Polen gewinnt Elfmeterkrimi gegen die Schweiz

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Im ersten Achtelfinale der Europameisterschaft setzte sich Polen gegen die Schweiz durch.

Polen dominierte die erste Halbzeit. Bereits gleich nach Anpfiff verlor die Schweiz den Ball im Strafraum, doch Milik konnte dieses Riesengeschenk nicht nutzen. Auch im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte war die Mannschaft um Kapitän Lewandowski im Vormarsch. Blaszczykowski brachte die Polen in der 40. Minute auch verdient in Führung. Mit diesem verdienten 1:0 ging es in die Pause.

Das Spielgeschehen wurde in der zweiten Halbzeit auf den Kopf gestellt. Nun übernahm die Schweiz das Zepter. Die Eidgenossen nutzten alle drei Auswechslungen um mehr Offensivpower zu generieren. In der 73. Minute bewahrte der polnische Torwart Fabianski sein Team bei einem herrlichen Freistoßversuch von Ricardo Rodríguez vor dem Ausgleich.

In der 82. Minute war er allerdings chancenlos: Xherdan Shaqiri, der Offensivstar der Schweizer Mannschaft, verfrachtete den Ball in Traummanier ins Tor. Vom Sechzehner fasste sich Shaqiri ein Herz und packte den Fallrückzieher aus. Dieses Highlight-Tor reichte den Eidgenossen die Verlängerung zu erreichen und können Sie hier bestaunen.

In der Verlängerung konzentrierten sich die Teams auf die Defensive, auch wenn Fabianski weiterhin der gefordertere Goalie war. Es sollte aber auch nach 120 Minuten beim 1:1 bleiben und damit musste der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden.

Im Elfmeterschießen trafen bis auf den Schweizer Xhaka alle zehn Schützen, wodurch Polen in das Viertelfinale einzieht. Den entscheidenden Treffer verbuchte Grzegorz Krychowiak. Polen steht somit zum ersten Mal in der EURO-Geschichte unter den besten 8 Nationen.

Schweiz – Polen 4:5 n.E. (0:1; 1:0; 0:0; 0:0, 3:4)

Tore: Shaqiri (81.) bzw. Blaszczykowski (40.)
Entscheidender Elfmeter: Krychowiak

Aufstellungen:
Schweiz: Sommer – Lichtsteiner, Schär, Djourou, Rodriguez – Behrami (76. Fernandes), G.Xhaka – Shaqiri, Dzemaili (58. Embolo), Mehmedi (70. Derdiyok) – Seferovic
Polen: Fabianski – Piszczek, Glik, Pazdan, Jedrzejczyk – Krychowiak, Maczynski (101. Jodłowiec) – Blaszczykowski, Milik, Grosicki (104. Peszko) – Lewandowski

25.06.2016