„Distanz wahren“: Vienna empfängt den FC Lustenau
Am morgigen Freitag gastiert im Zuge der 20. Runde in der „Heute für Morgen“-Ersten Liga der FC Lustenau 1907 auf der Hohen Warte. Ziel ist es, punktuellen Abstand zu den Vorarlbergern zu halten. Spielbeginn gegen den Tabellennachbarn ist wie üblich um 18:30 Uhr.
Punkte, die bleiben
Vienna-Trainer Alfred Tatar und sein Team setzen dieser Tage alles daran, dass die drei morgen zu vergebenen Punkte gegen den direkten Konkurrenten auch ja in Döbling bleiben. Statistische Elemente sprechen dafür. Die bisherigen Begegnungen zwischen der Vienna und dem FC Lustenau endeten jeweils mit Heimsiegen, in denen die gastgebende Mannschaft vier Tore erzielen konnte. Weiters hat Blau-Gelb in dieser Saison noch nie mehr als drei Niederlagen am Stück kassieren müssen. Den zwei bisherigen Punktetälern (es waren die Runden 4-6 bzw. 10-12) folgten jeweils volle Erfolge auf der Hohen Warte. Die Vorarlberger, in der Tabelle drei Punkte hinter der Vienna zu finden, blieben in dieser Spielzeit auch schon vier Spiele ohne Punktgewinn. Das war zu Beginn der Saison. Seitdem hat sich einiges geändert bei den Blauen Lustenauern.
Im Westen viel Neues
Viele Steine sind nicht aufeinandergeblieben, seit die Vienna Mitte September beim FC gastierte. Der 4:1-Sieg der Gastgeber sollte der letzte Erfolg von Hans Kogler als Lustenau-Trainer sein. Drei Niederlagen später war Kogler Geschichte. Mit Damir Canadi übernahm ein Mann, den mit Alfred Tatar ein gemeinsames Jahr beim russischen Topverein Lok Moskau verbindet. Tatar war damals, in der Saison 2008/09 Rashid Rachimovs Co, Canadi Spartentrainer.
Über die Stationen FAC und Simmering landete Canadi also im Ländle und verstärkte sogleich den übernommenen Kader. Mit Christian Haselberger (Ex-Wiener Neustadt), Martin Teurezbacher (Ex-Austria Amateure) sowie einem guten blau-gelben Bekannten, Ex-Vienna Goalie Andreas Lukse, gelang dem Neo-Coach ein Einstand nach Maß. 6:1 wurde Blau-Weiß in Linz paniert, es folgten Unentschieden gegen Altach, Hartberg und den LASK sowie eine 0:2-Niederlage im Derby gegen die Austria.
Captain Dospel kein Thema
Zuletzt war der etatmäßige Kapitän Ernst Dospel aufgrund seiner fünften gelben Karte gesperrt, seiner Teilnahme an der morgigen Partie steht eine entzündete Achillessehne im Weg. Auch Markus Lackner, der Pechvogel der letzten Wochen – eine kleine aber schmerzhafte Blessur folgte der nächsten – wird beim Spiel gegen den FC nicht mitwirken können. Der Defensivmann musste das gestrige Training erneut abbrechen, an einen Einsatz am Freitag ist im Moment nicht zu denken.
Definitiv wieder hergestellt und wieder hochmotiviert im Mannschaftstraining ist hingegen Dominik Rotter nach seinen ausgeheilten Bänderrissen. Eigentlich wäre sein Comeback erst fürs Frühjahr geplant gewesen, nun scheint bereits ein Einsatz gegen den FC möglich. Ein Glück, dass Rotters Stürmerkollege Rade Djokic nicht teilt. Dieser fehlt weiterhin.
Tatars Kollege Canadi muss übrigens nur Verteidiger Philipp Eisele vorgeben, gesperrte Spieler gibt es weder auf Vorarlberger noch auf Wiener Seite.
Presseinfo First Vienna FC
24.11.2011