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Der spusu SKN St. Pölten Rush gewinnt das Finale im SPORTLAND Niederösterreich Frauen Cup. Die Titelverteidigerinnen setzen sich beim mit 2300 Fans zuschauer:innen stärksten Finale der Geschichte in der ERGO Arena in Wiener Neustadt mit 3:0 (2:0) gegen die Premieren-Finalistinnen des FK Austria Wien durch und feiern damit den historisch 10. Cup-Titel der Vereinsgeschichte.

Die 48. Ausgabe des höchsten österreichischen Frauen-Cup-Wettbewerbs startet mit zwei offensiv agierenden Teams, die von Spielbeginn weg um jeden Zentimeter auf dem Spielfeld fighten.

Der erste Treffer nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gelingt den Wölfinnen aus St. Pölten. Mateja Zver kommt über links Richtung Strafraum, zieht ab und schlenzt den Ball unhaltbar für Austria-Torfrau Larissa Haidner ins lange Eck (24.). Für die Austria ein bitterer Moment in einer Phase, in der die Violetten auf Grund einer Behandlungspause für Verena Volkmer in Unterzahl agieren müssen. Kurz nach dem Rückstand muss die Kapitänin verletzt ausgewechselt werden.

Die St. Pöltenerinnen übernehmen Mitte der ersten Hälfe das Spielgeschehen und können nach einer halben Stunde nachlegen. SKN-Kapitänin Jennifer Klein zieht aus gut 25 Metern ab, der Ball wird abgefälscht und landet im Tor der Austria – erneut ist Torfrau Haidner machtlos (30.). Die Austria erholt sich nach wenigen Minuten vom Doppelschlag und versucht es in der 36. Minute mit einem Distanzschuss, Stefanie Schneeberger setzt den Abschluss allerdings zu hoch an. Es bleibt bei der 2:0-Pausenführung für die Niederösterreicherinnen.

Die Wölfinnen sind es nach dem Seitenwechsel auch, die nach wenigen Minuten den optimalen Start in die zweiten fünfundvierzig Minuten erwischen. Nach einem Corner gelangt der zweite Ball zu Sarah Mattner-Trembleau, die im Strafraum abzieht und ebenfalls mit einem unhaltbaren Schlenzer ins lange Eck auf 3:0 erhöht (47.) – es ist die frühe Vorentscheidung.

Die Austria agiert auch nach dem dritten Gegentreffer aufopferungsvoll und kommt durch Teamspielerin Katherina Schiechtl per Kopfball nach Corner von links (61.) zu einer guten Gelegenheit auf den ersten Treffer.

Mit dem Drei-Tore-Vorsprung im Rücken verwalten die Niederösterreicherinnen die Führung gekonnt. Die Austria bleibt ihren offensiven Bemühungen treu, bleibt aber an diesem historischen Cup-Nachmittag unbelohnt.

Der spusu SKN St. Pölten Rush feiert mit dem Erfolg nicht nur den 52. Sieg im SPORTLAND Niederösterreich Frauen Cup in Serie sondern sichert sich damit den insgesamt 10. Cup-Titel der Vereinsgeschichte. Die Wölfinnen wahren damit zudem die Chance auf das achte Double der Vereinsgeschichte aus Cup-Sieg und Meisterschaft in der ADMIRAL Frauen Bundesliga.

Die Stimmen zum Finale:
ÖFB-Präsident Klaus Mitterdorfer:
„Es war ein großartiger Nachmittag. Die Stimmung mit über 2300 Zuschauer:innen zeigt, dass die Wertigkeit des Frauenfußballs steigt. Nicht nur für den Spitzenfußball, sondern auch, weil es ein tolles Zeichen für die vielen jungen Mädchen ist, die im Amateurbereich Fußball spielen.“

ÖFB Sportdirektor Peter Schöttel: „Eine sehr gelungene Veranstaltung heute, mit vielen Zuschauer:innen. Die Fans haben für eine tolle Stimmung gesorgt. Die Austria hat es St. Pölten vom Start weg sehr schwierig gemacht, sie haben sehr körperbetont gespielt. Der erste Gegentreffer war mit der Unterzahl sicherlich sehr unglücklich. Alles in allem hat es St. Pölten am Ende des Tages souverän gemacht und den Titel verdient gewonnen.“

SKN-Cheftrainerin Liése Brancao: „Es ist jedes Mal wieder wie beim ersten Cup-Sieg, ein sehr besonderer Nachmittag heute für mich. Gerade für unsere jungen Spielerinnen war es ein wichtiges Zeichen, dass sie auch sehen, dass es nicht selbstverständlich ist, jeden Gegner zu schlagen, sondern dass viel Arbeit dahintersteckt.“

SKN-Kapitänin Jennifer Klein: „Es war das erste Cup-Spiel mit so einer Stimmung. Das bedeutet uns allen unglaublich viel, für die harte Arbeit, die wir alle tagtäglich verrichten. So viel Stimmung in ein Stadion zu bekommen als Frauenteams, ist unglaublich. Das kann dem Frauenfußball einen weiteren Push bringen. Ich hoffe, dass viele sehen, dass Frauenfußball auch cool ist.“

SKN-Spielerin Anna Johanning: „Ich glaube, es war das erwartet schwere Spiel. Die Kulisse war einzigartig für ein Cup-Spiel in Österreich, richtiges Gänsehaut-Feeling. Es war von Beginn an ein Fünfzig-Fünfzig-Spiel, das erste Tor hat uns dann sehr gut getan. Am Ende haben wir die ein oder andere Spielerin, die den Unterschied machen können. Dennoch konnten wir uns nie sicher sein, weil wir wissen, dass auch die Austria offensiv immer gefährlich ist.“

FK Austria Wien-Cheftrainer Stefan Kenesei: „Extrem unglücklich heute. Über die Qualitäten von St. Pölten brauchen wir nicht diskutieren, dennoch haben wir heute das Glück nicht auf unserer Seite gehabt, wenn wir uns die Gegentreffer ansehen oder die Verletzung von Verena Volkmer. Wir sind bitter enttäuscht heute, das ist klar.“

Katharina Schiechtl: „Natürlich enttäuschend, dass wir verloren haben und uns heute kein Treffer gelungen ist. Dennoch war es für uns alle ein Extra-Motivationsschub, heute vor dieser Kulisse zu spielen. Die Austria hat das super organisiert und wir sind extrem dankbar über die Unterstützung. Die Fans haben auch nach dem 0:3 nicht aufgehört, uns zu supporten, obwohl das Spiel schon entschieden war. Das ist einfach gewaltig.“

Austria Torhüterin Larissa Haidner: „Es bleibt dennoch ein unvergesslicher Moment. Wir haben es als Austria noch nicht erlebt, im Finale zu stehen. Die Fans heute waren einzigartig, wir können trotz der Niederlage stolz auf uns sein. Wir werden weiter dranbleiben. Es ist für uns erst der Anfang, auf dem wollen wir aufbauen.“

Presseinfo
ÖFB

SKN St. Pölten Frauen gegen Austria Wien – die Bilder vom Finale im Sportland NÖ Frauen Cup

09.05.2024