Im vorletzten Spiel vor der kurzen Weihnachtspause haben die Rotjacken am Sonntagabend die Haie aus Innsbruck in Klagenfurt zu Gast.
DIE ECKDATEN:
Saisonspiel Nummer 23 in der aktuellen Saison der bet-at-home ICE Hockey League ist für den EC-KAC die Heimpartie gegen den HC Innsbruck. Diese am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) ausgetragene Begegnung findet wie zuletzt üblich vor leeren Rängen statt, der EC-KAC bietet eine TV-gerecht produzierte Live-Übertragung über die Streaming-Plattform der Liga unter live.ice.hockey an, Sendungsbeginn ist um 17.15 Uhr und ein Streaming-Ticket kostet €6,90. Direkt über den Verlauf dieses Spiels berichten außerdem der Live-Ticker auf kac.at und das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten.
DIE AUSGANGSSITUATION:
Der EC-KAC absolvierte in der laufenden Woche zwei schwierige Auswärtsspiele, die Klagenfurter siegten am Dienstagabend beim Tabellenführer HCB Südtirol mit 3:2 nach Verlängerung, ehe sie sich am Donnerstag bei Fehérvár AV19, aktuell wieder Dritter im Tableau, knapp mit 4:5 nach Penaltyschießen geschlagen geben mussten. Bislang fuhren die Rotjacken 1,73 Zähler pro Saisonspiel ein, diesen Wert überboten sie im Verlauf der vergangenen neun Jahre nur in zwei Fällen, nämlich in den von Meistertiteln gekrönten Spielzeiten 2012/13 und 2018/19. Aktuell befindet sich das Team von Petri Matikainen und
Juha Vuori in durchaus guter Form, in fünf der jüngsten sechs Partien wurden Punkte eingefahren.
Der HC Innsbruck kommt als Tabellensiebter nach Klagenfurt, die Haie haben jedes ihrer letzten drei Ligaspiele (gegen Linz und Villach sowie in Graz) in regulärer Spielzeit gewonnen. Vor allem offensiv wussten die Tiroler im bisherigen Saisonverlauf zu überzeugen, seit 2002/03 (3,63) erzielte Innsbruck in der höchsten Spielklasse nicht mehr so viele Treffer pro Partie wie heuer (3,57). In Duellen mit den Rotjacken konnte der HCI seine Feuerkraft jedoch noch nicht unter Beweis stellen: Aus den beiden bisherigen Konfrontationen mit dem EC-KAC stehen lediglich zwei erzielte Tore zu Buche, sowohl Mitte Oktober in Klagenfurt als auch Mitte November auf eigenem Eis unterlag Innsbruck knapp mit 1:2.
DIE ZAHLEN ZUM SPIEL:
1 – Der EC-KAC war in den vergangenen Wochen auch trotz vieler personeller Ausfälle sehr kompetitiv: Jedes der letzten elf Ligaspiele haben die Klagenfurter entweder gewonnen (sechs Siege) oder mit nur einem Treffer Unterschied verloren.
3,57 – Her HC Innsbruck kam im bisherigen Saisonverlauf auf einen Schnitt von 3,57 erzielten Treffern pro Partie. Dieser Wert ist im Vergleich der elf ICE-Teams aktuell der zweithöchste, nur der EC Salzburg (3,59) traf bislang häufiger.
6 – Die Rotjacken konnten in jeder ihrer jüngsten drei Partien jeweils zwei Powerplaytreffer erzielen. Von seinen letzten neun Überzahlsituationen (mit einer Gesamtlänge von nur 9:57 Minuten) verwandelte der EC-KAC also sechs in einen Torerfolg.
10 – Lukas Haudum und Rok Tičar waren in den vergangenen Wochen die konstantesten Scorer der Rotjacken, beide haben in zehn der 15 Partien seit der Ligapause gepunktet. Die meisten Zähler sammelte in diesem Zeitraum allerdings Manuel Ganahl (13) vor Nick Petersen und Thomas Hundertpfund (jeweils 12).
21:38 – Im Auswärtsspiel in Székesfehérvár am Donnerstag gab Clemens Unterweger sein Comeback nach kurzer Verletzungspause: Der Verteidiger ist in der laufenden Saison jener Kaderspieler des EC-KAC, der die größten Spielanteile erhält: Im Schnitt steht er pro Begegnung 21:38 Minuten am Eis.
76,8 – Gegen keinen anderen aktuellen Ligakonkurrenten hat der EC-KAC eine höhere Winning Percentage in Heimspielen vorzuweisen als gegen den HC Innsbruck: Seit dem Jahr 2000 gastierten die Haie 56 Mal in Klagenfurt, 43 dieser Begegnungen – oder 76,8 Prozent – gingen an die Hausherren.
DER GEGNER:
Der HC Innsbruck ist sehr gut in seine neunte Spielzeit seit der Rückkehr in die Liga gestartet: Im Schnitt sammelte man bisher 1,43 Punkte pro Begegnung, ein Wert, der in den vergangenen acht Jahren nur ein Mal (1,45 in 2017/18) knapp überboten wurde. Sieht man von den beiden Begegnungen mit dem EC-KAC (jeweils 2:1-Siege für Klagenfurt) ab, sind die Haie Garanten für Spiele, in denen viele Tore fallen: Der HCI ist gleichzeitig jenes Team in der Liga, das die zweitmeisten Treffer pro Partie erzielt, als auch die zweitmeisten Gegentore pro Auftritt hinnehmen muss. Aufholbedarf haben die Tiroler allerdings in den Special Teams: Das Penalty Killing weist die deutlich niedrigste Erfolgsquote im Vergleich aller Teams aus (69,6 Prozent), auch die Effizienz im Powerplay, eine von Innsbrucks vordergründigen Stärken in den letzten Jahren, ist mit 17,2 Prozent noch unterdurchschnittlich.
Die offensiven Qualitäten des HC Innsbruck finden auch in der aktuellen Scorerwertung der bet-at-home ICE Hockey League ihren Ausdruck, diese führen mit Daniel Ciampini (29 Punkte) und Braden Christoffer (27) zwei Angreifer der Tiroler an. Auch Felix Girard (22) und Deven Sideroff (19) sammelten bislang mehr Zähler als der punktebeste KAC-Akteur. Allerdings wird das Spiel der Haie auch heuer wieder sehr stark von Importspielern geprägt: Die Summe der Scorerpunkte aller österreichischen Kaderspieler zusammen (20) würde im teaminternen Ranking nur Rang vier bedeuten. Noch drastischer ist Innsbrucks Abhängigkeit von Legionären in der Defensive: Von den bislang 120:00 Spielminuten gegen Klagenfurt im laufenden Spieljahr stand nur in 8:59 ein österreichischer Verteidiger (Jakob Wetzelsberger) am Eis.
Mit den Rotjacken duellierte sich der HC Innsbruck im Verlauf seiner Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse bislang 111 Mal, zu Buche stehen 66:45 Siege und 383:310 Tore für den EC-KAC. Von 56 Auftritten in der Stadthalle konnten die Haie nur 13 erfolgreich gestalten, die in Klagenfurt ausgetragenen Begegnungen waren zuletzt aber häufig eine recht knappe Angelegenheit: In acht der letzten elf Konfrontationen der beiden Teams trennte sie am Ende nur ein einziger Treffer.
DIE PERSONALIEN:
Aufgrund der zahlreichen verletzten, angeschlagenen oder erkrankten Spieler und der langen Auswärtsreisen trainierten die Rotjacken in der zu Ende gehenden Woche in separaten Trainingsgruppen, die nun zum Wochenende wieder zusammengeführt wurden. Endgültige Klarheit über das am Sonntag für die Partie gegen Innsbruck zur Verfügung stehende Personal wird es erst am Spieltag selbst geben, bereits fix ist aber, dass Steven Strong, der unter der Woche Vater wurde, in das Aufgebot zurückkehren wird. Zwischen den Pfosten steht auch gegen die Haie wieder Sebastian Dahm.
DER KOMMENTAR:
„Innsbruck ist von der Spielanlage her mit Székesfehérvár zu vergleichen, wo wir gerade erst den Fehler gemacht haben, uns auf diesen Spielstil einzulassen und dabei dann den Kürzeren gezogen haben. Die Haie sind in Kontern brandgefährlich, gleichzeitig teilweise aber etwas nachlässig im Backcheck. Für uns hat es oberste Priorität, zu unserem defensiv kompakten Spiel zurückzufinden, das uns in Bolzano und in den Partien davor ausgezeichnet hat. Das gilt nicht nur für die eigene Zone, sondern auch das Mitteldrittel, in dem man schon viel Ungemach abwenden kann, wenn man dort sauber und strukturiert agiert. Erfüllen wir diese Grundvoraussetzung, bekommen wir vorne sicher unsere Chancen, um das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden.“ (Manuel Ganahl, Stürmer EC-KAC)
Medieninfo EC KAC
19.12.2020






