Die 17. Runde der win2day Basketball Superliga brachte nach der Cup-Pause keine Entspannung im engen Tabellenbild.
Während Tabellenführer Oberwart im Topspiel in Klosterneuburg reüssierte und als erstes Team fix das Play-off-Ticket löste, setzten auch Wels, Traiskirchen und Kapfenberg wichtige Ausrufezeichen im Kampf um die Top-6.
Im Duell bei den BK Karbon-X Dukes bestätigten die UNGER STEEL Gunners Oberwart ihre Stellung als Ligaprimus. Trotz zahlreicher Ausfälle und ohne Headcoach Damir Zeleznik hielten die Dukes den Meister allerdings über weite Strecken auf Augenhöhe, führten zur Pause sogar knapp. Erst im Schlussviertel setzte sich die individuelle Klasse der Burgenländer durch – Oberwart traf die entscheidenden Würfe und siegte mit 71:66.
Mit diesem Erfolg bleiben die Gunners nicht nur Tabellenführer, sondern qualifizieren sich als erstes Team fix für die Play-offs. Glenn Taylor Jr. (14) und Daniel Köppel (12) führten eine ausgeglichene Oberwarter Mannschaft beim Scoring an, bei den Dukes ragte Michael Holton Jr. mit 20 Punkten heraus. Dukes-Kapitän Benjamin Blazevic gab sich nach Spielende fair: „Gratulation an Oberwart, sie haben im letzten Viertel in den wichtigen Phasen besser exekutiert als wir und dadurch gewonnen.“
Flyers zittern sich zum Heimsieg
Die Raiffeisen Flyers Wels wurden ihrer Favoritenrolle gegen Schlusslicht Panthers Fürstenfeld am Ende zwar gerecht, mussten nach dominanter erster Hälfte aber noch zittern. Nach +20 zur Pause ließen die Oberösterreicher die Zügel schleifen, Fürstenfeld kämpfte sich bis auf einen Punkt heran. Erst in der Crunchtime machten die Flyers den Sack zu und siegten mit 80:75.
Ausschlaggebend war die Rebound-Überlegenheit der Welser – allen voran Saiquan Jamison mit 12 Punkten und 25 Rebounds. „Wir haben uns das Leben schwerer als nötig gemacht“, resümierte Flyers-Coach Sebastian Waser, während Panthers-Trainer Pit Stahl den Kampfgeist seines Teams hervorhob.
Traiskirchen feiert Kantersieg und vierten Erfolg in Serie
Ein echtes Ausrufezeichen setzten die druck.at Traiskirchen Lions im Heimspiel gegen den BC Vienna. Die Niederösterreicher, angeführt vom zurückgekehrten Benedikt Güttl, überrollten die Wiener von Beginn an und feierten mit 107:62 ihren vierten Sieg in Folge.
Bereits nach dem ersten Viertel (31:8) war die Partie vorentschieden. Traiskirchen traf starke 48 Prozent von außen, dominierte die Rebounds und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Kris Monroe (21 Punkte, 10 Rebounds) und Davids Viksne (19) waren die Topscorer im Rahmen einer geschlossenen Mannschaftsleistung.
Punkterekord in Kapfenberg
Auch die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg meldeten sich nach der Cup-Enttäuschung eindrucksvoll zurück. Im Duell mit den Raiffeisen Swans Gmunden gelang ein souveräner 78:64-Heimsieg. Nach ausgeglichener Anfangsphase übernahmen die Bulls im zweiten Viertel das Kommando und ließen die Gäste nicht mehr entscheidend herankommen.
Überragender Mann des Abends war Quinton Green mit 45 Punkten, darunter 7 Dreier. „Das war die richtige Reaktion nach der Cup-Niederlage“, zeigte sich der US-Guard zufrieden, der zugleich einen neuen Punkterekord bei den Bulls aufstellte.
B2L: Kufstein dominiert das Topspiel
Salzburg mit wichtigem Sieg im Playoff-Rennen
Der 13. Spieltag der Basketball Zweite Liga brachte klare Verhältnisse an der Spitze und noch mehr Spannung im Tabellenmittelfeld. Während die Pirlo Kufstein Towers das Topduell im Westen eindrucksvoll für sich entschieden, sammelten Salzburg und Mattersburg im engen Playoff-Rennen wichtige Zähler. Im Osten unterstrich Vienna United mit einem deutlichen Auswärtssieg seine Ambitionen.
Das Spitzenspiel begann aufgrund eines Staus mit Verspätung – sportlich waren die Rollen aber rasch verteilt. Die Towers erwischten einen Traumstart und führten bereits nach zehn Minuten mit 33:18. Die Wörthersee Piraten fanden nie wirklich in ihren Rhythmus, während Kufstein mit starker Wurfausbeute, solider Defense und wenigen Ballverlusten das Spiel somit früh entschied.
Drei Tiroler knackten die 20-Punkte-Marke – Pauls Miglinieks (22), Mate Horvath und Daniele Kuchar (je 21) –, bei den Gästen stemmten sich Marcus Holyfield (26) und Elias Podany (19) weitgehend allein gegen die Niederlage. Mit dem 92:70 behauptet Kufstein souverän die Tabellenführung im Westen.
Salzburg mit wichtigem Heimsieg
Im Playoff-Kampf gelang der BBU Salzburg ein wertvoller 83:74-Erfolg gegen die SWARCO RAIDERS Tirol. In einer engen Partie setzten sich die Mozartstädter im Schlussviertel ab – dank hoher Energie, starker Dreierquote (44,5 Prozent) und 22 erzwungener Ballverluste der Gäste. Salzburg festigt damit Rang vier im Westen.
Ein Herzschlagfinale lieferten sich KOS Celovec und die Raiffeisen Mattersburg Rocks. Nach einer Aufholjagd der Kärntner entschied Mattersburg das Spiel hauchdünn mit 81:79 für sich.
„Meine Jungs haben 40 Minuten lang hart gespielt, auch wenn wir im letzten viertel ein paar Fehler gemacht und dadurch dem Gegner ein Comeback ermöglicht haben. Aber am Ende haben wir als Team gewonnen“, so Rocks-Coach Cosmin Blagoi. KOS-Spieler Samuel Seher bilanzierte: „Wir haben leider mit der falschen Energie angefangen, haben uns aber über die Viertel zurückgekämpft. Am Ende war es ein ganz knappes Spiel, in dem wir den letzten Wurf verfehlt haben.“
Marin Sliskovic (26) führte das Comeback der Gastgeber an, Mattersburg konterte mit einem starken Aleksandar Andjelkovic (28 Punkte, 8 Rebounds).
Im Osten setzte sich Vienna United klar bei den Haustechnik Güssing Blackbirds durch. Beim 88:59 dominierten die Wiener vor allem offensiv, Mathias Mailath-Pokorny glänzte mit 25 Punkten und 11 Rebounds. Auf Seiten der Gastgeber stemmte sich Martin Sömenek mit 28 Zählern und 12 Rebounds gegen die Niederlage.
win2day BDSL: Flames spielen in Graz groß auf
Duchess bleiben das Maß aller Dinge
Die erste Runde der win2day Basketball Damen Superliga nach den Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo stand im Zeichen klarer Statement-Wins: Die Basket Flames bestätigten ihre starke Form mit einem deutlichen Auswärtssieg in Graz, die BK Raiffeisen Duchess blieben auch ohne ihre Topscorerin ungeschlagen, und DBB Wels behauptete mit einem Arbeitssieg wichtige Punkte im Playoff-Rennen.
Mit viel Selbstvertrauen aus dem Cup-Wochenende reisten die Basket Flames nach Graz, um dort von Beginn an voll dagegenzuhalten. In einer defensiv geprägten ersten Halbzeit konnte sich kein Team absetzen, zur Pause lagen die Wienerinnen hauchdünn vorne. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch: Die Flames kamen ins Laufen, während UBI Holding Graz offensiv kaum noch Lösungen fand.
Angeführt von Spielmacherin und Ex-Grazerin Rebekka Kalaydjiev, die ihre Mitspielerinnen in Szene setzte, zogen die Flames davon. Pia Jurhar dominierte mit 19 Rebounds die Zone, während Lisa Ganhör, Helena Linder und Chiara Pavitsits hochprozentig verwerteten. Am Ende stand ein souveräner 67:45-Erfolg, mit dem die Flames ein kräftiges Ausrufezeichen im Kampf um die Spitzenplätze setzten.
In der zweiten Begegnung in Graz erwischte der UBSC-DBBC einen Fehlstart: Ein 3:25 im ersten Viertel stellte früh die Weichen. Zwar kämpften sich die Gastgeberinnen in der Folge zurück und präsentierten sich mit nur elf Ballverlusten diszipliniert, für die Wende reichte es jedoch nicht.
DBB Wels kontrollierte die Rebounds und ließ den Gegnerinnen kaum zweite Chancen. Maria Zulema Garcia Leon glänzte mit 19 Punkten, zwölf Rebounds und drei Blocks, Sophia Kuranovic lieferte eine überragende Allround-Leistung mit neun Punkten, 19 Rebounds und neun Assists. Der 61:53-Erfolg festigte die Position der Oberösterreicherinnen in den Top-3.
Duchess ziehen nach der Pause davon
Auch im Donauderby hielten die Außenseiterinnen zunächst gut mit. Die Vienna Timberwolves präsentierten sich wie schon im ersten Saisonduell kämpferisch und führten nach dem ersten Viertel sogar knapp. Die BK Raiffeisen Duchess, diesmal ohne Topscorerin Sina Höllerl, taten sich defensiv lange schwer und fanden erst gegen Ende der ersten Halbzeit ihren Rhythmus.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Titelverteidigerinnen jedoch ihre ganze Klasse: Mit einem 28:12 im dritten Viertel sorgten sie früh für die Vorentscheidung und ließen keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie. Am Ende stand ein verdienter 100:77-Erfolg – der neunte Sieg im neunten Spiel.
„Trotz vieler Krankheiten und Verletzungen in der Mannschaft haben wir es geschafft, uns gegen die starken Timberwolves durchzusetzen. In der ersten Halbzeit haben wir zwar am Rebound ein bissl geschwächelt, das haben wir dann besser in den Griff bekommen und mit einer guten Teamleistung den Sieg nach Hause gebracht“, erklärte Duchess-Spielerin Vicktoria Matzka nach der Partie.
Bei den Duchess verbuchten gleich drei Spielerinnen ein Double-Double: Sigrid Koizar (24 Punkte, 10 Assists), Iva Sanseovic (18 Punkte, 11 Rebounds) und Oryna Bolotnikova (12 Punkte, 12 Rebounds). Für die Timberwolves war Inga Orekhova mit 17 Zählern beste Werferin.
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10.01.2026







