Symbolbild Basketball

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Auftakt nach Maß in den B2L-Playoffs! Bereits in der ersten Runde gehen zwei Serien über die volle Distanz, sodass es am Samstag in den Duellen Wörthersee Piraten gegen Raiffeisen Mattersburg Rocks sowie Vienna United gegen SWARCO RAIDERS Tirol heißt: „Do-or-Die“.

Einer, der in solchen Momenten bereits oft im Rampenlicht stand, ist der 45-jährige Shawn Ray. Der Routinier beweist im Erstrundenduell erneut, dass er auch im fortgeschrittenen Alter Spiele im Alleingang entscheiden kann. Basketball Austria wirft vor dem entscheidenden Match einen Blick auf seine Bilanz in solchen Spielen. Zudem spricht Jungstar Marcell Toth von Vienna United darüber, was sein Team tun muss, um die RAIDERS zu besiegen.

US-Legionär Shawn Ray liefert auch in dieser Saison starke Zahlen: 21 Punkte und 10 Rebounds pro Spiel. In der aktuellen Viertelfinalserie gelang ihm sogar ein 31-Punkte-Spiel. Dass der 1,96 Meter große Forward in entscheidenden Momenten abliefert, ist für heimische Basketballfans keine Überraschung. Seit 2003/04, als er erstmals für Oberwaltersdorf in Österreich spielte, feierte der Superscorer zahlreiche Erfolge. Doch nicht immer hatte er in Entscheidungsspielen das letzte Wort, wie die Statistik zeigt:

Ray bestritt in seiner Karriere bereits 14 Mal das alles entscheidende Spiel einer Playoff-Serie. Fünfmal gelang ihm mit seinem Team der Aufstieg, zuletzt 2024 im Viertelfinale mit den Wörthersee Piraten. Neunmal jedoch scheiterte er. Besonders erfolgreich war er 2013 mit BC Vienna, als sowohl das Halbfinale gegen Kapfenberg als auch das Finale gegen Oberwart in einem „Game Five“ gewonnen wurde.

In der B2L stand Ray bislang dreimal in einem Entscheidungsspiel, alle mit den Wörthersee Piraten (2 Niederlagen, 1 Sieg). Diese Bilanz könnte er am Samstag gegen die Mattersburg Rocks verbessern. Trainer Andreas Kuttnig bleibt jedoch fokussiert: „Für uns sind Intensität und Konzentration in jedem Spiel entscheidend. Wir wollen in Spiel drei mit klarer Exekution in Verteidigung und Angriff eine starke Leistung zeigen.“

Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Tip-off ist um 18 Uhr in der SPH St. Peter in Klagenfurt.

Vienna United setzt auf Teamplay
Nicht nur in Klagenfurt, sondern auch in Wien steht ein Entscheidungsspiel an. Vienna United empfängt im Ost-West-Duell die SWARCO RAIDERS Tirol. Die Wiener kämpften sich in Spiel zwei mit einem Krimi-Sieg zurück in die Serie. Ihre Stärke liegt in der Ausgeglichenheit: Sieben Spieler erzielen durchschnittlich sieben oder mehr Punkte pro Partie.

„Unser tiefer Kader ist definitiv eine unserer Stärken. Wir halten das Tempo hoch und rotieren viel. Man sieht, dass wir in der zweiten Hälfte oft mehr Energie haben als unsere Gegner“, erklärt Top-Scorer Marcell Toth. Der 18-Jährige kommt auf 11 Punkte und 5 Rebounds pro Spiel und betont, dass Teamplay der Schlüssel zum Erfolg sei: „Wenn wir offensiv als Einheit auftreten und physisch stark spielen, besonders beim Rebounding, haben wir gute Chancen weiterzukommen.“

Als Teamleader sieht sich Toth noch nicht, doch er will mit gutem Beispiel vorangehen. „Wir trainieren hart, um in den Playoffs auf jede Situation vorbereitet zu sein.“

Doch auch die RAIDERS werden bestens vorbereitet sein. Der Showdown steigt am Samstag um 18 Uhr in der Posthalle in Wien.
 


 

win2day BSL: Bulls können Playoffs fixieren

Die BOSCO Bulls können mit einem Sieg über den BC Vienna als achtes und somit letztes Team den Einzug in die Playoffs der win2day Basketball Superliga fixieren. Währenddessen haben die Top-3 der Platzierungsrunde bereits vorzeitig die Möglichkeit, sich von ihren Verfolgern abzusetzen und sich die Spitzenpositionen untereinander ausmachen. Graz, Klosterneuburg und Traiskirchen kämpfen noch um das Heimrecht im Viertelfinale.

Nach einer durchwachsenen Saison haben die Bulls am Freitag die Möglichkeit, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Die bisherigen vier Saisonduelle gegen Wien konnten die Bulls für sich entscheiden, dementsprechend optimistisch geben sich die Kapfenberger auch: „Wir freuen uns auf das vielleicht vorentscheidende Heimspiel vor eigenen Publikum. Wir werden wieder unsere besten Leistungen abrufen“, so Coach Klym Artamonov. Bedeutung hat diese Begegnung auch für die COLDAMARIS BBC Nord Dragonz. Gewinnen die Dragonz ihr Spiel gegen die CITIES Panthers Fürstenfeld und verlieren die Bulls, haben die Eisenstädter den Topplatz der Qualifikationsrunde bereits vorzeitig fixiert.

Wels gewann die letzten neun Heimspiele
In Wels kommt es währenddessen zur Wiederholung des Cup-Finales. Die letzten beiden Begegnungen konnte jeweils das Heimteam nach einem harten Kampf mit 96:94 für sich entscheiden, inklusive einer packenden Double-Overtime. Die Flyers müssen aber zumindest dieses Wochenende auf Renato Poljak verzichten, der sich am vergangen Freitag im OÖ-Derby eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat. Die Dukes wissen aber trotz dieses Ausfalls um die Stärken der Messestädter Bescheid: „Spiele gegen Wels fühlen sich jedes Mal wie ein Finale an. Wels ist ein sehr gutes Team, mit vielen guten Spielern. Sie agieren als Team und sind aggressiv und kämpfen um jeden Ball. Wir müssen alles geben, um die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen, aber das ist unser Ziel“, so Dragan Bjeletic.

Traiskirchen im Kampf um das Heimrecht
Die Arkadia Traiskirchen Lions konnten ihre letzten beiden Spiele in Oberwart gewinnen, haben in der Platzierungsrunde aber ihren Rhythmus noch nicht gefunden. Erst ein Spiel konnte man in den sechs bisherigen Runden für sich entscheiden, die UNGER STEEL Gunners Oberwart gingen vier Mal als Sieger vom Feld. Die Lions brauchen jetzt unbedingt Erfolge, um im Kampf um das Heimrecht im Viertelfinale nicht den Anschluss zu verlieren. Leicht wird das aber nicht, wurde man von den Oberwartern bei der letzten Begegnung doch zu 18 Ballverlusten gezwungen. „Freitag erwartet uns ein weiteres kampfbetontes Spiel gegen Traiskirchen. Wir haben diese Saison bereits viermal gegen sie gespielt und jedes Spiel war für beide Teams eine Herausforderung. Unsere Defensive wird wieder entscheidend sein, um ein gutes Ergebnis zu erzielen“, so Gunners Coach Matthew Otten.

Gmunden zuletzt mit zwei Auswärtsniederlagen
Die Raiffeisen Swans Gmunden warten schon über ein Jahr auf einen Erfolg in Graz, auch die letzten beiden Auswärtsspiele gegen die Dukes und Flyers gingen verloren. Bei den Grazern stechen vor allem die Legionäre heraus, die den Großteil der Spielminuten am Feld stehen. „Graz hat viel individuelles Potential, da müssen wir vor allem defensiv als Team kompakt auftreten“, gibt Schwan Lukas Schartmüller die Richtung für die Defense vor. Der UBSC Raiffeisen Graz hat trotz der letzten Doppelrunde ein Testspiel gegen die chinesische U19-Auswahl in Lasko absolviert.
 
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28.03.2025