Österreichs Handballer treffen bei EHF EURO 2022 in Bratislava auf Deutschland, Weißrussland und Polen

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Deutschland, Weißrussland und Polen – das sind Österreichs Vorrunden-Gegner bei der EHF EURO 2022, die von 13. bis 30 Jänner 2022 in Ungarn und der Slowakei ausgetragen wird.

Die Equipe von Teamchef Aleš Pajovič wird seine Vorrundenspiele in Bratislava bestreiten, ORF wird sämtliche Spiele live übertragen. Die Top 2 aller sechs Vorrundengruppen ziehen in die Hauptrunde ein, die in Bratislava und Budapest gespielt wird.

Freundschaftsspiel 2020, Hauptrunde EURO 2020, Quali EURO 2022, Vorrunde EURO 2022 – Binnen 24 Monate wird man dem großen Bruder Deutschland kommenden Jänner in der Vorrunde der EHF EURO 2022 zum fünften Mal gegenüber stehen. Es wird das 54. Duell der Geschichte, die Spiele gegen die BRD und DDR mitgerechnet.

Mit Deutschland, Weißrussland und Polen hat man insgesamt eine schwere Gruppe erwischt. Weißrussland kennt man ebenfalls gut aus den vergangenen Jahren, setzte sich 2018 im Play-off zur WM 2019 durch und erreichte dank des Ausgleichs durch Nikola Bilyk in sprichwörtlicher letzter Sekunde bei der Heim-EURO im Jänner 2020 den historischen 8. Platz.

Polen war 2016 noch selbst Ausrichter der EURO, kam damals auf Rang Sieben. Danach befand man sich in einem wahren Umbruch, verpasste sowohl die EURO 2018, die WM 2019 als auch die EURO 2020. Seither befindet man sich wieder in einem Aufschwung.

Ein bisschen hofft man auch den Faktor Fans, soweit diese in acht Monaten zugelassen sind. Mit Bratislava hat man den nähest möglichen Spielort erwischt, lediglich 45 Kilometer von Wien entfernt. Zudem werden alle Spiele des österreichischen Nationalteams live im ORF übertragen, der sich die Rechte bereits sicherte.

Teamchef Aleš Pajovič: „Bei einer EURO gibt es keine leichten Gegner und keine leichten Gruppen. Insgesamt können wir mit dieser Gruppe zufrieden sein. Deutschland zählt zu den Medaillenkandidaten, ist damit der große Favorit. Gegen Weißrussland und gegen Polen sehe ich unsere Chancen. Gegen Weißrussland haben wir das bereits bei unserer Heim-EURO bewiesen, Polen konnte in der Quali zwar Slowenien schlagen, hat aber umgekehrt auch gegen die Niederlande verloren. Es sind zwei starke Nationen, aber wenn wir komplett sind, mit Nikola Bilyk, Alexander Hermann, etc. haben wir unsere Chancen. Wir müssen mit der gleichen Mentalität und Motivation an die Sache ran gehen, wie wir das bei der Heim-EURO getan haben.“

Sportdirektor Patrick Fölser: „Deutschland ist natürlich eine absolute Topnationen gegen die es ganz schwer wird und wir kennen sie aus der Quali. Da haben wir uns zweimal nicht von unserer besten Seite präsentiert. Das können wir besser. Weißrussland kennen wir ebenfalls gut, konnten in unserem letzten Spiel bei der Heim-EURO ein wichtiges Unentschieden einfahren. Sie haben sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Mit Polen haben wir aus meiner Sicht den stärksten Gegner aus Topf 4 zugelost bekommen. Polen ist wieder im Aufschwung. Insgesamt eine interessante Gruppe. Unser großes Ziel war, uns erfolgreich zu qualifizieren. Jetzt werden wir die Gegner analysieren, werden uns bestmöglich vorbereiten und bei der EURO selbst alles reinhauen.“

Men´s EHF EURO 2022
14. bis 30. Jänner 2022

Ausrichter: Ungarn & Slowakei
Teilnehmende Nationen: 24
Titelverteidiger: Spanien

Gruppe A, Debrecen (HUN): Slowenien, Dänemark, Nord-Mazedonien, Montenegro
Gruppe B, Budapest (HUN): Portugal, Ungarn, Island, Niederlande
Gruppe C, Szeged (HUN): Kroatien, Serbien, Frankreich, Ukraine
Gruppe D, Bratislava (SVK): Deutschland, Österreich, Weißrussland, Polen
Gruppe E, Bratislava (SVK): Spanien, Schweden, Tschechien, Bosnien-Herzegowina
Gruppe F, Košice (SVK): Norwegen, Russland, Slowakei, Litauen

Presseinfo Handball Austria/ÖHB

06.05.2021