Gegen Serbien soll für das ÖHB-Team nun endlich der erste Euro-Sieg her
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Deutschland und Spanien wurden in den beiden vorangegangenen Partien in der Vorrunde der EHF EURO 2026 ihrer Favoritenrolle gerecht.

Österreich zeigte phasenweise auf, am Ende fehlte jedoch ein wenig die Konstanz, um Zählbares mitzunehmen. Zum Abschluss trifft man am Montag, 18:00 Uhr live auf ORF 1, auf Serbien, das Samstagabend Deutschland 30:27 besiegen konnte. Durch diesen etwas unerwarteten Erfolg besteht sogar noch die Chance auf den Aufstieg in die Hauptrunde.

Umgekehrt droht Österreich bei einer Niederlage die Vor-Quali zum WM-Playoff im Frühjahr. Sollte Österreich Gruppenletzter werden, bestreitet man diese im März und trifft dabei auf Litauen. Ein etwaiger Spieltermin samt Spielort für das Heimspiel steht bereits fest: 18. März, 19:00 Uhr in Bregenz.

Das Playoff zur WM 2027 in Deutschland erfolgt am 13./14. bzw. 16./17. Mai. Der Gegner für diese letzte Qualiphase wird am 31. Jänner zugelost.

Doch damit beschäftigt man sich im rotweißroten Lager noch lange nicht. Ein Spiel hat man noch zu bestreiten und in diesem ist noch viel möglich. Sogar der Einzug in die Hauptrunde.

Die Ausgangslage:

  • Bei einem Sieg Österreichs über Serbien mit +1 oder +2, benötigt man einen Sieg von Deutschland über Spanien, damit man die Vorrunde auf Rang 3 beendet
  • Bei einem Sieg mit +4 benötigt man einen Sieg von Spanien über Deutschland um die Vorrunde auf Rang 2 zu beenden und damit in die Hauptrunde einzuziehen
  • Bei einem Sieg mit +3 und mindestens 31 Toren ist man Gruppenzweiter, wenn Deutschland verliert und Gruppendritter, wenn Deutschland gegen Spanien punktet
  • Bei einem Sieg mit +3 und weniger als 30 Toren ist man Gruppenvierter, wenn Deutschland gegen Spanien verliert und Gruppendritter, wenn Deutschland punktet
  • Bei einem 30:27-Erfolg beendet Österreich die Vorrunde auf Rang 4, wenn Deutschland gegen Spanien verliert und auf Rang 3, wenn Deutschland punktet

Mit Rechenspielchen gibt man sich allerdings im österreichischen Team nicht ab. Man will zum Abschluss endlich zeigen, was in der Mannschaft steckt und ein Topspiel abliefern, Lukas Hutecek: „Wir alle sind motiviert ohne Ende und wollen endlich ein gutes Spiel zeigen. Das haben wir in den letzten Wochen nicht geschafft, dass wir so ein Topspiel haben. Wir alle haben das Gefühl, dass es schön langsam Zeit wird und wir hoffen, dass es morgen so weit ist.“

Nicht zuletzt der Sieg Serbiens über Deutschland hat bestätigt, was im Vorfeld von allen Seiten prolongiert wurde. Nämlich, dass es sich um eine Monstergruppe handelt. „Serbien ist eine sehr gute Mannschaft. Das haben sie gegen Deutschland gezeigt. Das unterstreicht auch, wie schwer diese Gruppe ist“, betont auch Teamchef Iker Romero.

Der Spanier hatte schon vor Beginn der EURO darauf hingewiesen, dass es gewisse Ähnlichkeiten im Spielstil zwischen seinem Heimatland und Serbien gibt. Von seinem Team verlangt er, dass man ab sofort, alles in das Spiel investiert: „Um dieses Spiel zu gewinnen, müssen wir von jetzt weg, bis zum Spielende, alles geben. Nicht nur erst morgen um 18:00 Uhr, sondern schon jetzt. Wir haben knapp 30 Stunden und die müssen wir nutzen. Wir brauchen ein bisschen mehr Konstanz und ich will sehen, dass wir unsere Schwächen vom Spiel gegen Spanien in der Deckung ausmerzen und das gegen Serbien besser machen. Was in dieser Gruppe jetzt alles passieren kann, liegt nicht allein in unseren Händen. Ich denke nur daran, dass wir morgen unser bestes Spiel machen.“

Dass nun doch rein rechnerisch gegen Serbien noch mehr möglich ist, gab dem Team nochmals Energie, Lukas Hutecek: „Wenn ein Funken Hoffnung da ist, dann gibt das ganz viel Kraft, aber wir müssen zunächst mal auf uns schauen. Wir wollen unbedingt morgen die ersten Punkte holen, wollen unbedingt einen Sieg. Da sind keine Rechnereien im Kopf. Wir müssen mal auf unsere 60 Minuten schauen und es ist noch immer eine EURO und es ist noch immer ein Privileg hier zu sein. So müssen wir das Spiel auch angehen.“

Um Serbien zu knacken, gilt es unter anderem ihren Torhüter Dejan Milosavljev nicht ins Spiel kommen zu lassen. Seinen Teamkollegen bei den Füchsen Berlin, bezeichnet Lukas Herburger als X-Faktor: „Da müssen wir extrem auf der Hut sein. Da haben wir gegen Spanien schon viele Bälle liegen gelassen.“

In der Deckung erwartet der Abwehrchef nichts großartig Neues, wie er sagt. Aufpassen gilt es vor allem in der Anfangsphase: „Die werden bis in die Zehenspitzen motiviert sein. Das mal in den Anfangsminuten abzufangen, wird extrem wichtig sein und das wird nicht leicht werden. Es wird vor allem eine Kopfsache werden. Wir müssen mit eintausend Prozent reingehen. Wir brauchen Punkte. Wenn wir das Spiel auch noch verlieren, bringt uns das in eine schlechte Situation in Bezug auf die WM-Quali. Ich würde es komplett zur Seite legen, dass wir noch weiterkommen können und den vollen Fokus auf einen Sieg gegen Serbien legen.“

17th Men´s EHF EURO 2026

15. Jänner – 01. Februar 2026
Ausrichter: Dänemark, Norwegen, Schweden
Titelverteidiger: Frankreich
Website, Spielplan & Ticketinghttps://ehfeuro.eurohandball.com/men/2026/

Vorrunden-Spielplan

Österreich vs. Serbien
Mo., 19. Jänner 2026, 18:00 Uhr, Herning (DEN), live auf ORF 1

Bereits gespielt
Deutschland vs. Österreich 30:27 (12:8)
Do., 15. Jänner 2026, 20:30 Uhr, Herning (DEN)

Österreich: Sebastian Frimmel (9/11), Jakob Nigg (7/9), Lukas Hutecek (6/10), Tobias Wagner (2/3), Janko Bozovic (1/2), Mykola Bilyk (1/6), Elias Kofler (1/1), Markus Mahr, Emanuel Petrusic, Nils Moser, Nemanja Belos, Lukas Herburger, Boris Zivkovic, Eric Damböck, Constantin Möstl (22,2% gehaltene Bälle – 6/27), Leon Bergmann (22,2% gehaltene Bälle – 2/9)
Match Report

Österreich vs. Spanien 25:30 (12:19)
Sa., 17. Jänner 2026, 18:00 Uhr, Herning (DEN)

Österreich: Tobias Wagner (6/6), Mykola Bilyk (5/8), Lukas Hutecek (5/8), Sebastian Frimmel (4/9), Jakob Nigg (3/6), Markus Mahr (1/4), Elias Kofler (1/1), Janko Bozovic, Emanuel Petrusic, Nils Moser, Nemanja Belos, Lukas Herburger, Boris Zivkovic, Eric Damböck, Constantin Möstl (34,4% gehaltene Bälle – 11/32), Leon Bergmann (0% gehaltene Bälle – 0/5)
Match Report

Vorrundengruppen

Gruppe A, Herning (DEN): Deutschland, Spanien, Österreich, Serbien
Gruppe B, Herning (DEN): Dänemark, Portugal, Nordmazedonien, Rumänien
Gruppe C, Oslo (NOR): Frankreich, Norwegen, Tschechien, Ukraine
Gruppe D, Oslo (NOR): Slowenien, Färöer, Montenegro, Schweiz
Gruppe E, Malmö (SWE): Schweden, Kroatien, Niederlande, Georgien
Gruppe F, Kristianstad (SWE): Ungarn, Island, Polen, Italien
 
Presseinfo
Handball Austria/ÖHB

19.01.2026


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