Viel Eishockeyliebe, aber keine Geschenke gibt’s im Playoff-Viertelfinale am Valentinstag in der Ö Eishockey Liga: Der EHC Lustenau hat am Samstag beim ATSE Graz die Chance, das Halbfinal-Ticket zu buchen. Der EHC Kundl kann nach dem sensationellen Auswärtssieg im Heimspiel gegen Kapfenberg den Halbfinal-Sack zu machen. Der HC Kufstein hat gegen Titelverteidiger Sharks Gmunden mit der Serien-Führung die Möglichkeit, zuhause den Halbfinal-Aufstieg zu fixieren. Und auch der SC Hohenems hat in Wien beim WEV den ersten Matchpuck, um den Einzug unter die letzten Vier zu schaffen.
Die Ö Eishockey Liga wird auf der Livestreaming-Plattform von RED+ gezeigt.
Viertelfinale 1 – Spiel 2: ATSE Graz vs. EHC Lustenau
Sa., 14. Februar 2026, 18:30 Uhr, Graz Merkur Eisstadion (Halle A)
Der ATSE Graz erwartet im Viertelfinale am Samstag in der Best-of-Three-Serie den souveränen Division-West-Sieger EHC Lustenau im Grazer Merkur Eisstadion. Die Vorarlberger führen in der Serie nach dem deutlichen 7:2-Heimsieg in der Rheinhalle mit 1:0 und können in der steirischen Landeshauptstadt mit einem Auswärtssieg das Halbfinal-Ticket buchen. Nur rund zwölf Minuten konnten die Grazer im Ländle mit dem von Beginn an überlegenen Favoriten mitspielen, mit einem Doppelschlag stellten Goalgetter Chris D’Alvise, der einen Hattrick erzielte, und David Slivnik binnen 31 Sekunden die Weichen auf Serien-Führung. Nach Halbzeit der Partie führten die Löwen mit 4:0, ehe der ATSE im letzten Drittel durch Cody Wickstrom und Mathias Werkl auf 2:4 verkürzen konnte. Erneut war es Chris D’Alvise, der mit dem 5:2 zur Vorentscheidung traf. Auffälligster Mann des Spieles neben D’Alvise war Martin Grabher Meier, der mit fünf Assists als Spielmacher und Einfädler glänzte.
ATSE-Graz-Head-Coach Markus Losch will mit seiner Mannschaft gegen den Favoriten noch einmal alles reinhauen: „Nach der ersten Niederlage in Lustenau heißt es nun: Verlieren verboten! Wenn wir die Saison am Samstag noch nicht beenden möchten, muss im Heimspiel gegen den EHC Lustenau ein Sieg her. Wir werden natürlich versuchen, unser Bestes zu geben, um die Vorarlberger zu ärgern. Wenn wir unsere Arbeit gut machen, kann mit etwas Glück eine Überraschung passieren. Dazu muss aber natürlich alles passen, da Lustenau nach wie vor der große Favorit ist!“
Lustenaus Head Coach Dániel Fekete lobt die starken Grazer, möchte den Sack zum Halbfinal-Aufstieg mit seinem Team in der steirischen Landeshauptstadt zumachen: „In Lustenau haben wir eine läuferisch und körperlich starke Grazer Mannschaft gesehen. Wir haben jedoch sehr gut dagegengehalten und die entscheidenden Tore zu wichtigen Zeitpunkten erzielt. Vom Auftreten meiner Mannschaft war ich sehr zufrieden. Mit einer ähnlichen Leistung ist auch ein Erfolg in Graz möglich. Doch das Spiel beginnt bei 0:0. Wir werden versuchen, den zu erwarteten Anfangsdruck der Grazer gut zu überstehen und in weiterer Folge aus einer gesicherten Abwehrleistung zu den notwendigen Toren zu kommen. Wir haben sowohl die Routine, als auch einen starken Spielerkader, der in Graz auf Sieg spielen wird. Mit Sicherheit wird es eine engere Partie als jene, die wir in Lustenau gesehen haben!“
Viertelfinale 2 – Spiel 2: EHC Kundl vs. KSV Kängurus
Sa., 14. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisarena Kundl
Schon im Februar erlebt der EHC Kundl am Samstag gegen Division-Ost-Sieger KSV Kängurus im Viertelfinale das Spiel des Jahres in der Eisarena Kundl. Die Tiroler hatten sich in der Best-of-Three-Serie mit dem sensationellen 2:1-Sieg nach Penaltyschießen auswärts in der Stadthalle Kapfenberg in die hervorragende Ausgangslage gebracht, beim Heimspiel gegen den Favoriten den Sack zumachen und ins Halbfinale aufsteigen zu können. Von Beginn an lieferten sich die Tiroler und die Steirer am vergangenen Samstag einen intensiven Playoff-Fight auf Augenhöhe, wie das 34:34 in der Schuss-Statistik nach der Overtime bestätigte. Die Mürztaler führten durch ein Powerplay-Tor von Lukas Telsnig im ersten Abschnitt lange mit 1:0, Kundl fightete sich ins Match zurück und kam knapp acht Minuten vor dem Ende durch Sebastian Schild zum Ausgleich. Beide Keeper – Oliver Zirngast bei Kapfenberg und Jakub Kostelny bei Kundl – zeigten sich mit einer Fangquote von jeweils 97,1 % in Playoff-Form. Im Penaltyschießen war neben Kostelny, der im Shootout keinen Gegentreffer zuließ, Michal Kluka, der als einziger Schütze seinen Penalty verwerten konnte, bei den Unterinntalern der Held des Abends.
Kundls Obmann Stefan Rainer brennt mit seinem Team auf den erneuten Playoff-Kracher gegen die Steirer: „Mit einem unglaublich hart erkämpften Sieg in Kapfenberg haben wir wieder gezeigt, dass uns die stärkeren Gegner liegen. Kapfenberg startete mit enormem Druck, dem wir standgehalten haben, und danach lieferten beide Teams hochklassiges Eishockey. Jetzt erwarten wir eine volle Halle, in der jeder Fan zählt, um uns nach vorne zu peitschen. Wir analysieren das letzte Spiel genau und stellen uns auf ein hartes, fehlerfreies Match ein. Unser Plan: same-same wie auswärts! Anfangsdruck überstehen, später mit Fitness Gas geben und auf unsere Defense mit Jakub im Hinterhalt vertrauen!“
KSV-Stürmer Stefan Trost weiß, dass seine Kollegen und er die Torchancen verwerten müssen, um die Serie zurück ins Mürztal zu holen: „Wir kennen den Gegner jetzt, das ist sicher ein Vorteil. Wir wissen jetzt, wie sie spielen. Und wir werden auswärts auch so auftreten wie zuhause, aber einfach schauen, dass wir offensiv effizienter sind und dann bin ich guter Dinge, dass wir Spiel drei dann nach Kapfenberg holen!“
Kapfenbergs Spielertrainer Kristof Reinthaler ergänzt: „Im ersten Spiel haben wir über weite Strecken gut gespielt, aber die Tore zum richtigen Zeitpunkt nicht gemacht. Der gegnerische Torwart hat wirklich top gespielt, wir hatten aber auch mehrfach ein Empty Net nicht genutzt, auch im Shootout war das Tor einmal frei. Es hat einfach nicht sein sollen. Wir müssen schauen, dass wir das Abhaken und in den nächsten Spielen mehr Tore schießen!“
Viertelfinale 3 – Spiel 2: HC Kufstein vs. UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden
Sa., 14. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisarena Kufstein
Der HC Kufstein trifft am Samstag im Viertelfinal-Heimspiel in der Eisarena Kufstein auf Titelverteidiger UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden. Die Dragons lieferten sich am vergangenen Wochenende mit den Haien in der muki Arena am Traunsee einen sehenswerten Playoff-Fight, in dem sich die Tiroler in der Overtime mit 4:3 durchsetzen und den ersten Matchpuck für das Heimspiel in der Best-of-Three-Serie sichern konnten. Zwei Mal führten die Gastgeber, zwei Mal konnten die Kufsteiner ausgleichen, ehe Markus Prock nach vier Minuten im Schlussdrittel in Überzahl die erstmalige Führung für die Unterinntaler erzielte. Paul Pirklbauer schoss den amtierenden Meister knapp neun Minuten vor dem Ende in die Overtime, in der Clemens Paulweber – der wie Prock einen Doppelpack verbuchen konnte – nach nur 50 Sekunden die Serienführung für die Kufsteiner fixierte. Kufstein, das nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus gegen Gmunden im Vorjahr – damals noch im Champions Hockey League Modus nach 4:0-Auswärtssieg und 1:6-Heimniederlage – auf Revanche brennt, kann am Samstag den Sack mit einem Sieg zumachen.
Kufsteins Head Coach Andreas Luchner erwartet mit seiner Mannschaft erneut einen echten Playoff-Fight und hofft auf zahlreiche Unterstützung von den Fans: „Wir freuen uns auf ein wahres Playoff-Spiel zuhause gegen Gmunden! Die Sharks werden sicher alles für einen Ausgleich in der Serie tun, aber wir sind für ein enges, emotionsgeladenes Spiel gewappnet. Und wenn es gut läuft, dann können wir zuhause mit den Fans im Rücken den Einzug ins Halbfinale erreichen!“
Gmundens Head Coach Gregor Baumgartner war mit der Leistung in der ersten Partie zufrieden, weiß aber, worauf es für sein Team jetzt ankommt: „Wir haben grundsätzlich ein gutes Spiel abgeliefert. Wie im Playoff üblich, entscheiden Kleinigkeiten und die gilt es am Samstag noch besser und konsequenter umzusetzen. Wenn uns das gelingt, ist alles möglich!“
Viertelfinale 4 – Spiel 2: Wiener Eislauf-Verein vs. SC Samina Hohenems
Sa., 14. Februar 2026, 18:00 Uhr, WEV Arena Heumarkt
Der Wiener Eislauf-Verein fightet am Samstag in der WEV Arena am Wiener Heumarkt im Viertelfinale gegen den SC Samina Hohenems. Nur mit einem Sieg können die Wiener nach der 1:5-Niederlage auswärts im Herrenried ihre Saison verlängern und in der Best-of-Three-Serie bleiben. Knapp 35 Minuten war das Match in Hohenems eine enge Kiste, die Steinböcke führten durch ein frühes Tor von Marcel Wolf mit 1:0 und bauten den Vorsprung im zweiten Abschnitt nach wenigen Sekunden durch Patrick Spannring aus, ehe der WEV durch Lukas Kaider im Playoff angekommen war. Der Schlittschuhclub war in den entscheidenden Momenten vor dem Tor konsequenter, Christian Haidinger traf knapp fünf Minuten vor der zweiten Sirene aus dem Slot per Schlagschuss zum 3:1. Benjamin Kyllönen erhöhte knapp acht Minuten vor dem Ende auf 4:1, damit war das Match entschieden, der Emptynet-Treffer von Patrick Spannring zum 5:1-Endstand nur noch Draufgabe. Die Vorarlberger haben am Samstag den ersten Matchpuck und können den WEV nach dem Viertelfinale 2024 und Halbfinale 2025 – damals wurden beide Duelle noch im Champions Hockey League Modus ausgetragen – zum dritten Mal in Folge im Playoff besiegen.
WEV-Head-Coach Philipp Ullrich will die Serie mit seiner Mannschaft mit einem Sieg im Heimspiel verlängern: „Das erste Spiel in Hohenems war teilweise gar nicht schlecht von uns. Wir haben den Fokus leider nicht über das gesamte Spiel hochhalten können und wurden dafür mit Gegentoren bestraft. Wir müssen ein paar Sachen besprechen und werden die Serie am Samstag in ein Spiel drei zwingen. Das traue ich meiner Mannschaft zu und davon bin ich überzeugt!“
Hohenems-Sportdirektor Matthias Fritz hofft auf die Vorentscheidung in Wien, weiß aber um die Heimstärke des WEV: „Wir wollen den Schwung vom vergangenen Wochenende mitnehmen und den nächsten Schritt machen, um den Einzug ins Halbfinale zu fixieren. Wien ist vor allem zuhause sehr stabil und hat in dieser Saison am Heumarkt erst drei Heimspiele – zwei davon erst nach Shootout – verloren, was die Aufgabe entsprechend anspruchsvoll macht. Genau hier wollen wir aber als Team geschlossen auftreten, alles investieren und versuchen, unsere Leistung auf ein noch höheres Niveau zu bringen!“
Ö Eishockey Liga 2025/2026 – Playoff – Viertelfinale
Spiel 2:
ATSE Graz vs. EHC Lustenau
Sa., 14. Februar 2026, 18:30 Uhr, Graz Merkur Eisstadion (Halle A) – >> zum Livestream
Stand in der Best-of-Three-Serie: 0:1
EHC Kundl vs. KSV Kängurus
Sa., 14. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisarena Kundl – >> zum Livestream
Stand in der Best-of-Three-Serie: 1:0
HC Kufstein vs. UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden
Sa., 14. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisarena Kufstein – >> zum Livestream
Stand in der Best-of-Three-Serie: 1:0
Wiener Eislauf-Verein vs. SC Samina Hohenems
Sa., 14. Februar 2026, 18:00 Uhr, WEV Arena Heumarkt – >> zum Livestream
Stand in der Best-of-Three-Serie: 0:1
Spiel 3: (Falls nötig)
EHC Lustenau vs. ATSE Graz
Di., 17. Februar 2026, Rheinhalle Lustenau
KSV Kängurus vs. EHC Kundl
Di., 17. Februar 2026, Stadthalle Kapfenberg
UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden vs. HC Kufstein
Mi, 18. Februar 2026, muki Arena
SC Samina Hohenems vs. Wiener Eislauf-Verein
Mi., 18. Februar 2026, Eisstadion Hohenems
Spiel 1:
EHC Lustenau vs. ATSE Graz 7:2 (2:0,2:0,3:2)
Sa., 07. Februar 2026, 17:30 Uhr, Rheinhalle Lustenau
Torschützen EHC Lustenau: Christopher D‘Alvise (12:22 Min., 32:25 Min., 50:14 Min.), David Slivnik (12:53 Min.), Daniel Stefan (33:42 Min.), Manuel Metzler (52:50 Min./PP1), Ricardo Bell (59:14 Min.)
Torschützen ATSE Graz: Cody Wickstrom (43:42 Min.), Mathias Werkl (47:46 Min.)
KSV Kängurus vs. EHC Kundl 1:2 n.P. (1:0,0:0,0:1,0:0,0:1)
Sa., 07. Februar 2026, 19:30 Uhr, Stadthalle Kapfenberg
Torschütze KSV Kängurus: Lukas Telsnig (17:58 Min./PP1)
Torschützen EHC Kundl: Sebastian Schild (51:48 Min.), Michal Kluka (65:00 Min./Entscheidender Penalty)
UEHV CAM4DENT Sharks Gmunden vs. HC Kufstein 3:4 n.V. (2:1,0:1,1:1,0:1)
Sa., 07. Februar 2026, 18:30 Uhr, muki Arena
Torschützen Sharks Gmunden: Lukas Stöttner (03:40 Min.), Fabian Richter (19:36 Min.), Paul Pirklbauer (50:51 Min./PP1)
Torschützen HC Kufstein: Markus Prock (06:24 Min./PP1, 44:00 Min./PP1), Clemens Paulweber (35:01 Min./SH1, 60:50 Min.)
SC Samina Hohenems vs. Wiener Eislauf-Verein 5:1 (1:0,2:1,2:0)
Sa., 07. Februar 2026, 17:30 Uhr, Eisstadion Hohenems
Torschützen SC Hohenems: Marcel Wolf (03:52 Min.), Patrick Spannring (20:23 Min., 57:36 Min./EN), Christian Haidinger (34:57 Min.), Benjamin Kyllönen (52:15 Min.)
Torschütze Wiener Eislauf-Verein: Lukas Kaider (23:02 Min.)
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ÖEHV
11.02.2026