Jesenice kämpft gegen die Heimserie und Zagreb

KHL Medvescak Zagreb ist am Dienstag beim zweiten Gastspiel innerhalb von einer Woche beim von Personalsorgen geplagten HK Acroni Jesenice zu favorisieren. Die bisherigen beiden Saisonduelle endeten mit Shutout-Erfolgen für das Auswärtsteam.
Der HK Acroni Jesenice durchlebt derzeit schwere Stunden. Nach dem Abgang einiger Leistungsträger hat die junge slowenische Truppe drei Niederlagen am Stück einstecken müssen und befindet sich am letzten Tabellenrang. Zuletzt unterlagen Andrej Tavzelj und Co. auswärts im Derby dem HDD TILIA Olimpija Ljubljana mit 2:5, wobei die Steelers nach 175 torlosen Minuten endlich wieder einen Treffer bejubeln durften. „Wir gerieten mit dem ersten Angriff von Ljubljana in Rückstand. Gaspar Kroselj erwischte keinen guten Tag, aber wir kamen zurück in das Spiel. Erst ein schwerer Fehler, der zum 2:4 führte, besiegelte unsere Niederlage. Denn im letzten Drittel hatten wir keine Kraft mehr. Drei Spiele in fünf Tagen ist zu viel für diesen ausgedünnten Kader“, analysiert Headcoach Heikki Mälkiä die Geschehnisse.
Schon letzten Mittwoch setzte es gegen KHL Medvescak Zagreb eine 0:2-Heimniederlage. Dabei hielten die Slowenen das Spiel lange offen, bis sie ein Shorthander auf die Verliererstraße brachte. Darüber hinaus liegt der Tabellenletzte mit drei Siegen und sieben Niederlagen auch bei den Heimstatistiken auf dem hintersten Rang. „Letzte Woche zeigten wir ein gutes Spiel gegen Zagreb. Wir müssen von unserer Schnelligkeit profitieren und die Scheibe laufen lassen. Unser Tormann muss über sich hinauswachsen, denn Zagreb ist ein starkes, erfahrenes Team“, kennt Mälkiä das Erfolgsrezept. Michal Fikrt wird wieder von Anfang an das Tor hüten. Die Slowenen treten mit einem unveränderten Line-up an.
Zagreb will den Gegner kein zweites Mal unterschätzen
Der sieben Spiele andauernde Siegeszug von KHL Medvescak Zagreb fand am Sonntag bei der 3:5-Niederlage bei den Moser Medical Graz99ers sein Ende. „Wir respektieren unseren Gegner immer und Graz hat ein gutes Spiel abgeliefert. Aber uns fehlten vier Spieler und die Jungen konnten diese Lücke nicht gänzlich füllen. Wir verfügen über zwei sehr starke Reihen, wenn eine davon fehlt, schmerzt das. Sehr zufrieden war ich mit unserem Powerplay, wobei wir noch mehr Strafen herausholen können“, reflektiert Headcoach Marty Raymond. Mit 25,27% verwerteter Überzahlspiele sind die Bären das effizienteste Team in numerischer Überlegenheit. In Graz gelangen Frank Banham und Joel Prpic zwei Treffer bei drei Powerplay-Situationen.
Die Kroaten sind mit 13 Punkten aus elf Auswärtsspielen hinter Leader EHC LIWEST Black Wings Linz das punktbeste Team in der Ferne. Beim letzten Spiel in Jesenice, die dabei ihr erstes Match als stark dezimierte Truppe absolvierten, mussten die Bären für den 2:0-Erfolg hart kämpfen. „Es liegt in der menschlichen Natur, dass man einen sehr angeschlagenen Gegner unterschätzt. Das passierte uns letzte Woche, dafür gibt es keine Entschuldigung. Ich erwarte die Slowenen trotzdem sehr konkurrenzfähig. Wir müssen konzentriert agieren und defensiv gut stehen“, gibt Raymond zu. Die verletzten Greg Day und Slava Trukhno stehen den Kroaten noch nicht zur Verfügung. Pascal Morency ist weiterhin gesperrt.
Dienstag, 22. November 2011, 19:15 Uhr
HK Acroni Jesenice – KHL Medvescak Zagreb
Referees: CERVENAK, VEIT, Wallner, Zehenthofer
Bisherige Saisonduelle:
23.10.2011: KHL Medvescak Zagreb – HK Acroni Jesenice 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)
16.11.2011 HK Acroni Jesenice – KHL Medvescak Zagreb 0:2 (0:0,0:1,0:1)
Presseinfo Erste Bank Eishockey Liga
21.11.2011