
Der 18. Spieltag der win2day Basketball Superliga steht ganz im Zeichen des Kampfes um die Top 6.
Besonders brisant ist das Duell zwischen den Raiffeisen Swans Gmunden und den druck.at Traiskirchen Lions (live auf ORF Sport+). Beide Teams brauchen den Sieg im Kampf um die Viertelfinal-Qualifikation. Während die Swans aktuell Rang sechs halten, sind die Lions nach vier Siegen in Serie wieder voll im Rennen – nach langanhaltenden Verletzungssorgen endlich mit komplettem Kader und spürbarem Rückenwind.
Es ist das Schlüsselspiel des Wochenendes. Gmunden will am Sonntag gewinnen, um Platz sechs weiter zu festigen. Traiskirchen braucht den Erfolg, um im Rennen zu bleiben. Die Lions reisen mit vier Siegen in Folge und erstmals komplettem Kader an. Coach Benedikt Danek gibt die Marschrichtung vor: „Mit einem fitten Kader können wir noch effizienter arbeiten – wir werden auch in Gmunden voll auf Sieg spielen.“
Die Swans haben ihre letzten vier Heimspiele zwar gewonnen, allerdings gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Traiskirchen konnte aus den letzten 15 Gastspielen am Traunsee nur eines gewinnen – zuletzt im März 2024. Jerome Hunter steht vor seinem zehnten Double-Double der Saison, Daniel Friedrich ist bei Gmunden wieder fit, der Einsatz von Vuk Zivanovic bleibt fraglich.
„Um in Gmunden zu bestehen, muss man mental stark sein und kleine Runs schnell wegstecken – sonst ist die Partie gleich gelaufen“, weiß Lions-Kapitän Benedikt Güttl, der nach monatelanger Verletzungspause zuletzt sein Comeback feierte. Traiskirchen reist mit breiter Brust an, während die Swans ihre eigene Winning-Streak starten wollen, nachdem das nun schon länger nicht gelang. Alles deutet also auf ein richtungsweisendes Duell hin. Hier geht es zum Interview mit Löwen-Kapitän Güttl.
Donau-Derby
Nicht minder wichtig im Kapf um die Top-6 ist zweite Sonntagspartie: Der BC Vienna spielt zuhause, wo man seit vier Spielen in Serie ungeschlagen ist. Dennoch spricht die jüngere Bilanz im Hallmann Dome für den Sonntagsgegner, die Dukes. Die Niederösterreicher waren dort zuletzt nämlich zweimal erfolgreich. Klosterneuburg stellt zudem das zweitbeste Auswärtsteam der Liga. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt der Kader der Wiener, da offen ist, welche Spieler aus dem ABA-Team auflaufen.
Klar verteilte Rollen am Samstag
Für die Flyers ist das Gastspiel in St. Pölten ein weiterer wichtiger Schritt zur Absicherung einen Spitzenposition. Mit einem Sieg könnten die Oberösterreicher ihr Saisonziel, die Top-6, vorzeitig fixieren, sie reisen jedoch personell angeschlagen an. „Es ist zu hoffen, dass zumindest die kranken Spieler in den Kader zurückkehren, um unsere Rotation halbwegs hochhalten zu können“, sagt Coach Sebastian Waser. Fix fehlen wird CJ Rollins.
Der SKN befindet sich nach dem Abgang von Michael Holton Jr. im Umbruch und setzt verstärkt auf junge Spieler. Die Niederösterreicher haben ihre letzten vier Spiele verloren, gelten vor heimischem Publikum aber als unangenehm. Statistisch spricht vieles für Wels: Die Flyers entschieden die letzten drei direkten Duelle jeweils mit mindestens 20 Punkten für sich und dominieren den Rebound klar.
Auf die Jugend setzt auch ein weiterer Nachzügler: Eisenstadt geht nach einem weiteren Kaderumbau mit stark veränderter Rotation ins Spiel. „Nach unserem Umbruch fehlen uns vier Rotationsspieler – also heißt es: next man up“, erklärt Coach Felix Jambor und setzt auf den österreichischen Kern. Kapfenberg hingegen reist mit Top-Offensive an, muss jedoch weiter auf Center Andrew Screen verzichten. Bei den Bulls wird Vitaliy Zotov zurückerwartet. Auffällig: In den letzten vier Duellen dieser Teams setzte sich jeweils das Heimteam durch – eine Serie, die die Dragonz trotz klarer Außenseiterrolle am Leben halten wollen.
Letzter gegen Ersten
Letzter gegen Erster im traditionsreichen Derby. Die Gunners führen die Tabelle an und haben auch nach dem Abgang von Nate Pierre-Louis ihre letzten drei Spiele gewonnen. „Diese Resultate haben nur dann Wert, wenn wir sie bestätigen“, warnt Coach Horst Leitner. Ein „zweites St. Pölten“ – in Anspielung auf eine frühere Überraschungsniederlage – soll es nicht geben. Die Gunners müssen allerdings den Ausfall von Kapitän und Spielmacher Sebastian Käferle verkraften. Er fällt mit einem gebrochenen Mittelhandknochen sechs bis acht Wochen aus. Umso wichtiger sind aus Sicht der Burgenländer zwei Neuverpflichtungen: Mit Ian Martinez kommt ein 24-jähriger Guard aus Costa Rica nach Oberwart, der neue US-Legionär und Big-Man heißt Deante Johnson.
Fürstenfeld wartet weiter auf den ersten Saisonsieg, zeigte zuletzt aber Moral, etwa beim knappen 75:80 in Wels. „Wir haben nach der Topleistung letzte Woche den Plan, einem Topteam erneut einen harten Kampf zu liefern“, sagt Panthers-Coach Pit Stahl. Die Statistik ist eindeutig: Oberwart gewann die letzten 13 Duelle, der letzte Panthers-Erfolg datiert aus dem Jänner 2018.
Überblick über die 18. Runde
Samstag, 17. Jänner 2026
SKN St. Pölten Basketball (Tabellenplatz 9, 3-12) vs. Raiffeisen Flyers Wels (Tabellenplatz 2, 12-4)
Sportzentrum NÖ 17:30
COLDAMARIS Eisenstadt Dragonz (Tabellenplatz 10, 2-13) vs. Hefte Helfen Bulls Kapfenberg (Tabellenplatz 5, 10-5)
Sportzentrum Eisenstadt 18:00
Panthers Fürstenfeld (Tabellenplatz 11, 0-15) vs. UNGER STEEL Gunners Oberwart (Tabellenplatz 1, 12-3)
Stadthalle Fürstenfeld 19:00
Sonntag, 18. Jänner 2026
BC Vienna (Tabellenplatz 7, 9-7) vs. BK Karbon-X Dukes (Tabellenplatz 4, 10-5)
Hallmann Dome, Wien 17:30
Raiffeisen Swans Gmunden (Tabellenplatz 6, 9-7) vs. druck.at Traiskirchen Lions (Tabellenplatz 8, 7-9)
Raiffeisen Sportpark Gmunden 18:00
B2L: Das Playoff-Rennen geht in die nächste Runde
Das Rennen um die Playoffplätze ist in der Basketball Zweite Liga nach wie vor spannend. Alle Teams können noch die schönste Phase der Saison erreichen, dafür muss aber jetzt alles klappen. Die Mistelbach Mustangs empfangen als ungeschlagener Tabellenführer die BBU Salzburg, für die jeder Sieg zählt. In Innsbruck gibt es währenddessen ein West-Derby.
13 Siege aus 13 Spielen – die Mistelbach Mustangs sind in dieser Saison das Maß aller Dinge. Etwas anders sieht das bei den Falken aus der Mozartstadt aus. Die BBU steht bei sechs Siegen und rangiert im Westen somit auf Platz vier, also zurzeit auf einem Playoffplatz. Mit je fünf Siegen lauern aber KOS Celovec und die Raiffeisen Dornbirn Lions dicht dahinter. Ein Sieg gegen den Favoriten wäre somit viel wert. „Mistelbach stellt einmal mehr ein sehr starkes Team, das zurecht zu den Favoriten in dieser Saison gehört. Es wird für unsere Falken ein enorm schweres Spiel werden, bei dem Charakter, Teamgeist und ein sicherer Wurf gefragt sein werden“, so Beirat Lorenz Ruppert.
West-Derby in Innsbruck
Vor den Salzburgern liegen die SWARCO Raiders Tirol auf Platz drei. Die Innsbrucker wollen ihre gute Platzierung weiter absichern. „Die Niederlage im letzten Spiel war ein Wendepunkt, aus der wir Schlüsse gezogen haben. Der eingeschlagene Umbruch soll uns wieder zu unserer Identität zurückführen. Fünf Spieler auf dem Court mit derselben Idee. Gemeinsam, mit intensivem Team-Basketball, wollen wir ein klares Zeichen setzen. Wir befinden uns mitten im Playoff-Rennen und wollen uns mit einer starken Leistung eine gute Ausgangslage sichern“, so Raiders-Spieler Thomas Pirchner. Gegen die Raiffeisen Dornbirn Lions ist eine tolle Atmosphäre garantiert.
Blackbirds wollen Wende schaffen
Klar verteilt sind die Rollen, wenn das Tabellenschlusslicht Haustechnik Güssing Blackbirds beim amtierenden Meister zu Gast ist. Die Wörthersee Piraten mussten in den vergangenen drei Spielen zwei Niederlagen einstecken, befinden sich aber nach wie vor am zweiten Platz im Westen. Für die Blackbirds wird es also alles andere als eine leichte Aufgabe, will man die Niederlagenserie von vier Spielen in Folge an diesem Wochenende beenden: „Unser Start ins neue Jahr war bei weitem nicht so wie erwünscht, jetzt müssen wir in Klagenfurt ein anderes Gesicht zeigen um einen positiven Endspurt in dieser Saison zu haben“, so Sebastian Lesny.
win2day BDSL: Doppelrunde mit fünf Spielen
Mit fünf Spielen in nicht einmal 48 Stunden geht es in der win2day Basketball Damen Superliga Schlag auf Schlag weiter. Vor allem die Basket Flames Women sinnen am Freitag gegen die BK Raiffeisen Duchess auf Revanche. Nach dem Wiener-Derby der Vienna United Women gegen die Vienna Timberwolves Women am Samstag, kommt es am Sonntag zum Aufeinandertreffen der Duchess mit UBI Holding Graz. Weiters treffen die drittplatzierten Flames auswärts auf den vierten DBB Wels. Den Abschluss macht das Duell zwischen UBSC-DBBC Graz gegen die Vienna United.
Die Basket Flames Women zeigten im Endspiel der Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo eine sehr gute Leistung und scheiterten nur knapp am Titelverteidiger aus Klosterneuburg. In der Liga präsentierten sich die Wienerinnen letztes Wochenende gegen UBI Holding Graz ebenfalls stark und siegten eindeutig mit 67:45. Lucia Škvareková ist vor dem Spiel zuversichtlich: „Die Flames haben uns im Cup-Finale sehr lange ein hartes Spiel geboten und letztes Wochenende UBI Graz dominiert. Wir wollen sie auf keinen Fall unterschätzen. Wenn wir aber den Fokus 40 Minuten lang aufrechterhalten können und unser Spiel spielen, sollten wir den Sieg mit nach Hause nehmen können.“
Feiert Vienna United den ersten Sieg?
Im Wiener Derby haben die Vienna United Women die Chance, zu Hause den ersten Saisonsieg einzufahren. Die Vienna Timberwolves Women zeigten zuletzt ansprechende Leistungen: Auf den Sieg gegen UBSC-DBBC Graz folgte eine sehr gute Performance gegen Klosterneuburg. Das Team rund um Inga Orekhova dürfte sich immer besser zusammenfinden.
Die Mannschaften von UBI Holding Graz und UBSC-DBBC Graz spielten die 12. Runde bereits Mitte Oktober. Dabei gewann UBI durch ein starkes drittes Viertel mit 63:51.
Spannende Matches am Sonntag
Auch die 13. Runde der win2day Basketball Damen Superliga verspricht spannende Spiele auf höchstem Niveau. Die BK Raiffeisen Duchess erwartet zu Hause ein harter Kampf gegen UBI Holding Graz. Duchess-Spielerin Sofia Kaltenbrunner vor dem Spiel: „Den Cup zu gewinnen, war ein sehr schöner Moment für uns als Team. Jetzt geht es aber gegen den starken Zweitplatzierten weiter. Wir sind trotz mancher krankheitsbedingter Rückschläge mit viel Energie, Teamspirit und dem Heimvorteil bereit, erneut zu beweisen, was in uns steckt.“
Direktes Duell um Platz drei
Im Kampf um Platz drei und vier kommt es zum direkten Duell zwischen DBB Wels und den Basket Flames Women. Vor dem Freitagsspiel der Wienerinnen sind beide Mannschaften punktegleich und haben drei der letzten vier Spiele für sich entscheiden können. Die erste Begegnung in der Mollardgasse gewannen die Flames mit 57:44. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen. Die Welserinnen müssen auf jeden Fall das magische Dreieck Ganhör – Jurhar – Brunner eingrenzen, sonst wird sie der Flames-Express überrollen. Wels-Coach Damir Kuranovic weiß um die Brisanz in diesem Spiel bescheid: „Da es direkt um den dritten Platz geht, ist die Motivation enorm. Die Flames sind die Mannschaft der Stunde und haben in letzter Zeit sehr stark gespielt. Ihre Verteidigung ist alles andere als leicht zu knacken, zudem sind sie das beste Rebounding-Team der Liga. Nichtsdestotrotz werden wir mit unseren Fans im Rücken alles daransetzen, als Sieger vom Platz zu gehen.“
Pflichtsieg für UBSC-DDBC
Zum Abschluss spielen am Sonntagnachmittag die Mannschaften von UBSC-DBBC Graz und Vienna United Women. Für die Grazerinnen sind zwei Punkte Pflicht, will man noch an den Top 4 kratzen. Graz-Spielerin Sabrina Werner weiß, worauf es ankommt: „Uns erwartet ein intensives Spiel. Wir wissen, dass wir zuletzt nicht immer unser bestes Niveau gezeigt haben, aber wir haben gut gearbeitet und sind bereit. Wenn wir konzentriert auftreten, als Team zusammenhalten und unsere Chancen nutzen, haben wir definitiv die Möglichkeit, das Spiel für uns zu entscheiden.“
Presseinfo
Basketball Austria
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16.01.2026