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Österreichs U19-Nationalteam zeigte bei der Inlinehockey-Europameisterschaft in Krefeld eine gute Leistung, musste die Heimreise allerdings um Haaresbreite ohne Medaille antreten.

Österreich mit tollem Turnierstart
Am vergangenen Wochenende fand in Krefeld (Deutschland) die U19 Europameisterschaft im Inline-Skaterhockey statt. Bereits am Samstag zeigte die ISHA-Auswahl in den ersten vier ingesamt sechs Gruppenspielen ihr Können. Österreich wehrte sich gegen die beiden Top-Favoriten Deutschland und der Schweiz tapfer. Gegen Großbritannien holten Österreichs Nachwuchs-Hoffnungen auch den ersten Punkt. Kapitän Maximilian Koglbauer sorgte in diesem Spiel für die Österreichische Führung, ehe die Briten 21 Sekunden vor Spielende zum 1:1-Enstand trafen.

Höchstspannung im „kleinen Finale“
Durch diese Ergebnisse vom ersten Spieltag war die Ausgangslage am zweiten und finalen Turniertag, dem Sonntag, bereits klar. Nach den zwei abschließenden Gruppenspielen kam es um 14 Uhr zum alles-entscheidenden Match um Bronze. Österreich forderte dabei Großbritannien heraus. Es entwickelte sich das erwartete Spiel auf Augenhöhe. Österreich erwischte den besseren Start: Jonas Prerauer stocherte den Ball in der 6. Spielminute zum 1:0 hinter die Torlinie. Die Briten glichen in der 13. Spielminute aus, doch netzte Mathias Hofer kurz vor Halbzeitpause im Powerplay zum 2:1 für Österreich ein.

Auch in der zweiten Halbzeit gelang den rot-weiß-roten der bessere Start. Nach einer Glanztat von Torhüter Marvin Alfanz hämmerte Benjamin Kirsteuer den Ball in der 24. Spielminute mit einem satten Schlagschuss zum 3:1 ins Netz! Im Inline-Skaterhockey ist eine Zwei-Tore-Führung aber schnell verspielt. Österreich nahm zwei Strafen binnen fünf Minuten und beide Male nutzten die Briten dies eiskalt aus. Zwölf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit stand damit ein 3:3 auf der Anzeigetafel. Die Spannung war nun förmlich spürbar. Beide Torhüter wehrten einige hochkarätige Chancen ab. 2:20 Minuten passierte allerdings den Österreichern der entscheidende Fehler: Großbritannien konterte die rot-weiß-rote Defensive aus und traf zum 3:4. Österreich kämpfte bis zur letzten Sekunde, doch sollte kein weiterer Treffer mehr fallen.

Die Bronze-Medaille geht somit auch heuer, zum zweiten Mal in Folge, nach Großbritannien. Zuvor, von 2014 bis 2017, konnte Österreich vier Mal in Folge das „ewige Duell im Bronze“ gegen die Briten gewinnen.

Der EM-Titel ging an die Schweiz. Die Eidgenossen entthronten Gastgeber Deutschland im Finale mit 6:3 und sind damit neuer U19 Europameister.

Die U19-Europameisterschaft 2019 ist damit Geschichte, in zwei Wochen sind nun die Herren an der Reihe. Diese findet vom 25. bis 27, Oktober in Rodovre, einem Vorort der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt. Österreich wird dabei auf Großbritannien, Schweiz, Deutschland, Ukraine und Dänemark treffen.

Presseinfo: ISHA

14.10.2019


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