Zum Abschluss der 24. Runde in der Tipico Bundesliga stand am Sonntag das Duell Rapid Wien vs. Sturm Graz auf dem Programm. In einem unterdurchschnittlichen Spiel sorgte ein Doppelschlag innerhalb von vier Minuten für die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber. Die beiden weiteren Tore fielen im letzten Drittel des Spiels.
Für die Gastgeber kam es vor dem Spielbeginn knüppeldick. Neben den drei verletzten Spielern aus dem Salzburg-Spiel mussten die Hütteldorfer auf Stammtorhüter Strebinger verzichten. Er musste wegen Rückenproblemen passen. Seine Abwesenheit machte sich in den ersten Minuten des Spiels nicht bemerkbar. Beide Mannschaften begannen sehr defensiv und kompakt ausgerichtet. Erwähnenswerte Offensivaktionen waren dementsprechend Mangelware. Sturm Graz hatte in der Folge ein optisches Gewicht. Die Steirer hatten mehr Ballbesitz und gewannen auch deutlich mehr Zweikämpfe. Kapital konnten die „Blackies“ daraus nicht schlagen. Die Gastgeber fanden offensiv praktisch überhaupt nicht statt. Mit der ersten gelungenen Offensivaktion gingen die Hütteldorfer schlussendlich in Führung. Nach einem Abschlag von Gäste-Torhüter Siebenhandl landet die Kugel bei Fountas. Der schickt Fountas steil, der in der Folge alleine auf das Sturm zuläuft. Sein Schuss zischt am Goalie der Steirer zum 1:0 in die Maschen. Nun brachen bei den Gästen alle Dämme und völlig die Ordnung. 180 Sekunden später hätte Knasmüllner, nach einem unmotivierten Siebenhandl-Ausflug das 2:0 machen aus. Aus dem folgenden Corner fiel dann schlussendlich der zweite Treffer. Die Verteidigung der Gäste bekommt den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Die Kugel landet erneut bei Arase. Der zieht ab und die Kugel zischt zum 2:0 in die Maschen. Danach verfiel das Spiel wieder in eine passive Lethargie. Offensivaktionen waren Mangelware (Anm.: Knasmüllner hätte in der 37. und 45. Minute das Spiel vorzeitig entscheiden müssen. Seine Abschlüsse waren qualitativ allerdings „sehr ausbaufähig) und somit blieb es beim Pausenstand von 2:0 für die Gastgeber. In der Höhe darf dieser als durchaus schmeichelhaft bezeichnet werden.
Die zweite Halbzeit begann mit jeweils einer dicken Möglichkeit auf jeder Seite nach wenigen Sekunden. Kitgawa (46.) und Despodov (47.) scheiterten jeweils alleine vor dem Torhüter des Gegners. Statt eines möglichen 3:0 oder 2:1 stand es weiter 2:0. In der Folge verflachte das Spiel wieder in der 70. Minute wurde es wieder lebhafter. Nach einem schweren Fehler im Aufbauspiel von Spendlhofer bricht Schick auf der rechten Seite durch. Nach seinem Querpass zur Mitte spielt zunächst Gäste-Torhüter Siebenhandl gegen Fountas den Ball. Der Grieche fliegt in der Folge über den Gäste-Torhüter. Schiedsrichter Gishammer entscheidet auf Elfmeter. Eine diskutable Entscheidung. Schwab nahm das Geschenk dankend an und verwandelt zum 3:0. Damit war die sprichwörtliche Messe gesungen. In der Rapid-Viertelstunde legten die Gastgeber noch den vierten Treffer nach. Das eingewechselte Super-Talent Demir legte den Ball für Fountas quer, der aus kurzer Distanz zum 4:0 traf. Ein Treffer allerdings mit gravierendem Schönheitsfehler. Der Grieche stand hauchzart in Abseitsposition.
Am Ende feiert Rapid Wien einen Sieg der vom Grunde genommen völlig in Ordnung ging, allerdings um ein gefühltes Tor zu hoch ausfiel. Sturm Graz lieferte zwar in manchen Phasen des Spiels ein optisch ansehnliches Spiel ab. Wer aber derart offensiv unproduktiv und defensiv sehr fehlerhaft agiert darf sich am Ende nicht wundern mit einer deutlichen Niederlage die Heimreise antreten zu müssen.
Rapid Wien vs. Sturm Graz 4:0 (2:0)
Allianz Stadion, ohne Zuschauer (Coronavirus-Pandemie), SR Gishammer
Tore: Arase (25., 29.), Schwab (70./Elfmeter), Fountas (78.)
Rapid Wien: Knoflach – Stojkovic, Greiml (72./Grahovac), Hofmann, Ullmann – Ljubicic, Schwab (77./Demir) – Schick (77./Auer), Knasmüllner, Arase (46./Kitagawa) – Fountas
Sturm Graz: Siebenhandl – Sakic, Donkor, Spendlhofer, Trummer (46./Huspek) – Dominguez (60./Leitgeb), Ljubic – Despodov (60./Jäger), Kiteishvili, Hierländer – Röcher (60./Friesenbichler)
07.06.2020







