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Black Wings Linz

© Sportreport

Nach der emotionalen Achterbahnfahrt und dem Sieg gegen Rekordmeister KAC machen sich die LIWEST Black Wings Linz Linz schon heute auf in Richtung Südtirol. Dort wartet ein weiterer Rekordmeister auf die Linzer. Es geht gegen den HC Bozen der schon zum vierten und vielleicht sogar letzte Mal als Gegner der Stahlstädter am EBEL Programm steht.

Noch lange nach der Schlusssirene war der Sieg über den KAC Gesprächsthema in der Keine Sorgen EisArena. Der Blitzstart mit drei Toren binnen 3:19 Minuten hatte die Emotionen beflügelt, dass man danach noch zittern musste trug zu einem insgesamt höchst unterhaltsamen Eishockeyabend bei. „Das letzte Mal, als wir gegen Klagenfurt gespielt haben, haben wir das Match aus der Hand gegeben. Damals haben wir das dann in Verlängerung verloren, daher wollten wir richtig hart und stark aus der Kabine kommen.“ Das gelang – unter anderem auch mit einem Doppelschlag binnen 5 Sekunden, was ein neuer Vereinsrekord für die LIWEST Black Wings Linz bedeutet.

„Der Start hat uns auf jeden Fall geholfen. Immer wenn man so aus der Kabine kommt, gibt einem das Selbstvertrauen“, bestätigte auch Trainer Troy Ward, der allerdings nicht so sehr von den ersten Minuten schwärmte, sondern von einer ganz anderen Phase. „Wir haben das zweite Drittel mit diesen vielen Strafen irgendwie überstanden. Wir haben zwar in den ersten drei Minuten drei Tore geschossen, aber unser bestes Drittel war das dritte!“ Diskutiert wurde gestern nicht nur unter den Fans viel, sondern auch am Eis. Eine neue Regel kam beim aberkannten 4:0 zu Anwendung und sorgte für etwas Verwirrung. „Ich bin gegenüber Referees immer sehr offen, wir haben ein paar Dinge diskutiert“, meinte Troy Ward. „Die neue Regel zum Torraum, die beim vierten Tor angewendet wurde – da haben wir diese Woche ein Memo von der Liga dazu erhalten. Wir haben als Mannschaft darüber gesprochen, wir kennen die Regeln. Sie haben das gepfiffen, damit müssen wir leben und das ist auch ok für mich.“
„Man kann sich immer darüber beschweren, was ein Referee pfeifft und was nicht. Das kannst Du nicht kontrollieren“, so der Coach. „Wir können kontrollieren, ob wir treffen oder nicht, ob man die Strafen übersteht usw.“ Da pflichtet ihm auch Corey Locke bei: „Wir spielen ein sehr emotionales Spiel und manches Mal haben wir die selbe Meinung, ein anderes Mal eine andere. Aber die Schiedsrichter haben in einem sehr, sehr schnellen Spiel einen harten Job und machen diesen so gut sie es können. Wir müssen damit leben und uns auf uns selbst konzentrieren.“
Genau das wird auch am Sonntag notwendig sein, wenn es zum zweiten Mal in dieser Saison nach Bozen geht. Der HCB Südtirol war erst vorigen Sonntag der Gegner der LIWEST Black Wings, die sich damals in der Keine Sorgen EisArena mit 4:1 durchsetzen konnten. Die Südtiroler kämpfen derzeit ein wenig mit ihrer Form und rutschten zuletzt auf den 12. und damit letzten Tabellenplatz ab. Gestern gab es für die Italiener aber einen Heimsieg gegen den VSV, der den Foxes nach fünf Niederlagen in Folge ohne Zweifel Selbstvertrauen geben wird.

Darüber hinaus tun sich die LIWEST Black Wings Linz in der Eiswelle von Bozen traditionell schwer. Die letzten fünf Auftritte in der Palaonda gingen allesamt verloren, das letzte Mal, dass eine Linzer Mannschaft mit drei Punkten aus Südtirol heimkehrte ist schon geraume Zeit her: das gelang am 18. September 2016! „Für uns ist wichtig, dass alle Spieler unseres Teams zum Sieg beitragen“, gibt Corey Locke vor, wie man auch in Bozen bestehen will. „Wir gewinnen Eishockeyspiele als Mannschaft und wenn alle so spielen, wie wir das gegen den KAC gemacht haben.“

Es wird also einer geschlossenen und sehr kompakten Leistung bedürfen, um die aktuelle Serie von drei Siegen in Folge zu verlängern. Es ist das vierte und zumindest vorläufig auch letzte Saisonduell gegen den HCB Südtirol. Im direkten Saisonvergleich führen die Linzer mit 2:1 Siegen.
Die Anreise nach Südtirol erfolgt auch dieses Wochenende schon am Tag vor dem Match. Nach dem heutigen Vormittagstraining und einem gemeinsamen Mittagessen geht es in den Bus und dann weiter nach Bozen. Vielleicht hilft das ja dabei, dass man auch am Sonntag so blitzartig aus der Kabine kommt, wie das gestern gegen den KAC der Fall war…

Sonntag, 10. Dezember 2017, 17:30 Uhr
HCB Südtirol – LIWEST Black Wings Linz
Schiedsrichter: Gruber, K. Nikolic, Ettlmayr, Tschrepitsch.

Medieninfo Black Wings Linz