Zeitweise Führung in der ersten Halbzeit, immer auf Tuchfühlung und am Ende fehlten lediglich fünf Tore.
Beim Vier-Nationen-Turnier in Paris (FRA) zeigte Österreich vor rund 15.000 Zuseher:innen in der La Defense Arena mit jenen Attributen gegen den amtierenden Europameister auf, die Teamchef Iker Romero stets fordert. Gastgeber Frankreich verlangte man mit Herz, Leidenschaft und Kampfgeist Freitagabend alles ab, musste sich lediglich 29:34 geschlagen geben. Im Spiel um Platz 3 trifft man damit am Sonntag, 14:30 Uhr live auf Krone TV, auf Slowenien, das Island 26:32 unterlag.
„Ich bin nicht zufrieden, ich bin unglaublich zufrieden“, kam von Teamchef Iker Romero nach Spielende großes Lob. Und das zurecht. Auch wenn das Spiel nach rund drei Minuten mit einer Schrecksekunde begann. Beim ersten Treffer Frankreichs zum 1:2 machte Elias Kofler ein paar Schritte Richtung Mittellinie, legte sich dann am Boden und kam nur mit Hilfe vom Feld. Eine Diagnose ist noch ausständig.
Österreich legte zu Spielbeginn immer wieder vor. Die Führung wechselte dabei auch ein ums andere Mal. Erst in der 24. Minute konnte Frankreich erstmals mit zwei Toren in Führung gehen. Leon Bergmann verhinderte in dieser Phase mit einer seiner insgesamt 15 Paraden das minus drei.
Mit 16:18 ging es in die Pause, aus der man den Willen und die Motivation aus den ersten 30 Spielminuten direkt wieder mit aufs Feld nahm. Jakob Nigg verkürzte prompt auf 17:18 und nur Charles Bolzinger im Tor der Franzosen, der auch zum Man of the Match gekürt wurde, verhinderte direkt danach den Ausgleich.
Die rotweißrote Deckung stellte Les Bleus vor gehörig Probleme, wodurch Frankreich sich keinen echten Polster erspielen konnte. Erst in der 44. Minute legte der Europameister mit viel Glück erstmals mit vier Treffern vor. Der Ball prallte von der Querlatte auf die Ferse von Leon Bergmann und von dort zum 24:20 ins Tor.
Mit einem Doppelschlag gelang es Österreich nur wenig später den Abstand wieder auf zwei Tore zu verkürzen. In der 53. Minute brachte Lukas Hutecek sein Team sogar auf 27:28 heran und die Stange rettete Frankreich beim Konter von Sebastian Frimmel vor dem zu diesem Zeitpunkt mehr als verdienten Ausgleich.
Stattdessen zeigte sich Frankreich in der Schlussphase etwas effizienter und setzte sich 34:29 durch. Die Niederlage sorgte dennoch für zufriedene Gesichter im rotweißroten Lager, zeigte man gegen Frankreich schließlich jene Reaktion, die man nach der Niederlage gegen Tschechien unbedingt aufs Feld bringen wollte.
Teamchef Iker Romero: „Wir haben gekämpft, hatten den Willen und die Leidenschaft. Da war heute alles dabei, was es gegen eine der besten Mannschaften der Welt braucht. Für einen Sieg muss da natürlich alles klappen, aber wir hatten bis zum Schluss die Chance auf die Sensation und haben über 60 Minuten alles gegeben. Einfach überragend.“
Sebastian Frimmel: „Es war ein sehr guter Auftritt von uns im Großen und Ganzen. Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Bälle zu einfach hergegeben, da haben sie uns ein wenig in der ersten und zweiten Welle überrannt. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht und waren das ganze Spiel dran. Mit ein paar wichtigen Bällen die hätten reingehen müssen, wie der von mir leider, hätten wir es noch knapper gestalten können. Aber ich denke heute können wir etwas zufriedener sein als nach dem Spiel gegen Tschechien. Ein sehr solider Auftritt von uns. Wir haben jetzt noch ein Testspiel. Wenn wir da noch einen Schritt machen können, bin ich sehr zuversichtlich für die EURO.“
Vorbereitungsturnier, Paris (FRA)
09.01., 18:30 Uhr: Island vs. Slowenien 32:26 (21:13)
09.01., 21:10 Uhr: Frankreich vs. Österreich 34:29 (18:16)
Österreich: Lukas Hutecek (9/12), Jakob Nigg (4/4), Markus Mahr (3/5), Janko Bozovic (3/8), Sebastian Frimmel (3/5), Mykola Bilyk (3/7), Lukas Herburger (1/1), Nicolas Paulnsteiner (1/2), Eric Damböck (1/1), Tobias Wagner (1/1), Emanuel Petrusic, Nils Moser, Nemanja Belos, Boris Zivkovic, Elias Kofler, Michael Miskovez, Leon Bergmann (32% gehaltene Bälle – 15/46), Constantin Möstl (0% gehaltene Bälle – 0/2)
11.01., 14:30 Uhr: Österreich vs. Island/Slowenien, live auf Krone TV
11.01., 17:30 Uhr: Frankreich vs. Island/Slowenien
17th Men´s EHF EURO 2026
15. Jänner – 01. Februar 2026
Ausrichter: Dänemark, Norwegen, Schweden
Titelverteidiger: Frankreich
Website, Spielplan & Ticketing: https://ehfeuro.eurohandball.com/men/2026/
Vorrunden-Spielplan
Deutschland vs. Österreich
Do., 15. Jänner 2026, 20:30 Uhr, Herning (DEN)
Österreich vs. Spanien
Sa., 17. Jänner 2026, 18:00 Uhr, Herning (DEN)
Österreich vs. Serbien
Mo., 19. Jänner 2026, 18:00 Uhr, Herning (DEN)
Vorrundengruppen
Gruppe A, Herning (DEN): Deutschland, Spanien, Österreich, Serbien
Gruppe B, Herning (DEN): Dänemark, Portugal, Nordmazedonien, Rumänien
Gruppe C, Oslo (NOR): Frankreich, Norwegen, Tschechien, Ukraine
Gruppe D, Oslo (NOR): Slowenien, Färöer, Montenegro, Schweiz
Gruppe E, Malmö (SWE): Schweden, Kroatien, Niederlande, Georgien
Gruppe F, Kristianstad (SWE): Ungarn, Island, Polen, Italien
Presseinfo
Handball Austria/ÖHB
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09.01.2026








