Vienna Capitals, Red Bull Salzburg

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Mit einem Paukenschlag meldete sich die Erste Bank Eishockey Liga aus der Länderspielpause zurück. Vienna Capitals vs. Red Bull Salzburg stand in den ersten beiden Dritteln für rasanten, interessanten Eishockeysport. Im dritten Abschnitt wurde das Spiel zu einer Härteschlacht. Am Ende setzten sich die Gastgeber mit 5:4 (2:2, 2:2, 1:0) durch.

Vier Tore im ersten Drittel
Das Spiel begann für die Vienna Capitals mit einem klassischen Kaltstart. Bereits in der zweiten Minute gingen die Gäste in Führung. Nach einem Schuss von Ledin kommt die Scheibe zu Aquino der aus kurzer Distanz Lawson im kurzen Eck überwindet. Ein vermeidbarer Gegentreffer. Wenig später folgte die erste Strafe gegen Gastgeber. Mit Glück und dank einer tollen Rettungstat von Klimbacher verhinderten die Vienna Capitals das 0:2. Diese Situation war wie ein Weckruf für die Gastgeber die in den ersten Minuten kaum einen Schlittschuh auf das Eis bekamen. In der Folge hatten die Vienna Capitals mehr vom Spiel und wurden in der achten Minute für die Offensivbemühungen belohnt. Im ersten Überzahlspiel der Gastgeber traf Fraser zum verdienten 1:1-Ausgleichstreffer.

In der Folge entwickelte sich ein interessantes, ausgeglichenes Spiel mit Vorteilen für die Vienna Capitals. Der nächste Treffer gelang jedoch Red Bull Salzburg. Bei einem Konterangriff setzte zunächst Sterling die Scheibe an die Stange. Der Gäste-Stürmer behält in der Folge den Durchblick und versenkt seinen eigenen Abpraller zum 1:2. Nach einigen Augenblicken des kollektiven Schocks erholten sich die Vienna Capitals. In der Folge gelang den Gastgebern der verdiente Ausgleichstreffer. Einen scharfen Querpass von Gamache zur Mitte verwandelte Sharp zum leistungsgerechten 2:2-Zwischenstand nach 20 Minuten (18.)

Vier Tore im zweiten Drittel
Das zweite Drittel begann für die Vienna Capitals wie der erste Abschnitt – Mit einem kapitalen Kaltstart. Nach einer unnötigen Strafe wegen zu vieler Spieler am Eis haben zunächst die Gäste das erste Wort. Komarek spielt Fahey frei und der trifft mustergültig zum 2:3 (22.). Vier Minuten später gingen die Gäste erneut mit zwei Toren-Unterschied in Führung. Aquino wurde von Komarek mustergültig bedient und hat keine Mühe die Scheibe ins leere Tor zum 2:4 einzuschieben.

Die Vienna Capitals wirkten in der Folge kurz angeknockt. Doch den Wiener gelang noch im Mitteldrittel der Anschlusstreffer in Überzahl. Ein Schuss von Fraser wurde von Ferland unhaltbar zum 3:4 abgefälscht. In der Folge präsentierten beide Mannschaften den 5.500 Zuschauern ein rasantes, interessantes aber sehr ausgeglichenes Spiel. Noch im zweiten Abschnitt gab es schlussendlich den achten Treffer. Dieser sollte den Vienna Capitals gelingen. Schiechl trifft 103 Sekunden vor dem Ende des Mittelabschnitts zum 4:4.

Härteschlacht im letzten Drittel
Im dritten Drittel änderte sich zunächst wenig am Spielgeschehen. Die Zuschauer bekamen ein rassiges, temporeiches Spiel zu sehen. Den ersten Treffer des Abschnitts gelang den Vienna Capitals. Nach Vorlage von Bois traf Sharp nach exakt 42:51 Minuten zum 5:4.

In der Folge legte Red Bull Salzburg den sprichwörtlichen Schalter um und riskierte in der Offensive mehr. Trotz einer Vielzahl guter Möglichkeiten sollte der Ausgleichstreffer nicht fallen. Waren die ersten beiden Drittel noch von rasanter Action auf dem Eis geprägt so verlegten sich beide Teams in der Folge auch auf unnötige Härteeinlagen. Auslöser dafür war nicht nur ein völlig überfordertes Schiedsrichterduo sondern auch ein folgenschwerer Stockschlag gegen Vienna Capitals-Verteidiger Phil Lakos. Er musste mit einer „gravierenden Fingerverletzung“ ins Krankenhaus gebracht und sofort operiert werden.

96 Sekunden vor dem Ende nahm Gäste-Trainer Ratushny volles Risiko und beorderte Goalie Gracnar für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Mit Glück und Geschick brachte die Vienna Capitals die hauchdünne Führung über die Zeit.

Nach der Schlusssirene entwickelte sich noch eine deftige Auseinandersetzung am Eis. Nicht nur diese Szene sondern auch die eine – oder andere – Härteeinlage wird vor DOPS ein Nachspiel haben müssen.

Vienna Capitals vs. Red Bull Salzburg 5:4 (2:2, 2:2, 1:0)
Eissportzentrum Kagan, SR Kincses/Piragic

Tore: Fraser (8./PP) Ferland (31./PP), Sharp (18./44.), Schiechl (39.) bzw. Aquino (2., 25.), Sterling (15.), Fahey (22./PP)

Strafminuten: 90 bzw. 84

16.02.2016