Christopher Dibon (Rapid) über Youngster Demir: „Als Mitspieler würde es mich natürlich freuen, ihn noch ein bisschen begleiten zu können“

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Der Free-to-Air Montag im TV: Zu Gast bei der Sky-Sendung „Dein Verein“ waren am Montag ua Christopher Dibon, Spieler des SK Rapid Wien, SKN-St.-Pölten-Spieler Michael Blauensteiner sowie Young-Violets-Trainer Harald Suchard.

Alle Stimmen zu „Dein Verein“:

Christopher Dibon (Spieler SK Rapid Wien):
… über seine Reha nach seinem Kreuzbandriss und darüber, wie es ihm derzeit geht: „Gut. Die ersten dreieinhalb Monate haben wir wirklich gut drüber gebracht. Die Ärzte und Physiotherapeuten sind, glaube ich, sehr zufrieden mit dem Heilungsprozess. Natürlich kommt jetzt schön langsam wieder ein bisschen das Kribbeln, man will wieder den Ball am Fuß haben, das fehlt mir natürlich. Gerade jetzt, wo die Saison wieder begonnen hat. Das wird leider noch dauern. (… ) In den letzten Monaten war es natürlich sehr viel Krafttraining und jetzt auch immer mehr Rad fahren – das ist für einen Fußballer natürlich auch nicht immer ganz so lustig. Aber es gehört einfach dazu. Ich kenne den Weg. Ich habe auch kein Problem damit.“

… über die Szene, die zur Verletzung geführt hat: „Ich habe es mir bis heute nicht noch einmal angeschaut, weil es mir auch nichts bringt. Ich habe aber auch kein Problem mit der Szene. Die Verletzungen gehören zu meinem Profileben einfach dazu.“

… über das Spiel in Gent: „Ich bin eigentlich davon überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen hätten können. Es ist natürlich schade, aber es ist jetzt passiert, das muss man abhaken. Man hat gewusst, die Europa-League-Gruppenphase hat man in der Tasche, was natürlich für den ganzen Verein wieder eine tolle Sache ist. Aber natürlich träumt jeder Fußballer mal in der Champions League zu spielen. Und die Möglichkeit, zumindest ins PlayOff aufzusteigen, die war durchaus da.“

… über eine neue Hierarchie in der Mannschaft nach dem Abgang von Kapitän Stefan Schwab und seinem verletzungsbedingten Fehlen: „Ja natürlich hat der ,Schwabi‘ eine Riesenlücke hinterlassen – nicht nur als Spieler, sondern auch als Persönlichkeit und für mich ganz besonders als richtig guter Freund. Aber so ist es im Fußball. Da ist es immer wieder ein Kommen und ein Gehen. Er hat sich entschieden, dass er eine neue Herausforderung haben will. (… ) Es war für uns ein wichtiger Spieler, aber es gehört im Fußball dazu und das müssen wir als Mannschaft auffangen. Aber ich glaube auch, dass das ein bisschen brauchen wird. Natürlich kann ich jetzt nicht ganz so mitwirken, weil ich halt nicht auf dem Feld stehe. Aber außerhalb lege ich auch sehr viel Energie rein und versuche, die Mannschaft zusammenzuhalten. Und es sind sehr viele gute Jungs dabei und wir werden das auch hinbekommen.“

… auf die Frage, ob er Kapitän geworden wäre, wenn er fit wäre: „Das ist jetzt schwierig zu sagen. Momentan bin ich nicht am Feld, deswegen brauchen wir auch einen Spieler, der jetzt Kapitän ist. Dejan (Ljubicic, Anm.) hat über die letzten Jahre richtig gute Leistungen gebracht und hat es sich auch verdient, dass er jetzt die Schleife oben hat. Er macht einen guten Job. Und ich weiß um meine Person in der Mannschaft und das werde ich weiterhin so ausüben. Allgemein wird das Thema für mich ein bisschen hochgespielt. Kapitän, ja ist wichtig, aber ich glaube, gerade nach dem Abgang vom ,Schwabi‘ war für uns klar, dass wir das als Gemeinschaft auffangen müssen – und das werden wir auch machen.“

… darüber, warum die letzten beiden Spiele nicht ganz so zufriedenstellend verliefen: „Wir dürfen alle nicht vergessen, dass wir eben auch ein bisschen einen Umbruch in der Mannschaft haben. Es sind viele junge Spieler mit dabei und denen muss man auch einmal das ein oder andere Spiel Zeit geben, in dem es vielleicht mal nicht so gut läuft. Es war kein gutes Spiel von uns in Graz. Am Ende des Tages haben wir aber auch mit einer nicht so guten Leistung einen Punkt mitgenommen.“

… über Youngster Yusuf Demir: „Er hat einfach ein irrsinnig feines Pratzerl. Mich hat es gefreut, dass er auch in der Bundesliga sein erstes Tor gemacht hat. (… ) In erster Linie ist er schon ein sehr ruhiger Typ in der Kabine, aber ich glaube schon, dass er auch weiß, dass er ein irrsinnig tolles Talent hat. Ich beobachte sehr oft, auch wenn man in Führung ist, 90. Minute, wo vielleicht jeder mal ein bisschen runterfährt und sich Zeit lässt, er will immer den Ball haben. Da merkt man einfach, dass er geil auf den Ball ist. Das ist ein guter Ausdruck für ihn, das verkörpert er auch. Er hat keine Angst vor seinen Gegenspielern. Er weiß, was er kann. Ich habe es auch schon im Training miterlebt, er ist wirklich ein sehr, sehr feiner Techniker, hat einen irrsinnig guten linken Fuß. (… ) Ich könnte mich nicht erinnern, dass mal irgendwas (bezüglich Einstellung, Anm.) dabei war, was nicht zu einem Profi dazugehört. Natürlich ist er ein junger Bursch und muss noch einiges lernen. Aber grundsätzlich bringt er schon alles mit, um wirklich ein sehr, sehr guter Fußballer zu werden.“

… auf die Frage, ob Rapid alles unternehmen sollte, um Demir so lange wie möglich zu halten: „Ich glaube, auch der Spieler sollte so schlau sein mit den Leuten rundherum, dass das ein richtig gutes Sprungbrett für ihn sein kann. Ich glaube, dass unsere Liga hin und wieder schlechter gemacht wird als sie ist. Es ist schon ein gutes Niveau da und ich glaube, dass das gerade für so einen jungen Burschen eine irrsinnig wertvolle Zeit sein kann. Ich denke, dies sollte er auch in Österreich und bei uns noch nutzen und als Mitspieler würde es mich natürlich auch freuen, ihn noch ein bisschen begleiten zu können.“

… über noch drohende Abgänge: „Es ist schwierig zu beurteilen. Bis jetzt war es relativ ruhig, aber bis 5. Oktober ist noch eine lange Zeit und da kann im Fußball schnell was passieren. Ich würde es mir natürlich nicht wünschen, weil die Mannschaft, so wie sie jetzt ist, Qualität hat. Ansonsten werden andere Leute in die Bresche springen müssen.“

… auf die Frage, ob er sich in Zukunft einen Trainerjob vorstellen könne: „Hoffentlich ist noch ein paar Jahre Zeit bis dahin, aber natürlich. Ich glaube, ich bin jetzt auch einer, der mit den Emotionen kommt und einer, der ein bisschen der Mannschaft einheizt. Es ist gut möglich, dass es mal in diese Richtung geht. Ob es dann Trainer wird, das weiß ich jetzt nicht.“

… auf die Frage, ob man ihn zum Frühjahrsauftakt wieder auf dem Platz sieht: „Es gibt ja nicht wirklich eine Pause. Darum wird der Übergang ein bisschen schwierig sein. Ich hoffe, dass ich im Dezember, Jänner ins Mannschaftstraining einsteigen kann, damit ich da wieder zu Kräften komme. Natürlich ist jetzt auch positiv, dass unsere 2. Mannschaft in der 2. Liga spielt.“

Harald Suchard (Trainer Young Violets):
… über die Förderung der Jungen bei der Austria und ob diese nur aus der Not geboren sei: „Nicht unbedingt. Ich glaube schon, dass sich die jungen Spieler in der letzten Saison das auch wirklich verdient haben, da jetzt diesen nächsten Schritt zu machen. Es war aufgrund der Leistungen der abgelaufenen Saison in der 2. Liga wirklich zum Teil beeindruckend, was sie da abgeliefert haben und jetzt haben sie es sich verdient zumindest mal in den Trainingskader der Profis aufzuschließen und im Idealfall dann auch die ersten Spielminuten zu sammeln. Und das wird in dieser Saison sicherlich passieren.“

… auf die Frage, wann er ganz oben Trainer sein wolle: „Es ist auch so ein Modewort, nicht nur bei den Spielern, sondern auch bei den Trainern, einen Karriereplan zu verfolgen. Aber da muss man sehr vorsichtig sein. Ich glaube, dass man so eine Trainerkarriere vielleicht gedanklich mal durchspielen kann, aber es kommt ja dann meistens alles ganz anders. Dementsprechend ist es auch bei mir so: Dass ich jetzt so einen Plan habe, wo ich gerne in einem halben Jahr, in einem Jahr wäre, den gibt es de facto nicht. Mein Plan ist es, dass ich morgen ein besserer Trainer bin als heute. (… ) Da müssen dann eh andere Faktoren auch mitspielen, um dann letztendlich an das Ziel zu kommen. Also allein hat man das nicht in der Hand. Und wenn einmal die Möglichkeit da sein wird, dann werde ich mich darüber freuen und werde darüber nachdenken und die Situation so annehmen, wie sie ist.“

… über die Situation vor der Saison als er als Cheftrainer der Austria gehandelt wurde: „Da gab es auch die Situation innerhalb des Vereins, die sich dann aber nicht alleine auf die Trainerfrage beschränken lässt, sondern die entscheidende Frage war ganz einfach, was ist das Beste für den Verein im Moment. Und dann hat man sich zusammengesetzt, hat diskutiert und hat Pro und Contra abgewogen. Und dann eine Entscheidung getroffen. Und ich bin mit der Entscheidung absolut zufrieden. Ich bin da weder positiv noch negativ in irgendeiner Form. Sondern es gibt eine klare Aussage: ,Das ist mein Job, der wurde in dieser Saison erfolgreich und gut erfüllt. Auftrag: Das Ganze zu bestätigen.‘ Ende. So einfach ist es. Und da werden wir alles daran setzen, das umzusetzen.“

… über Patrick Wimmers Aussage, dass er ein Du-Verhältnis mit ihm habe und die Tatsache, dass dieser ihn als ,Harald‘ anspricht: „Patrick ist ja, wie man so schön sagt, ein Naturbelassener. Der redet sich das frei vom Herzen. Da darf man dann alles nicht so für bare Münze nehmen. Eine gewisse Distanz, ein gewisser Respekt muss natürlich gegeben sein, aber er ist da keiner, der übers Ziel hinausschießt, mit Sicherheit nicht.“

… über seinen regen Austausch mit Peter Stöger über mögliche neue Talente für die Kampfmannschaft: „Das ist fast täglich. Täglich gibt es irgendwo einen Namen, der fällt: ,Wie schaut‘s mit dem aus, wie tut sich der, was ist da passiert… ‘ Das ist entweder von Büro zu Büro direkt oder eben dann am Trainingsplatz. (… ) Es gibt schon einen ordentlichen Pool von sechs bis acht Spielern, die da nahe dran sind. (… ) Maudo oder Johannes Handl, um nur einige zu nennen. Es gibt da schon fünf, sechs Spieler, bei denen ich glaube bzw. überzeugt bin, dass sie in diesem Jahr noch für Schlagzeilen bei der Austria sorgen werden.“

… über seine Auszeichnung zum Trainer des Jahres in der 2. Liga: „Es war natürlich schon ein schöner Moment. Wenn mir jemand nach sechs Runden gesagt hätte, dass das noch kommen wird in diesem Jahr, dann hätte ich wahrscheinlich selbst einen großen Lacher losgelassen. Aber mich freut es vor allem für den ganzen Verein, für das gesamte Team, weil es doch dann etwas ist, das weit über die Generali Arena hinaus Anerkennung gefunden hat.“

Michael Blauensteiner (Spieler spusu SKN St Pölten):
… über die Gründe für den starken Saisonstart der St. Pöltener: „Ich denke einfach, die Team-Chemie passt gerade perfekt. Wir hatten auch drei Veränderungen zum ersten Spiel und man hat einfach gesehen, dass da einfach nichts fehlt – mit jedem Spieler passt alles.“

… auf die Frage, was für ein Typ Mitspieler Marcel Tanzmayr sei: „Der ,Tanzi‘ ist ein cooler Typ, jung, frech und ich glaube, genau das braucht man einfach. Er hat sehr viel Druck noch vorne ausgeübt.“

… über die gute Harmonie in der Mannschaft: „Ich denke, die Harmonie entsteht in der Kabine. Jeder hat circa den selben Spaß, jeder lacht fast über das selbe. Das ist wirklich wichtig.“

… über sein letztes Jahr, in dem er ein halbes Jahr in Litauen und ein halbes Jahr bei den Young Violets in der 2. Liga spielte: „Es war sehr lehrreich. Ich habe gesehen, dass Fußball auch andere Seiten hat. Ich habe in Litauen auch gesehen, dass Fußball sehr anders sein kann von der Professionalität her. Die größte Herausforderung war dort, dass mein Trainer aus Russland kam und nur Russisch konnte, kein Englisch und nichts. Und ich musste dann einfach Russisch lernen, also die Basics halt. Von dem her war es schon sehr lehrreich. Dann ging es zurück zu den Young Violets und da habe ich meine ersten Spiele in der 2. Liga gemacht.“

… auf die Frage, ob er enttäuscht gewesen sei, dass es nach seiner Hartberg-Leihe bei der Austria nicht für den Profi-Kader reichte: „Sicher war ich enttäuscht. Aber ja, mit den Entscheidungen muss man halt leben, dass dich manche Trainer einfach nicht im Kader sehen. Das wichtigste ist halt, dass man immer dranbleibt und weitermacht.“

… auf die Frage, was seine Ziele seien: „Im Moment schaue ich nicht so voraus. Meine Aufgabe ist einfach bei St. Pölten super Leistungen abzuliefern. Unser Ziel ist jetzt einfach ins obere PlayOff zu kommen bzw. nicht so wie letzte Saison Druck in jedem Spiel zu haben.“

Die ABSTAUBER
Auch die „Die Abstauber“ wedelten mit ihrer unkonventionellen und frischen Art am Bundesliga-Montag ordentlich Staub auf. In der Live-Schalte erzählte Georg Teigl u. a. über seine bisherige Zeit bei der Austria, den Grund für den Wechsel und seine Vorlieben für Mode und Piano.

Georg Teigl (Spieler von FK Austria Wien) bei „Die Abstauber“:
… über seine bisherigen Erfahrungen bei der Austria: „Voll geil. Ich freue mich irrsinnig, dass das hingehaut hat, dass ich das Vertrauen einfach von Peter Stöger bekommen habe und dass er sagt: ,Hey geil, ich will den Georg Teigl bei uns haben.‘ Ich freue mich einfach, wieder in einer Mannschaft, in einem Klub zu sein, wo du einfach erwünscht bist und wo du dich einbringen kannst zu 100 Prozent. Das habe ich ein bisschen vermisst und ich feiere jede Minute und jede Minute ist ein Geschenk.“

… auf die Frage, ob Peter Stöger ein Hauptgrund für seine Entscheidung pro Austria gewesen sei: „Ja, absolut. Entscheidungsträger ist ja er am Ende, wie es sportlich weitergeht bei der Austria. Das ist ja alles auch nicht so einfach gewesen in den letzten Jahren. Ich kenne ihn noch ein bisschen aus Deutschland, er hat da irrsinnig gute Arbeit geleistet. Von dem her sehe ich keinen Grund, warum das jetzt mit ihm als Cheftrainer nicht wieder in die richtige Richtung geht. Und da will ich mich einfach einbringen und alles dafür tun, dass die Austria wieder dahinkommt, wo sie hingehört.“

… auf die Nachfrage, wo die Austria denn hingehöre: „Nach oben und nicht nach unten.“

… über die Tatsache, dass er schon seit längerem eine Wohnung in Wien habe und warum es erst so spät mit einer Rückkehr nach Österreich geklappt habe: „Planen kann man im Fußball sowieso nie was. Auf weite Sicht haben wir uns gedacht, dass wir wahrscheinlich dann in Wien bald mal irgendwann in der Zukunft unseren Standort haben. Meine Familie ist auch da in der Nähe in Niederösterreich an der Grenze zu Wien aufgewachsen. Von dem her ist es auch nahegelegen, dass wir vielleicht auch mal sesshaft werden – kann sein.“

… über seine Vorliebe für Mode und ob das auch ein Thema für seine Zukunft sei oder ob es nur ein Hobby ist: „Das wäre, glaube ich, so ein bisschen eine halbgache Geschichte. Ich mag es, mich gut anzuziehen und ich schaue mir die Leute an, die sich gut anziehen, aber mit Mode werde ich jetzt glaube ich nicht groß irgendwann mal was machen. Fotografieren tue ich ganz gerne, aber da muss ich auch noch ganz viel lernen und erst einmal ein paar Sachen ausprobieren, damit ich sagen kann: Okay das Handwerk habe ich ein bisschen drauf.“

… über sein Hobby Piano spielen: „Das vermisse ich sehr. Das steht in Augsburg und wird jetzt abgeholt. Aber das muss ich zurückgeben, weil ich es nur gemietet habe. Jetzt suche ich in Wien verzweifelt nach einem Piano. Ich brauche ein Piano, unbedingt.“

Über „Die Abstauber“:
In dem innovativen Diskussions-Format diskutieren wöchentlich vier Hosts über die wichtigsten Ereignisse auf dem Rasen und in den sozialen Medien. Neben den Sky Moderatoren Johannes Brandl und Johannes Hofer sind Florian Prokopetz, Jean-Claude Mpassy, Andreas Födinger, Lukas Traxler, Holger Hörtnagl, Martin Grath und Maximilian Ratzenböck Teil des Teams. In ,,Die ABSTAUBER‘‘ können Fans durch ihre Social Media Aktivitäten Teil der Sendung werden. Weitere Informationen zu ,,Die Abstauber“ gibt es unter: dieabstauber.at/

Presseinfo Sky Österreich

21.09.2020