Red Bull Salzburg, Rapid, Rapid Wien, #RBSSCR

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In der 18. Runde der Tipico Bundesliga stand am Sonntag das Duell Red Bull Salzburg vs. Rapid Wien auf dem Programm. Die Mozartstädter feierten am Ende einen souveränen 4:2-Heimsieg. Daka avancierte mit Dreierpack zum Matchwinner für die Bullen!

Noch bevor das Spiel begann, mussten die Gastgeber einen personellen Nackenschlag verkraften. Beim Aufwärmen traten beim Schweizer Okafor Probleme im Adduktorenbereich auf. Aaronson rückte kurzfristig in die Startelf. Bereits in der zweiten Minute leitete der US-Legionär den ersten gefährlichen Angriff der Gastgeber ein. Nach einer Flanke des 20-Jährige wird zunächst ein Kopfball von Kristensen geblockt. Sein – gefühlt nicht ganz beabsichtigter – Abpraller wird brandgefährlich und kann von Rapid-Torhüter Strebinger in höchster Not geblockt werden. Aus dem folgenden Eckball von Junuzovic prüfte Bernede den Schlussmann der Hütteldorfer. Der lässt den Ball fallen und Daka setzt den Ball neben das Tor. Schiedsrichter Harkam sah in dieser Szene ein Foulspiel des Bullen-Stürmers und zeigte ihm dafür auch die gelbe Karte. Eine Fehlentscheidung. Weiter ging es mit sehr ambitioniert starteten Gastgebern. In der siebenten Minute konnte sich erneut Strebinger gegen Berisha auszeichnen als der deutsche Nachwuchsnationalspieler vor dem Gäste-Tor auftauchte (10.). Nach dieser Möglichkeit kamen die Gäste aus Wien-Hütteldorf besser ins Spiel. Offensive Ausrufezeichen konnten die Grün-Weißen zwar keine setzen. Das Spiel selbst verlief nach rund 15 Spielminuten weitgehend ausgeglichen. In der 28. Minute landete der Ball im Netz. Die Gäste jubelten über den vermeintlichen 0:1-Führungstreffer. Nach einer sehenswerten Einzelleistung von Ritzmaier landet der Ball nach einem herrlichen Zuspiel bei Fountas. Der Grieche netzt den Ball ein, doch der Jubel kam zu früh. Die Unparteiischen entschieden auf eine Abseitsposition. Eine äußerst knappe, aber definitiv höchst diskutable Entscheidung. Praktisch im Gegenzug gingen die Gastgeber in Führung. Ulmer schickt Aaronson auf die Reise. Der lässt zwei Rapid-Verteidiger ganz alt aussehen. Seine Hereingabe lässt Berisha für Daka abprallen und er netzt den Ball zum 1:0-Führungstreffer ein. Auf den Rückstand reagierten die Hütteldorfer keineswegs geschickt. Ein Schuss von Knasmüllner verfehlte das Tor der Bullen sehr knapp (33.). Fünf Minuten später konnte sich Rapid-Torhüter Strebinger gegen Mwepu auszeichnen. Der Bullen-Spieler stand nach Traumpass von Junuzovic völlig alleine vor dem Gäste-Goalie. 60 Sekunden später hatte Daka eine weitere gute Möglichkeit. Ljubicic verlor zwar den Zweikampf in dieser Situation. Durch sein Winkelspiel verhinderte er allerdings eine „größere Torchance“. In der 42. Minute konnte sich Strebinger bei einem Schuss von Daka auszeichnen. Diese Parade fiel allerdings in die Rubrik „dankbarer Tormannball“. Es war die letzte erwähnenswerte Aktion einer hochklassigen ersten Halbzeit. Pausenstand in der Red Bull Arena 1:0!

Wer in der zweiten Halbzeit nun deutlich intensiver, oder auch offensiver agierende Gäste erwartete wurde bitter enttäuscht. Die Hütteldorfer fielen deutlich zurück und verloren von Minute zu Minute mehr den Zugriff auf das Spiel. So hatte Red Bull Salzburg wenig Mühe das Spiel deutlich zu dominieren. Ein Auszug aus den guten Chancen der Bullen nach dem Seitenwechsel. Nach Vorarbeit von Daka trifft Berisha in der 47. Minute die Latte. Nach Berisha-Traumpass klärt Strebinger in höchster Not vor Mwepu (56.). 60 Sekunden später entschärft Strebinger einen Vallci-Schuss. 180 Sekunden danach wurde ein Hammer von Ullmer in höchster Not geblockt. In der 69. Minute verpasste Aaronson eine Hereingabe von Berisha denkbar knapp. In Minute 88 klärte der eingewechselte Greiml vor dem ebenfalls eingewechselten Adeyemi. Aufgrund dieser deutlichen Überlegenheit waren Tore „nur eine Frage der Zeit“. In der 64. Minute gelang Red Bull Salzburg das 2:0. Nach einem Steilpass auf Berisha legt der Stürmer quer auf Daka und der trifft zum 2:0. Sechs Minuten danach nahm sich der bärenstarke Aaronson den Ball technisch sehr hochwertig an und mit. Der US-Amerikaner bedingt Berisha mustergültig. Sein Querpass landet vor Daka und der trifft souverän zum 3:0. In der Nachspielzeit gelang den Gästen noch das Ehrentor. Der eingewechselte Schuster traf in der 91. Minute zum 3:1. Das letzte Worte in diesem Spiel hatten vermeintlich die Gastgeber. Nach einer Vorlage von Berisha (Anm.: Vierter Assist des Spiels) erzielte Adeyemi das 4:1. In den letzten Sekunden des Spiels hatten die Gäste das allerletzte Wort. Kara nutzte Abstimmungsschwierigkeiten in der Bullen-Abwehr in den letzten Sekunden des Spiels zum 4:2-Endstand aus.

Dieses Resultat ging auch aufgrund der zweiten Halbzeit völlig in Ordnung, hätte in Wahrheit allerdings noch deutlicher ausfallen können, wohl eher müssen. Red Bull Salzburg hatte am Ende ein deutliches Übergewicht an hochwertigen Torchancen. Über zumindest 65, 70 Minuten waren die Bullen die deutlich spielbestimmende Mannschaft. Rapid Wien konnte nur phasenweise den Mozartstädtern „Paroli auf Augenhöhe“ bieten. Alles in allem war es durchaus eine enttäuschende Leistung der Grün-Weißen, die sich nicht an der Obergrenze des eigenen Leistungsvermögens präsentierten. So hatten die Gastgeber am Ende (gefühlt zu leichtes) Spiel!

Red Bull Salzburg vs. Rapid Wien 4:2 (1:0)
Red Bull Arena, ohne Zuschauer (Coronavirus), SR Harkam

Tore: Daka (30., 64., 70.), Adeyemi (92.) bzw. Schuster (91.), Kara (94.)

Red Bull Salzburg: Stankovic – Kristensen (77./Farkas), Ramalho, Vallci, Ulmer (77./Solet) – Bernede, Junuzovic (73./Seiwald) – Mwepu (73./Sucic), Aaronson – Daka (72./Adeyemi), Berisha
Rapid Wien: Strebinger – Stojkovic, Ljubicic (76./Greiml), Barac – Schick (76./Arase), Petrovic, Knasmüllner (69./Demir), Ritzmaier (76./Schuster), Ullmann – Fountas (46./Grahovac), Kara

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21.02.2021