100 Schweine Strafe für Samoas Rugby-Manager

Schwere Vorwürfe gab es nach der Rugby-WM in Neuseeland gegen Samoas Team-Manager Mathew Vaea. Statt sich um die Mannschaft zu kümmern, soll er lieber mit Freunden in Bars gegangen sein. In seinem Heimatdorf Leauva’a wurde er dafür zu 100 Schweinen Strafe verurteilt.
Das samoanische Rugby-Nationalteam war mit großen Hoffnungen zur WM in Neuseeland gereist. Doch aus der Viertelfinal-Teilnahme wurde nichts. Die Insulaner erreichten nach knappen Niederlagen gegen Wales und Südafrika in der Vorrunde nur den dritten Platz und schieden vorzeitig aus.
Teamkapitän Mahonri Schwalger erhob in der Folge schwere Anschuldigungen gegen Manager Mathew Vaea. Der habe sich nur wenig um die Mannschaft geschert und den Trip nach Neuseeland als Urlaub verstanden. Er habe lieber mit seinen Freunden getrunken und sei tageweise überhaupt unauffindbar gewesen.
Schwalgers Aussage wirbelte im rugby-verrückten Samoa mächtig Staub auf. In seinem Heimatort wurde Vaea nun vom Dorf-Häuptling zu 100 Schweinen Strafe verurteilt. „Er hat dem Ansehen des Dorfes geschadet“, erklärte Vaifale Iose seinen ungewöhnlichen Urteilsspruch. Vaea müsse sich außerdem formell bei den Dorfältesten für sein Fehlverhalten während der WM entschuldigen. Die 100-Schweine-Strafe darf er allerdings auch mit 2.000 Samoanischen Tala (etwa 620 Euro) begleichen.
Der samoanische Rugby-Verband sucht mittlerweile einen neuen Team-Manager, einen Trainer und zwei Assistenten. Schnellentschlossene können sich noch bis 24. November auf der Webseite des Verbands bewerben –> Link.
22.11.2011