Die Raiffeisen Flyers Wels haben für die bislang größte Sensation der diesjährigen Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo gesorgt.
Die Oberösterreicher schalteten in einem dramatischen Halbfinale Top-Favorit BC Vienna aus und erreichten zum dritten Mal in Serie das Endspiel. Beim 95:89 machten die Flyers angeführt von Top-Scorer Marcus Azor (35 Punkte, 9 Assists) einen 13-Punkte-Rückstand wett und jubelten am Ende doch noch über den Sieg.
Das Team von Coach Sebastian Waser trifft am Sonntag (18:00 Uhr) auf die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg, die mit ihrem siebenten Triumph mit Rekord-Cupsieger Gmunden gleichziehen könnten. Bei den Damen bekommen es die BK Raiffeisen Duchess Klosterneuburg mit den Basket Flames zu tun. (15:30 Uhr) Das Finale der Rollstuhl-Herren bestreiten die Flinkstones Graz und die Sitting Bulls Klosterneuburg (12:00 Uhr). ORF Sport+ überträgt ab 15:30 Uhr live.
Angefeuert von ebenso zahlreichen wie lautstarken Fans „hoben“ die Flyers, die auf CJ Rollins verzichten mussten, gleich zu Beginn des Spiels ordentlich ab. Mit hohem Tempo und starken Trefferquoten outscorten die Oberösterreicher die Top-Favoriten aus Wien in den ersten acht Minuten 26:15.
Erst kurz vor der ersten Viertelpause nahm die Offense des BC Vienna dann ihrerseits Fahrt auf. Der zweite Spielabschnitt gehörte den Mannen aus der Bundeshauptstadt, die – mit den ABA-Assen Simas Jarumbauskas, Samuel Hunter, Lovre Runjic und Gregor Glas aber ohne den verletzten Borislav Mladenov – ihre Qualitäten ausspielten und bis zur Pause in dominanter Manier auf 51:40 davonzogen.
In Halbzeit zwei waren es dann erneut die Welser, die besser aus der Kabine kamen. Starke Defensiv-Aktionen bildeten das Fundament für eine spektakuläre Aufholjagd, die die Oberösterreicher vor dem Schlussviertel bis auf 62:63 heranbrachte. Die letzten zehn Minuten starteten mit einem erfolgreichen Dreier von Christian von Fintel, der die erste Führung für die Außenseiter seit dem zweiten Viertel bedeutete und eine dramatische Schlussphase einleitete.
Teilweise ohne Elvir Jakupovic, Christian von Fintel und Starlin Inoa Gil, die jeweils ausfoulten, sowie mit den nach Zusammenstößen sichtlich angeschlagenen Saiquan Jamison und Gavrilo Tepic erspielte sich Wels eine knappe Führung, die bis zum Ende hielt. Am Ende hieß es 95:89 für die Flyers, die zum dritten Mal in Serie ins Finale einzogen und am Sonntag (18:00 Uhr) gegen Kapfenberg um ihren zweiten Titel nach 2024 kämpfen.
„Erfolg ist nicht hoch genug einzuschätzen“
„Wir sind überglücklich, damit hat niemand gerechnet, außer wir selbst. Wir haben unseren Gameplan perfekt umgesetzt und einen perfekten Team Effort gezeigt“, jubelte Starlin Inoa Gil. Coach Waser ergänzte: „Wir wussten, dass wir nur eine Chance haben, wenn wir im ersten Viertel zubeißen. Dass wir uns dann in der zweiten Halbzeit in einen Rausch geworfen haben, war auch unserem Herz und Kampfgeist geschuldet. Unser Erfolg ist nicht hoch genug einzuschätzen. Es ist unglaublich, dass wir zum dritten Mal in Folge im Finale stehen.“
Der BC Vienna war hingegen nach dem überraschenden Aus bedient: „Wir haben die Zügel aus der Hand gegeben. Wels hat verdient gewonnen“, so Rasid Mahalbasic.
Am Sonntag finden die Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo mit drei Titelentscheidungen ihren Höhepunkt. Den Anfang machen die Rollstuhl-Männer der Flinkstones Graz und der Sitting Bulls Klosterneuburg (12:00 Uhr), gefolgt vom Endspiel der Damen (15:30 Uhr), wo die BK Raiffeisen Duchess Klosterneuburg auf die Basket Flames treffen. Schlusspunkt ist dann um 18:00 Uhr das Endspiel der Herren zwischen Wels und den Hefte Helfen Bulls Kapfenberg.
Bulls nehmen Gunners auf die „Hörner“ und ziehen ins Cup-Finale ein
Die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg bekommen am Sonntag die Chance, mit Rekord-Cupsieger Gmunden gleichzuziehen. Die sechsfachen Champions feierten im Rahmen der Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo einen 75:60-Halbfinal-Erfolg über die Unger Steel Gunners Oberwart und zogen ins Endspiel um den wichtigsten heimischen Pokal-Bewerb ein. Maßgeblichen Anteil am Sieg hatten Andrew Jones (22 Punkte) und Taye Fields (20), die ihr Team beim Scoring anführten und die elfte Finalteilnahme in der Klubgeschichte – die erste seit 2020 – perfekt machten. Die unterlegenen Burgenländer, die sich den Bulls erstmals seit neun Spielen wieder geschlagen geben mussten, scheiterten vor allem an der mageren Wurfausbeute.
Zwar kam es bei der Anreise beider Teams verkehrsbedingt noch zu erheblichen Verzögerungen, auf dem Feld ließen die Akteure ihre Fans dann aber nicht lange warten. In einem intensiven ersten Viertel drückten Kapfenberg und Oberwart aufs Tempo.
Beim Comeback von 3×3-Star Quincy Diggs, der vor wenigen Tagen mit einem Kurzzeit-Vertrag ausgestattet worden war und als sechster Mann von der Bank kam, führten die Gunners nach dem ersten Viertel mit 16:12. Für das erste Highlight sorgte aber Bulls-Spieler Andrew Jones mit einem krachenden Dunk gegen Ende der ersten zehn Minuten.
Unter anderem Dank verbesserter Trefferquote und klaren Vorteilen im Rebounding starteten die Steirer im zweiten Viertel einen Lauf, der die Führung brachte. Getragen wurden die Bulls in dieser Phase von den Legionären Jones (13), Taye Fields (11) und Ryan Lobreau (10) – das Trio hatte bereits zum Seitenwechsel jeweils zweistellig angeschrieben.
Oberwart ließ allerdings nicht locker und blieb auch dank zehn Punkten von Glenn Taylor Jr. in Schlagdistanz. Mit 31:39 aus Sicht der Burgenländer ging es in die Kabinen.
Kapfenberg mit Vorteilen am Rebound und bei der Trefferquote
Zu Beginn des dritten Viertels stockte bei beiden Teams zunächst der Offensiv-Motor. Während die Bulls ihren Rhythmus gegen Ende des Spielabschnitts aber wiederfanden, bekamen die Gunners ihre Probleme im Scoring nicht in den Griff. Der Vorsprung der sechsfachen Cup-Champions aus der Steiermark wuchs auf 58:45 an.
Ohne ihren Top-Scorer Nate Pierre-Louis, den man vor dem Jahreswechsel ziehen lassen musste, stand Oberwart im Schlussviertel vor einer Mammut-Aufgabe. Als der Spielstand knapp sechs Minuten vor Spielende immer noch ein 13-Punkte-Defizit aufwies, schwanden die Chancen der amtierenden Meister, den Kapfenbergern die zehnte Niederlage im direkten Duell nacheinander zuzufügen. Für ein spätes Comeback reichte dann auch die Trefferquote – vor allem von „Downtown“ (17%) – nicht aus.
Schlussendlich spielte Kapfenberg den Sieg souverän nach Hause. Das 75:60 war gleichbedeutend mit der elfte Finalteilnahme in der Klubgeschichte.
Bulls nehmen Cup-Rekord ins Visier
„Wir haben am defensiven Rebound gut gearbeitet und die 50:50-Bälle gewonnen, dadurch haben wir das Spiel auf unsere Seite ziehen können“, sagte Bulls-Akteur Tobias Schrittwieser, der sich bei beiden Fanlagern für die großartige Stimmung bedankte. Einen Wunschgegner für das Finale gibt es nicht: „Wir haben mit beiden Teams eine Rechnung offen.“
Im ersten Cup-Endspiel seit 2020 gibt es für die Steirer am Sonntag ein „Date mit der Geschichte“. Mit einem Erfolg über die Raiffeisen Flyers Wels oder den BC Vienna – das zweite Halbfinale findet erst am Samstag-Abend (nicht vor 18:30 Uhr) statt – würde das Team von Coach Klym Artamonov mit Rekord-Cup-Sieger Gmunden (7) gleichziehen.
Die Basketball Austria Cup Finals 2026 gehen am Nachmittag mit den zweiten Semifinals zwischen Klosterneuburg und UBI Graz (Damen) beziehungsweise zwischen Wels und Vienna (Herren) weiter. Alle Spiele werden live bei basketballaustria.tv übertragen.
Nach Semifinal-Krimi gegen Graz: Duchess folgen Flames ins Finale
Die erste Finalpaarung bei den diesjährigen Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo ist perfekt. Die BK Raiffeisen Duchess Klosterneuburg siegten im zweiten Semfinale der Damen gegen UBI Holding Graz knapp 83:79 (40:32) und folgten den Basket Flames ins Endspiel (Sonntag, 15:00 Uhr, ORF Sport+). Das Spitzenspiel wurde den hohen Erwartungen gerecht. Die Entscheidung brachten erst zwei verwandelte Freiwürfe von Top-Scorerin Sigrid Koizar (24) 2,2 Sekunden vor dem Ende. Den Grazerinnen genügten 37 Zähler von Neuzugang Jade Hill nicht.
Die win2day BDSL-Tabellenführerinnen aus Klosterneuburg erwischten einen Traumstart in das mit Spannung erwartete Spitzenspiel der beiden besten heimischen Teams.
Nach etwas weniger als vier Minuten stand bereits ein 8:0 für die Duchess auf der Anzeigetafel. Dem verhaltenen Beginn ließ dann aber auch UBI Graz Taten folgen. Die Steirerinnen starteten ihrerseits einen 10:3-Run und kamen so kurzfristig bis auf 10:11 heran. Anschließend waren aber wieder die Niederösterreicherinnen an der Reihe und bauten den Vorsprung zum Ende des ersten Viertels noch einmal auf 22:15 aus.
Diesem Rückstand liefen die Steirerinnen in der Folge lange hinterher. Zwar überragte US-Neuzuggang Jade Hill, die erst vor rund drei Wochen verpflichtet worden war, mit insgesamt 37 Punkten. Die Klosterneuburgerinnen, die die Scoring-Last auf die Schultern von Sigi Koizar (24), Sina Höllerl (18) und Victoria Matzka (11) ein wenig breiter verteilten, ließen ihre Kontrahentinnen aber bis zur Pause (40:32) nicht herankommen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild in der Sport Arena Wien zunächst kaum, jedoch setzten sich die Titelverteidigerinnen langsam, aber sicher Punkt für Punkt ab. Fünf Minuten vor dem Ende des Spiels betrug der Vorsprung der Duchess 75:61.
Graz verpasst Comeback-Win hauchdünn
Die Schlussoffensive der Grazerinnen hatte es aber dann in sich. Eine Minute vor dem Ende stand es nach einem 18:6-Lauf nur noch 81:79 für die Duchess. Beim vermeintlich letzten Angriff des Spiels verpasste Khrystyna Kulesha ihren Dreipunkter und damit den Comeback-Win. Auf der Gegenseite verwandelte Sigi Koizar zwei Freiwüre souverän und legte das Spiel 2,2 Sekunden vor Schluss endgültig auf Eis – 83:79.
„Wir waren konstanter in der Defense, haben unseren Gameplan besser umgesetzt und sind froh, dass es am Ende geklappt hat“, sagte Höllerl, auf die morgen das Final-Matchup mit ihrem Vater wartet. Stefan Höllerl ist Coach der Basket Flames, die am Vormittag ihr Semifinale gegen UBSC-DBBC Graz 72:47 gewannen. Die ÖBV-Nationalspielerin betonte jedoch: „Es ist ein Spiel wie jedes andere auch. Ich fokussiere mich auf mich und unser Spiel. Es macht unglaublichen Spaß, mit diesem Team Basketball zu spielen.“
Bei den Herren wird der Final-Gegner der Hefte Helfen Bulls Kapfenberg (75:60 gegen Oberwart) im letzten Semfinale des Abends zwischen den Raiffeisen Flyers Wels und dem BC Vienna (19:00 Uhr) ermittelt. Am Sonntag erreichen die Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo mit den Finalspielen der Rollstuhl-Profis, sowie der Damen und Herren ihren Höhepunkt. ORF Sport+ überträgt ab 15:30 Uhr live.
„Flames-Show“ zum Auftakt der Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo
Die Basket Flames sind die ersten Finalistinnen des diesjährigen Basketball Austria Cups der Damen. Die Wienerinnen gewannen zum Auftakt der Basketball Austria Cup Finals in der Sport Arena Wien das Halbfinale gegen die Außenseiterinnen vom UBSC-DBBC Graz klar mit 72:47 (39:15). Überragende Spielerin auf Seiten der Siegerinnen war Pia Jurhar mit elf Punkten, 17 Rebounds und vier Blocks. Die Final-Gegnerinnen der Flames werden am Nachmittag im Duell der beiden heimischen Top-Teams UBI Holding Graz und Titelverteidiger BK Raiffeisen Duchess Klosterneuburg (nicht vor 16:00 Uhr) ermittelt.
Nächstes Highlight beim ersten großen (Basketball-)Event des neuen Sportjahres ist aber zuvor noch das erste Semifinale der Männer zwischen den Hefte Helfen Bulls Kapfenberg und Unger Steel Gunners Oberwart (14:00 Uhr). Den Schlusspunkt bildet am Samstag die Begegnung Raiffeisen Flyers Wels gegen Titelfavorit BC Vienna (nicht vor 18:30 Uhr). Alle Spiele werden live auf basketballaustria.tv übertragen, die Endspiele am Sonntag sind dann auch live auf ORF Sport+ zu sehen.
Es war ein würdiges Auftakt-Spektakel, das die Damen der Basket Flames und des UBSC-DBBC Graz dem Publikum in der Sport Arena Wien boten.
Vor allem die Flames legten bei ihrer zweiten Finals-Teilnahme in Serie los, wie die sprichwörtliche Feuerwehr. In der Offensive scorten die Wienerinnen zu Beginn mit fast jedem Ballbesitz und in der Defensive forcierten Neuerwerbung Rebekka Kalaydjiev und ihre Kolleginnen Fehlwürfe und Turnovers – die frühe 15:0-Führung war die Folge. Erst Mitte des ersten Viertels legten die Steirerinnen dann ein wenig von der Anfangsnervosität ab. Während einige Dreier ihr Ziel fanden, sahen die Grazerinnen „Inside“ aber wenig Licht. Der erste Abschnitt ging mit 28:10 klar an die Wienerinnen.
Die Dominanz der Flames setzte sich anschließend fort. Vor allem auf den großen Positionen, wo Helena Linder und Pia Jurhar nicht zu halten waren, lagen die Vorteile klar auf Seiten der Favoritinnen. Bis zum Seitenwechsel wuchs der Vorsprung auf 24 Zähler (39:15) an, was die Vorentscheidung bedeutete.
Kampf der ersatzgeschwächten Grazerinnen unbelohnt
Graz bot jedoch, angeführt von Top-Scorerin Nikolina Kupres (15), auch in der zweiten Halbzeit einen aufopferungsvollen Kampf. Bei der stark ersatzgeschwächten Truppe von Coach Edvin Brkic, bei der auch Obfrau Maria Repelnig auf dem Feld aushelfen musste, schwanden dann aber immer mehr die Kräfte. „Ich bin dennoch stolz auf unsere junge Truppe. Wir haben viel Kampfgeist gezeigt“, sagte Repelnig
Schlussendlich zogen die Flames mit einem klaren 72:47-Erfolg ins Cup-Endspiel ein. Jurhar unterstrich: „In der ersten Halbzeit haben wir gezeigt, was wir können. Das war ein gutes Omen für das morgige Finale. Wenn wir unsere Geschwindigkeit ausspielen, vor allem in Fastbreak-Situationen, sind wir gut dabei.“
„Familien-Duell“ im Endspiel?
Im Finale (Sonntag, 15:30 Uhr, ORF Sport+) könnte es für Flames-Coach Stefan Höllerl zu einem besonderen Duell kommen. Der Trainer der aktuellen Superliga-Dritten könnte auf seine Tochter Sina treffen. Die ÖBV-Nationalspielerin im Jersey der Raiffeisen Duchess Klosterneuburg bekommt es im zweiten Semifinale mit UBI Holding Graz zu tun. Das Spitzenspiel der Damen ist im dichten Samstags-Zeitplan der Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo eingebettet zwischen den Halbfinalspielen der Männer zwischen Kapfenberg und Oberwart (14:00 Uhr) sowie Wels und Vienna (nicht vor 18:30 Uhr).
Presseinfo
Basketball Austria
03.01.2026