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Ein Wochenende voller Spitzenspiele steht in der B2L bevor. Die Union Deutsch Wagram Alligators empfangen die Wörthersee Piraten und wollen ihre Siegesserie weiter ausbauen.

Vienna United musste sich in der letzten Woche erstmals geschlagen geben und will den UKJ Mistelbach Mustangs nun auch die erste Saisonniederlage bescheren. In Wien gibt es ein Derby zwischen dem Basketball Klub Rapid und den Vienna Timberwolves.

Die Tabellenzweiten aus Deutsch-Wagram empfangen mit den Piraten nicht nur den amtierenden Meister, sondern auch noch den aktuellen Tabellenführer in der Division West. Die Alligators haben sich in der Offseason unter anderem mit Bundesliga-Routinier Roman Jagsch verstärkt und verkündeten heute auch noch die Verpflichtung von Philipp Konate. „Deutsch-Wagram mag wohl zum großen Teil neuformiert sein, der Qualität der Mannschaft hat dies aber keinen Abbruch getan. Sie kombinieren starke Physis unter dem Korb mit schnellem Guard-Play und stellen mit dieser Kombination eine große Herausforderung für uns dar. Wir wollen mit genauer Exekution in Verteidigung und Angriff dagegenhalten, um vielleicht die Überraschung zu schaffen“, so Andreas Kuttnig, Head Coach der Kärntner.

Güssing mit Lust auf mehr
Im letzten Spiel war es für die Haustechnik Güssing Blackbirds endlich soweit, man holte sich ausgerechnet beim Spitzenteam Vienna United den ersten Erfolg in der laufenden Saison. Auf diesen Sieg wollen die Burgenländer auch gleich aufbauen: „Am Sonntag wartet ein schwieriges Auswärtsspiel in Innsbruck auf uns, aber wir wollen den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen und mit Selbstvertrauen auftreten, um die Raiders von Anfang an unter Druck zu setzen“ so Thomas Schmid, Spieler der Blackbirds. Die Tiroler sind gewarnt und nehmen das Tabellenschlusslicht des Ostens nicht auf die leichte Schulter. Moritz Hölzer: „Mit den Güssing Blackbirds wartet ein erfahrenes und gutes Team auf uns. Wir wollen mit Energie auftreten, als Team zusammenarbeiten und unsere Stärken ausspielen, um den nächsten Schritt in die richtige Richtung zu machen. Wenn wir unseren Gameplan durchziehen und geschlossen auftreten, können wir zeigen, dass wir in dieser Liga jeden Gegner fordern können.“

Ein weiteres Spitzenspiel ist die Begegnung von Vienna United und Tabellenführer Mistelbach Mustangs. Die Wiener wollen nach der überraschenden Niederlage wieder in die Erfolgsspur zurückfinden, während die Mustangs ihre weiße Weste behalten wollen. Liganeuling BK Rapid empfängt an diesem Wochenende die Vienna Timberwolves zum Hauptstadtderby.

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Flames gehen verstärkt ins Wien-Derby in der BDSL

Die win2day Basketball Damen Superliga kam mit viel Schwung aus dem überragenden Nationalteam-Window zurück – und so darf es auch gerne am 8. Spieltag weitergehen. Dieser bringt die Begegnungen BK Raiffeisen Duchess gegen UBSC-DBBC Graz, Basket Flames Women gegen Vienna United Women (Samstag) sowie DBB Wels gegen Vienna Timberwolves Women (Sonntag).

Mit besonders viel Interesse werden Fans des heimischen Damenbasketballs und auch gegnerische Mannschaften am Samstag das Debüt von Rebekka „Bekki“ Kalaydjiev bei den Flames beobachten. Die Wienerinnen gehören heuer zu den Top-Teams und konnten Anfang des Monats lange mit UBI Holding Graz mithalten. Dass sie nun deren ehemalige Spielmacherin verpflichten konnten, macht die Flammen nur noch gefährlicher und das Dreier-Rennen an der Tabellenspitze (gemeinsam mit den ungeschlagenen BK Raiffeisen Duchess) zusätzlich spannend. Zur Erinnerung: Die 26-jährige Aufbauspielerin legte in der Vorsaison für UBI 13 Punkte, 6 Assists und 5 Rebounds auf – sie könnte also genau jene Ruhe ins Spiel der jungen Wienerinnen bringen, die dort noch manchmal fehlt. Gegen die heuer sieglosen Vienna United Women sollte am Samstag ein Auftakt nach Maß gelingen.

Mit Interesse verfolgt haben diese Entwicklung zweifellos die Tabellenführerinnen aus Klosterneuburg, die am Samstag UBSC-DBBC Graz empfangen. Die Niederösterreicherinnen müssen dabei ohne Teamleaderin Michaela Wildbacher auskommen, die sich während des Nationalteam-Spiels in der Schweiz das Kreuzband gerissen hat und damit länger ausfällt. Mit Graz kommt ein junges, aggressives Team ins Happyland, das mit Annika Neumann, Christina Köppel und Ajla Meskic über individuelle Qualität verfügt. Klosterneuburg-Spielerin Karla Theodorovics will die Gegnerinnen daher nicht unterschätzen: „Aufgrund des letzten Spiels in Graz wissen wir: Sie kämpfen bis zum Schluss und sind offensiv sowie defensiv gut aufgestellt. Wir haben jedoch in den letzten Wochen intensiv trainiert und uns verbessert. Wir wollen als Team auftreten und erneut einen Heimsieg erzielen.“ Ähnlich motiviert die Grazerin Sabrina Werner: „Wir gehen mit Respekt, aber auch mit großem Selbstvertrauen in die Partie und wollen als Team alles geben.“

Zu Ende geht der 8. Spieltag am Sonntag mit dem Duell DBB Wels gegen Vienna Timberwolves Women. Für die Oberösterreicherinnen geht es darum, den Anschluss an die Top-3 nicht zu verlieren, während die Wienerinnen den Tabellenkeller gerne hinter sich lassen würden. Wolves-Topscorerin Inga Orekhova bekommt es somit auswärts mit ihrem Ex-Team zu tun. Wollen die Wölfe überraschen, müssen sie sich etwas gegen die Schwedin Fatoumata Jallow, momentan drittbeste Scorerin der Liga, einfallen lassen.

Alle Spiele werden live auf basketballaustria.tv übertragen.

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40 Prozent vom Dreier und sechs Kilo mehr Muskeln:
Was Starlin Inoa Gil heuer so stark macht

Die Raiffeisen Flyers Wels führen am Ende der Hinrunde gemeinsam mit den UNGER STEEL Gunners Oberwart und den BK Karbon-X Dukes die Tabelle an.

Viel wurde bereits geschrieben über den heuer noch aggressiveren und schnelleren Basketball der Oberösterreicher, Leader wie Marcus Azor und Christian Von Fintel, die dabei den Ton angeben – und die Frage, ob dieser Spielstil auch in der Postseason zu Erfolgen führen kann. Was dabei gerne übersehen wird: Der eigentliche Star der Welser ist in dieser Spielzeit deren tiefer Kader. Die Rotation von Head Coach Sebastian Waser umfasst zehn Spieler, von denen sieben zumindest sieben Punkte auflegen. Dieses Kollektiv ermöglicht es den Flyers, so intensiv zu spielen wie kaum ein anderes Team der win2day Basketball Superliga. Einer, der sich nahtlos darin einfügt, ist der 22-jährige Starlin Inoa Gil. Der österreichische Eigenbauspieler hat sich das Vertrauen des Welser Coaching-Staffs in den vergangenen Jahren hart erarbeitet und machte zuletzt wiederholt mit zweistelligen Scoringleistungen auf sich aufmerksam. Basketball Austria hat mit dem vielseitigen Forward über Offseasons zwischen Kraftkammer und karibischen Freiplätzen gesprochen, seine Rolle in Wels – und was man sich dort diese Saison noch erwarten darf.

Basketball Austria: Starlin, du giltst seit Jahren als großes heimisches Talent, hast dich beim Welser Farmteam, den Upper Austrian Ballers, und mit sporadischen BSL-Einsätzen hochgearbeitet. Heuer klappt es mit der fixen Rolle im Team. Wieso ausgerechnet jetzt, wo ihr das vielleicht tiefste Team der Liga seid und die Tabelle mit Gunners und Dukes anführt? Was ist heuer anders, dass du plötzlich so wichtig bist für deine Mannschaft?
Starlin Inoa Gil: Ich hatte mit dem Teamvorstand ein Meeting, bei dem wir über meine Weiterbildung gesprochen haben. Geplant war, dass ich letztes Jahr schon mehr Verantwortung übernehme, aber leider habe ich mich verletzt und als ich zurückkam, hatte ich es mit Damion Rosser und Radi Caisin – zwei MVP-Kandidaten auf meiner Position – nicht leicht. Ich habe die Situation sofort angenommen und weiter hart gearbeitet. Somit konnte ich Vertrauen von meinem Coach gewinnen und jetzt eine größere Rolle ausfüllen.

Du hast in der noch recht jungen Saison bereits mehrfach zweistellig gescort, triffst fast 40 Prozent vom Dreier. Ihr spielt so schnell und aggressiv – ein vielseitiger Forward, der innen und außen scoren kann, ist da Gold wert. War es ein Fokus von dir/eurem Coaching-Staff, dass du offensiv heuer den nächsten Schritt machst? Wie siehst du denn deine Rolle in der Mannschaft?
Ja, es war auf jeden Fall ein Ziel, offensiv den nächsten Schritt zu machen. Meine Rolle ist, dass ich extrem viel Energy mitbringe, sehr physisch spiele – sei es am Rebound oder beim Sperren-Setzen – und dass ich meine Würfe, an denen ich täglich arbeite, im Spiel nehme.

Woran hast du im Sommer generell gearbeitet? Was wurde in deinen Augen besser, wo ist noch Luft nach oben?
Ich habe wieder extrem viel Fokus auf meinen Wurf gelegt, da ich ein paar Sachen umstellen musste. Auch im Kraftraum wurde extrem viel gearbeitet. Ich habe im 3×3 defensiv von meinem Coach, der den “Defensive-Player-of-the-Year”-Award in der BSL gewonnen hat (Wels-Kapitän und 3×3-Nachwuchs-Nationaltrainer Christian Von Fintel, Anm.), dazugelernt. Dementsprechend habe ich die Kleinigkeiten mit dem Wurf hinbekommen, in der Kraftkammer konnte ich Gewicht draufpacken – um genau zu sein sechs Kilo. Ich musste mich zuerst zurechtfinden, da man am Feld merkt, dass man schwerer geworden ist. Dafür bin ich natürlich stärker und stabiler geworden. Defensiv habe ich theoretisch viel mitgenommen. Ich versuche und lerne gerade, es praktisch umzusetzen, und würde auch sagen, dass das der nächste Schritt sein wird – und ich das ebenfalls hinbekomme.

Wie zufrieden bist du mit eurer Teamleistung bisher? Die Tabelle spricht natürlich für sich, ihr wart aber auch vergangene Saison in der Regular Season extrem stark und dann hat es nicht gereicht. Ist euch gegen Ende ein bisschen die Luft ausgegangen? Wie wollt ihr verhindern, dass das heuer erneut passiert?
Mit der Teamleistung bin ich sehr zufrieden, wir arbeiten hart, bereiten uns auf die Spiele echt gut vor und haben eine sehr gute Teamchemie. Ich würde nicht sagen, dass uns die Luft ausgegangen ist. Eisenstadt hat extrem gut gespielt. Das haben sie in der Serie nach uns ebenfalls bewiesen. Meiner Meinung nach waren sie einfach bereiter als wir und als sie gesehen haben, dass sie eine Chance haben, haben sie auch nicht gezögert und angegriffen. Ich denke, sie haben die Sachen extrem gut gemacht, die nicht am Papier stehen. Ob man so etwas verhindern kann, weiß ich nicht. Ich würde sagen, wir müssen von der ersten Sekunde an bereit sein – egal, was auf uns zukommt. Und das werden wir auch sein.

Ihr seid bei den Teamstatistiken (PPG, RPG, APG, SPG) fast überall ganz vorne dabei, nur die Dreierquote ist ausbaufähig. Bekommt ihr da nicht die Würfe, die ihr wollt? Sind die Dreier bisher einfach nicht gefallen oder fehlen euch heuer bei den Teamleadern echte Shooter?
Ich denke, es liegt gerade daran, dass wir den Ball etwas früher zu den freistehenden Werfern bringen müssen und wir besser lesen müssen, ob jetzt wirklich ein Wurf da ist. Unsere Wurfauswahl hat noch etwas Spielraum, aber das kommt auch noch. Unsere Aufbauspieler machen einen echt guten Job. Wir müssen einfach über gewisse Situationen genauer reden und klarstellen, was sich jeder denkt – ob jetzt der Wurf da war oder nicht. Shooter haben wir, ich sehe es täglich im Training. Ich würde sagen, es ist die Arbeit vor dem Wurf und die Wurfauswahl.

Du vertrittst Österreich auch immer wieder im 3×3. Hast du das weiterhin vor? Und profitierst du davon auch im 5-gegen-5?
Es ist mir jedes Mal eine Ehre, Rot-Weiß-Rot zu tragen – egal ob im 5-gegen-5 oder im 3×3. Auf jeden Fall freue ich mich über jede Einberufung und gebe mein Bestes, Österreich zu repräsentieren. Ich profitiere auf jeden Fall vom 3×3, auch wenn das Spiel komplett anders ist und sich viele taktische Regeln unterscheiden. Es ist die Härte und die Ausdauer, die es im 3×3 braucht – das ist ein Wahnsinn. Es ist extrem viel Kontakt erlaubt und es wird mittlerweile echt schnell gespielt. Das hilft mir natürlich für den Fullcourt enorm.

Abschließend noch etwas persönlichere Fragen: Du hast Wurzeln in der Dominikanischen Republik und bist im Sommer immer noch hin und wieder dort. Wie ist die lokale Basketballszene? Hast du dort schon gespielt? Was ist anders, was konntest du mitnehmen? Wäre es eine Option, dort einmal professionell zu spielen?
Meine Eltern sind beide in der Dominikanischen Republik geboren. Mein Vater war dort auch als Profibasketballer unterwegs. Die lokale Basketballszene ist extrem – die Hallen sind voll mit bis zu zwölftausend Zuschauern, die alle extrem Stimmung machen. Ich habe noch nie professionell in der Dominikanischen Republik gespielt, aber als ich im Urlaub war, durfte ich dort mit einem U22-Team mit den Besten der Stadt mittrainieren. Sie waren alle extrem freundlich und arbeiten sehr hart. Ich habe dort auch einen Trainer der Mannschaft zur Verfügung gestellt bekommen, damit ich abseits vom Training individuell arbeiten kann.

Ich würde sagen, dass es in der Dominikanischen Republik etwas unkontrollierter zugeht: weniger Spielzüge, viel Transition und frühe Würfe. Dafür ist die Liga viel schneller und athletischer. Die Spieler sind extrem flink auf den Füßen und haben alle echt gute Skills. Die Kinder auf den Streetcourts erzählen mir, sie spielen von 16 Uhr am Nachmittag bis 2 Uhr in der Früh und laufen dann schnell nach Hause, weil sie Angst im Dunkeln haben. Noch dazu spielen viele Kinder barfuß mit extrem abgenutzten Bällen – aber die Leidenschaft zum Sport verlieren sie nicht. Sie lieben alle Basketball und die ganze Stadt kennt dich, wenn du dort als Profi tätig bist.

Ich konnte in sehr kurzer Zeit extrem viel mitnehmen, durfte auch mit Ex-NBA-Spieler Felipe Lopez, der den Spitznamen „Dominican Jordan“ trägt, Gespräche führen. Er ist natürlich eine Inspiration für uns. Dort einmal professionell zu spielen, ist eine Option für mich – ich war auch schon mit einigen Vereinen aus dem ganzen Land in Gesprächen. Es gibt mehrere professionelle Ligen im Land und die stärkste davon findet im Sommer statt.
 
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weiterführende Links:
– zum Sportreport Basketball-Kanal

28.11.2025


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