
Der 12. Spieltag der WHA MEISTERLIGA startete mit klaren Siegen für Hypo Niederösterreich gegen die Union St. Pölten Frauen, die MGA Fivers gegen die BT Füchse style your smile und für den Tabellenführer MADx WAT Atzgersdorf auswärts beim SSV Dornbirn Schoren.
Für die Überraschung des Tages sorgte der UHC Müllner Bau Stockerau mit einem Heimerfolg gegen Blau-Weiß Feldkirch. Das spektakulärste Spiel lieferte das Niederösterreich-Duell zwischen dem UHC Gartenstadt Tulln und der Union Korneuburg Damen – inklusive 7-Meter-Ausgleich mit der letzten Aktion der Partie!
Drei Spiele sorgten am Samstag für reichlich Action am 10. Spieltag der WHA CHALLENGE: HIB Handball Graz wurde beim SK KONSTANT Traun seiner Favoritenrolle gerecht, DHC WAT Fünfhaus und der UHC Storch Gänserndorf lieferten sich ein packendes 38:38 mit spektakulärem Finish, und die SG TV Gleisdorf/HC Weiz verpasste bei den Perchtoldsdorf Devils nur knapp den nächsten Punktezuwachs.
WHA MEISTERLIGA
Hypo Niederösterreich – Union St. Pölten Frauen
Nach spannendem Beginn macht Hypo alles klar
Hypo Niederösterreich bleibt mit einem 39:28-Heimsieg gegen die Union St. Pölten Frauen weiterhin an Atzgersdorf dran. Bereits nach wenigen Minuten konnten die Gastgeberinnen auf plus vier davonziehen, doch St. Pölten zeigte sich davon zunächst unbeeindruckt und kämpfte sich innerhalb kurzer Zeit auf 7:7 heran. Auch danach blieben die Gäste vorerst voll dabei. Erst in den letzten Minuten der ersten Halbzeit konnte Hypo auf 21:16 erhöhen. In den zweiten 30 Minuten verstand es Hypo, den Vorsprung erfolgreich zu verwalten und bis zum Schlusspfiff weiter auszubauen. Mit dem souveränen 39:28-Erfolg bleiben die zwei Punkte in der Südstadt und Hypo damit mittendrin im Kampf um die Tabellenspitze.
Ferenc Kovác, Trainer Hypo Niederösterreich: „Wir haben gegen St. Pölten ein Ligaspiel gehabt und sind gut gestartet, gleich mit vier Toren in Führung gegangen. Danach hatten wir kurz das Gefühl, dass es schon gelaufen ist, und waren nicht mehr zu 100 Prozent konsequent in der Deckung. St. Pölten hat das gut genutzt, mit hohem Tempo gespielt, stark kombiniert und schöne Tore erzielt. Bis etwa zur 25. Minute haben sie sehr gut mitgehalten. Gegen Ende der ersten Halbzeit konnten wir uns dann wieder absetzen und haben nach der Pause den Unterschied weiter ausgebaut. Trotzdem muss man sagen, dass St. Pölten sehr gut gekämpft und viel Tempo gemacht hat – insgesamt war es ein interessantes Spiel.“
MGA Fivers – BT Füchse style your smile
MGA Fivers behaupten sich im Duell mit den BT Füchsen
Die MGA Fivers setzten sich vor heimischem Publikum mit 29:20 gegen die BT Füchse style your smile durch und festigten damit ihre Position im Kampf um die Top 4. Die Gastgeberinnen übernahmen früh die Initiative und erspielten sich bis zur Pause eine 15:10-Führung. In dieser Phase agierten die Fivers konzentriert und nutzten ihre Chancen konsequent.
Nach dem Seitenwechsel bauten die Wienerinnen den Vorsprung weiter aus und ließen die Füchsinnen nicht mehr entscheidend herankommen. Die Gäste hielten phasenweise dagegen, konnten den Rückstand jedoch nicht nachhaltig verkürzen. Aleksandra Janicka, Larissa Bures, Laura Sekerija und Adrien Almasi Toth trugen jeweils vier Tore zum Heimsieg bei, aufseiten der BT Füchse war Lara Selmeister mit acht Treffern erfolgreich.
Ivica „Ivo“ Belas, Headcoach der MGA Fivers: „Heute haben wir eine überragende Abwehr gespielt, kombiniert mit einer starken Torhüterleistung. Im Angriff waren wir sehr konsequent, haben geduldig bis zur richtigen Chance gespielt und diese dann auch genutzt. Das war mit ein Grund für den deutlichen Unterschied. Außerdem konnten wir den gesamten Kader einsetzen – auch das war ein klares Ziel.“
Mario Maretic, Trainer BT Füchse style your smile: „Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Wir wussten, dass es in Wien ein schweres Spiel wird. In der Deckung standen wir solide – viel Bewegung, viele Stop-Fouls. Doch im Angriff lief es nicht rund: Im Aufbau hat wenig funktioniert, Erfolg hatten wir nur phasenweise über die Flügel. Manchmal gibt es Tage, an denen einfach nichts geht – heute war so einer. Jetzt heißt es: abhaken, daraus lernen und den Fokus voll auf das nächste Spiel richten.“
UHC Müllner Bau Stockerau – Blau-Weiß Feldkirch
Stockerau überrascht mit klarem Heimsieg gegen Feldkirch!
Der UHC Müllner Bau Stockerau sorgte in der WHA MEISTERLIGA für eine der größeren Überraschungen der Runde und setzte sich vor heimischem Publikum mit 35:28 gegen Blau-Weiß Feldkirch durch. Die Niederösterreicherinnen, die vor dem Spiel im unteren Tabellenbereich lagen, präsentierten sich von Beginn an entschlossen und hielten das Duell mit dem Top-4-Aspiranten offen. Zur Pause führte Stockerau knapp mit 17:15.
Nach dem Seitenwechsel gelang es den Gastgeberinnen, das Tempo hochzuhalten und sich schrittweise abzusetzen. Feldkirch blieb zwar bemüht, fand jedoch keinen nachhaltigen Zugriff mehr auf die Partie. Stockerau nutzte diese Phase konsequent und brachte den Vorsprung ins Ziel. Mit dem Heimsieg sammelt Stockerau wichtige Punkte im Kampf um Abstand zum Tabellenende, während Feldkirch im Rennen um die Top 4 einen Dämpfer hinnehmen musste.
UHC Gartenstadt Tulln – Union Korneuburg Damen
Drama bis zur allerletzten Aktion!
Im NÖ-Derby zwischen dem UHC Gartenstadt Tulln und den Union Korneuburg Damen trennten sich beide Teams nach einer intensiven Partie mit 25:25. Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und lagen zur Pause mit 14:10 in Führung. Tulln schien lange auf Kurs Richtung Heimsieg zu sein, doch Korneuburg steigerte sich nach dem Seitenwechsel und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück in die Partie.
Besondere Voraussetzungen herrschten dabei vor allem aufseiten der Gastgeberinnen: Nachdem sich unter der Woche auch noch die letzte etatmäßige Torfrau verletzte, musste Barbara László reaktiviert werden – eine frühere Feldspielerin, die rund drei Viertel Jahr pausiert hatte. Umso bemerkenswerter war ihre Leistung, insbesondere in der ersten Halbzeit, als sie mit starken Paraden ihren Teil zur stabilen Deckung beitrug. Doch mit Fortdauer des Spiels tat sich Tulln immer schwerer, das Tempospiel verlor an Wirkung, die Partie wurde zunehmend hektisch.
Die Schlussphase hatte es dann in sich: Tulln ging in der letzten Minute erneut in Führung, doch Korneuburg behielt die Nerven. Mit der allerletzten Aktion des Spiels gelang den Gästen per Siebenmeter noch der Ausgleich. Beste Werferin für Tulln war Nicol Nejedlikova mit sieben Treffern, aufseiten Korneuburgs traf Ines Grandits fünfmal.
Flo Hössl, Trainer UHC Gartenstadt Tulln: „Die Voraussetzungen vor dem Spiel waren alles andere als ideal. Am Montag hat sich im Training auch noch unsere letzte etatmäßige Torhüterin verletzt. Umso dankbarer waren wir, dass Barbara László reaktiviert werden konnte. Sie hatte rund ein drei Viertel Jahr lang nicht trainiert, war ursprünglich Feldspielerin und hat sich bereit erklärt, heute ins Tor zu gehen. Mit diesem Hintergrund war klar, dass es ein sehr schwieriges Spiel wird. Überraschenderweise haben wir die erste Halbzeit extrem gut gestaltet. Wir standen in der Deckung sehr stabil, und auch Barbara hat mit starken Paraden überzeugt. Mit Fortdauer des Spiels wurde es allerdings schwieriger. Unser Tempospiel kam nicht mehr richtig zur Geltung. Die Partie war insgesamt sehr hektisch, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Der letzte Angriff war dann etwas unübersichtlich. Offenbar gab es eine Aktion nach Spielende, die mit einer roten Karte und einem Siebenmeter geahndet wurde. Korneuburg konnte diesen Siebenmeter schließlich verwerten, sodass die Partie unentschieden endete. Unterm Strich sind wir einerseits stolz auf den Kampfgeist, den wir gezeigt haben, andererseits auch ein Stück weit enttäuscht. Mit einer komplett fitten Mannschaft wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen, gerade vor dieser tollen Kulisse und der großartigen Stimmung. Jetzt gilt es, das Spiel zu analysieren und zu verarbeiten.“
Gerald Pojmann, Union Korneuburg Damen: „Nach einer sehr ausgeglichenen Anfangsphase haben wlr dann zu viele Chancen vergeben und so Tulln erlaubt auf +6 davonzuziehen. Bis zur Pause konnten wir diesen Rückstand aber wieder verkürzen und in einer sehr starken zweiten Halbzeit sogar zeitweilig die Führung übernehmen. Über die ganzen 60 Minuten ist das schlussendliche Unentschieden eine gerechte Punkteteilung und haben unsere Damen gezeigt, dass sie auch mit Titelaspiranten gut mithalten können.“
SSV Dornbirn Schoren – MADx WAT Atzgersdorf
Atzgersdorf wird Favoritenrolle in Dornbirn klar gerecht
MADx WAT Atzgersdorf setzte sich auswärts beim SSV Dornbirn Schoren deutlich mit 44:19 durch und untermauerte damit die Tabellenführung. Die Wienerinnen übernahmen von Beginn an die Kontrolle und erspielten sich rasch einen klaren Vorsprung. Bereits zur Pause lag Atzgersdorf mit 24:12 in Führung und stellte damit früh die Weichen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Kräfteverhältnis unverändert. Atzgersdorf agierte weiterhin konsequent im Abschluss und nutzte die sich bietenden Räume, während Dornbirn trotz Einsatzes kaum Zugriff auf das Spiel fand. Lara Brezenci war mit elf Treffern erfolgreichste Werferin der Partie, bei den Gastgeberinnen erzielte Juliane Grauer sechs Tore.
WHA CHALLENGE
SK KONSTANT Traun – HIB Handballgraz
HIB Handball Graz gewann in der WHA CHALLENGE auswärts beim SK KONSTANT Traun mit 28:24 und festigte damit den zweiten Tabellenplatz. Die Partie verlief über weite Strecken ausgeglichen, zur Pause lagen die Grazerinnen nur knapp mit 13:12 in Führung. Traun hielt gut dagegen und nutzte vor allem im Angriff immer wieder seine Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel konnte sich HIB schrittweise einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Traun blieb bemüht, den Anschluss zu halten, kam jedoch nicht mehr entscheidend heran. In der Schlussphase brachte Graz den Auswärtssieg routiniert über die Zeit. Verena Klepatsch war mit elf Treffern treffsicherste Spielerin für Traun, bei HIB überzeugte Leana Schieber mit sechs Toren.
DHC WAT Fünfhaus – UHC Storch Gänserndorf
Im Duell zwischen dem DHC WAT Fünfhaus und dem UHC Storch Gänserndorf bekamen die Zuschauer:innen ein torreiches Spiel mit offenem Ausgang zu sehen. Bereits in der ersten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Zur Pause stand es 20:20. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie von hohem Tempo und vielen Treffern geprägt. Beide Mannschaften wechselten sich immer wieder in Führung ab. Wenige Minuten vor Schluss lag Fünfhaus mit 34:38 zurück. Sie kämpften sich jedoch erneut heran und schafften kurz vor Schluss noch den Ausgleich zum 38:38-Endstand. Julia Dechant erzielte neun Tore für Fünfhaus, bei Gänserndorf war Magdalena Prager mit zwölf Treffern treffsicherste Spielerin.
Perchtoldsdorf Devils – SG TV Gleisdorf/HC Weiz
Die Perchtoldsdorf Devils setzten sich in einer dramatischen Schlussphase mit 34:33 gegen die SG TV Gleisdorf/HC Weiz durch. Die Gäste, die erst in der Vorrunde ihren ersten Saisonsieg feiern konnten, präsentierten sich erneut stark und lieferten dem Top-3-Team aus Perchtoldsdorf über die gesamte Spielzeit einen offenen Schlagabtausch. Zur Pause lagen die Devils knapp mit 17:15 in Führung. Auch in der zweiten Hälfte blieb die Partie eng und umkämpft. Gleisdorf/Weiz kam mehrfach heran und hatte bis in die letzten Sekunden die Chance auf einen weiteren Punktgewinn. Erst ein Treffer in der Schlussminute brachte Perchtoldsdorf schließlich den Heimsieg.
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Handball Austria/ÖHB
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24.01.2026