrlich gesagt gedacht, dass wir am Anfang mehr Schwierigkeiten haben würden – einfach, weil wir eine sehr junge Truppe sind. Aber bis jetzt bin ich wirklich zufrieden damit, wie wir in den ersten sechs Runden reagiert haben. Natürlich gibt es noch typische Anfangsprobleme, etwa Schrittfehler oder unnötige Ballverluste. Aber wir wollen uns von Spiel zu Spiel steigern. Das große Ziel bleibt: unter die Top 6 zu kommen, also die Playoffs zu erreichen. Das ist realistisch und motiviert uns. Und wie jedes Jahr wollen wir die großen Teams ärgern – und wenn sich darüber hinaus noch Chancen ergeben, dann werden wir die natürlich nutzen.
In der Preseason hast du gesagt, dass sich die Mannschaft noch in vielen Bereichen verbessern kann. Wo siehst du nach einigen Wochen noch Potenzial?
Wir haben noch enorm viel Luft nach oben. Diese Mannschaft ist noch nicht da, wo ich sie haben will. Wir wollen uns von Spiel zu Spiel und von Woche zu Woche steigern. Die Nationalpause wird uns helfen, an den kleinen Fehlern zu arbeiten, die wir bisher gemacht haben. Es wird besser – Schritt für Schritt. Wenn wir so weitermachen, werden wir noch viel Freude mit dieser Mannschaft haben.
Eure Legionäre präsentieren sich heuer extrem stark – ihre Statistiken sind beeindruckend. Fühlen sie sich schon wohl in deinem System?
Unsere Legionäre haben wir, wie jedes Jahr, gemeinsam mit meinem Team – Dimitri Sarikas und Michi Fuchs – sehr genau ausgesucht. Wir treffen solche Entscheidungen nie überhastet. In den letzten Jahren hatten wir immer wieder Glück mit unseren Importspielern, und auch heuer passt es sehr gut. Diese Jungs sind jung, motiviert und ehrgeizig. Viele sind Rookies oder erst in ihrer zweiten Saison in Europa, sie wollen sich beweisen und weiterentwickeln. Mir war es wichtig, eine Mannschaft mit Charakter zu bauen – Kämpfer, die nie aufgeben. Das haben wir geschafft. Und ich bin sicher: Sie werden von Spiel zu Spiel noch besser werden.
win2day BSL: Überraschungen zu Halloween
Der UBSC Raiffeisen Graz überrascht in der siebenten Runde der win2day Basketball Superliga und feiert einen Blowout-Sieg gegen die Raiffeisen Flyers Wels. Die Steirer sind von Beginn weg dominant und gewinnen mit 94:64.
Die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg gewinnen klar bei den Raiffeisen Gmunden Swans mit 89:71. Die Steirer führen von Beginn weg, lassen sich auch von zwischenzeitlichen Tiefs nicht unterkriegen und gewinnen verdient.
Die druck.at Traiskirchen Lions haben zwar in der ersten Halbzeit viel Mühe mit dem SKN St. Pölten Basketball, nach der Pause setzen sie sich aber immer weiter ab und feiern mit dem 101:83-Sieg, den zweiten Saisonerfolg.
Die BK Karbon-X Dukes, die ohne Landesberg und Blazevic agierten, laufen lange Zeit einem Rückstand bei den Panthers Fürstenfeld hinterher. Im Schlussabschnitt schalten die Niederösterreicher in der Defensive einen Gang höher und drehen die Partie zum 86:81.
Die druck.at Traiskirchen Lions fanden nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit besser ins Spiel und setzten sich durch eine mannschaftlich geschlossene Leistung im dritten Viertel vom SKN St. Pölten Basketball erstmals ab. Die Landeshauptstädter versuchten zwar im letzten Abschnitt nochmals an die Traiskirchner heranzukommen, die Löwen waren aber zu stark und siegten verdient.
„Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns, denn es ist immer schwer zu spielen in Gmunden. Ich bin stolz auf meine Spieler, wie sie heute aufgetreten ist und dass wir niemals den Fokus im Spiel verloren haben“, so Bulls-Headcoach Klym Artamonov nach dem Auswärtssieg. Die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg hatten den besseren Start ins Spiel und geben zumeist den Ton an. Zwar konnten die Raiffeisen Swans Gmunden immer wieder sehr nahe an die Steirer herankommen, doch die Wende schafften die Oberösterreicher nie. Mit einer soliden Leistung über vier Viertel nahmen die Bulls den Sieg vom Traunsee mit und senden ein kräftiges Zeichen in Richtung den Top-Teams.
Der UBSC Raiffeisen Graz überrannte mit einem 16:1-Lauf die Raiffeisen Flyers Wels und führte nach zehn Minuten mit 28:9. Danach war das Spiel weitestgehend ausgeglichen, wobei die Grazer am Ende des dritten Viertels mit einem sehenswerten Halfcourt-Buzzer-Beater den Vorsprung nochmals ausbauten. Die Steirer ließen auch im Schlussabschnitt nicht nach und gewannen das Spiel gegen die Welser mit 94:64. „Ein unglaubliches Spiel von uns, ich kann meinen Jungs nur gratulieren. Sie haben heute alles richtig gemacht. Jetzt dürfen wir nicht abheben, sondern müssen weiter hart an uns arbeiten“, lobt Graz Headcoach Ervin Dragsic sein Team.
Drei Viertel lang sah es nach einer Sensation in der Stadthalle Fürstenfeld aus. Die Panthers Fürstenfeld lagen, nicht unverdient, mit 66:61 voran und die Überraschung lag in der Luft. Die BK Karbon-X Dukes, die auf Topstar Sylven Landesberg und Kapitän Benedikt Blazevic verzichten mussten, konnten im Schlussabschnitt wichtige Stopps verzeichnen und waren zum Schluss das routiniertere Team. Dukes-Headcoach Damir Zeleznik schnauft nach dem knappen Sieg kräftig durch: „Wir haben eine schwierige Trainingswoche hinter uns. Wir haben vor allem in der zweiten Spielhälfte Charakter gezeigt und wir haben gewonnen, was in dieser Phase der Meisterschaft das Wichtigste ist. Die kurze Pause jetzt tut uns sehr gut und wir hoffen, dass unsere verletzten Spieler bald zurückkommen.“
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01.11.2025