Anna Gasser, Peking

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Anna Gasser hat ihren Siegeszug auf den Big-Air-Rampen dieser Welt beim „Air+Style“ im Arbeiterstadion von Peking eindrucksvoll fortgesetzt! Die 26-Jährige triumphierte am Samstag bei diesem erstmals auch zum FIS-Snowboard-Weltcup zählenden Contest in der chinesischen Hauptstadt mit dem Gesamtscore von 175,50 Punkten vor der Japanerin Miyabi Onitsuka (155,75) und der Finnin Enni Rukajärvi (154,00). Bei den Herren stellte Clemens Millauer mit einem starken fünften Rang seine bisher beste Weltcup-Platzierung ein, die der Oberösterreicher auch im Jänner dieses Jahres beim Slopestyle auf der Seiser Alm (ITA) erreicht hatte.

Mit ihrem ersten Sieg bei einem „Air+Style“ polierte die regierende Big-Air-Weltmeisterin ihre beeindruckende Erfolgsbilanz weiter auf. Bei sieben Weltcup-Starts in dieser Disziplin hat Gasser sechs Siege gefeiert und wurde einmal Zweite! Zusammen mit dem Slopestyle-Heimerfolg zu Beginn des heurigen Jahres auf dem Kreischberg hält Gasser nun bei insgesamt sieben Weltcup-Siegen.

Die Leistung der Millstätterin in Peking ist nicht hoch genug einzuschätzen, hatte sich Gasser doch im Training am Donnerstag bei einem etwas zu kurz geratenen Sprung die rechte Ferse geprellt. „Natürlich waren Schmerzen da, aber zum Glück konnte ich das ganz gut ausblenden“, sagte die Österreicherin, die im Sechserfinale einen „Cab Double Cork 900“ und einen „Frontside 720“ perfekt in den Schnee setzte. „Mit zwei Siegen in die Saison zu starten, ist natürlich großartig. Aber ich werde mich sicher nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen, sondern konsequent auch an meinen neuen Tricks arbeiten“, ergänzte Gasser, die schon vor zwei Wochen beim Big-Air-Weltcup in Mailand (ITA) triumphiert hatte und nach dem heutigen Erfolg sowohl die Freestyle-Weltcup-Gesamtwertung als auch die Disziplinenwertung anführt.

Clemens Millauer sammelte mit Platz fünf wertvolle Zähler im Kampf um ein Ticket für die Olympischen Spiele in Pyeongchang (KOR) im kommenden Februar. Nachdem der 22-Jährige im zweiten Anlauf einen „Switch Backside Double Cork 1260“ sauber gelandet hatte, nahm Millauer im dritten und letzten Run mit einem „Frontside Triple Cork 1440“ volles Risiko, konnte diesen Sprung allerdings nicht stehen. 118,25 Punkte reichten dem Oberösterreicher dennoch, um ein Topresultat einzufahren. „Ein fünfter Platz in diesem starken Feld ist ein richtig gutes Ergebnis. Der Level war unglaublich hoch, deshalb habe ich im letzten Versuch noch einmal alles riskieren müssen. Schade, dass die Landung nicht ganz geklappt hat, aber Peking war auf alle Fälle eine Reise wert“, sagte Millauer, der sich im Big-Air-Weltcup auf Rang sechs verbessert hat.

In einem Contest auf sehr hohem Niveau holte sich der Kanadier Mark McMorris (187,00) vor dem Neuseeländer Tiarn Collins (183,75) und dem Norweger Torgeir Bergrem (179,75) den Sieg.

Medieninfo ÖSV

25.11.2017