KAC, HCB Südtirol

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Als einziges nach der Länderspielpause noch ungeschlagenes EBEL-Team und nach drei Auswärtspartien in Serie tritt der EC KAC am Sonntagabend wieder vor eigenem Publikum an.

DIE ECKDATEN: Der EC-KAC (Saisonbilanz: 14 Siege, 8 Niederlagen) eröffnet das dritte Viertel der ersten Phase im Grunddurchgang der Erste Bank Eishockey Liga am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den HCB Südtirol. Für diese Begegnung sind Eintrittskarten in allen Kategorien im Online-Ticketshop des EC-KAC sowie am Spieltag ab 16.00 Uhr an den Kassen am Haupteingang erhältlich. Über den Spielverlauf informieren Radio Kärnten und der Live-Ticker auf kac.at.

DIE AUSGANGSSITUATION: Die Rotjacken haben (als einziges Team in der EBEL) alle ihre Spiele seit dem International Break gewonnen, der 4:2-Auswärtserfolg am Freitagabend in Innsbruck ließ sie in der Tabelle auf den zweiten Platz klettern. Insgesamt konnte der EC-KAC in den jüngsten zehn Runden neun Siege einfahren, lediglich beim 0:3 gegen den EC Salzburg auf heimischem Eis zog man den Kürzeren. Gegen den HCB Südtirol setzte sich Rot-Weiß bei beiden bisherigen Saisonduellen durch: Beim 2:1-Heimerfolg Ende September spiegelte das Score nur bedingt die spielerische Überlegenheit der Klagenfurter wider, beim 5:4Auswärtssieg Ende Oktober bewies der Rekordmeister viel Moral und setzte sich trotz eines 0:2-Rückstands nach nur vier Spielminuten durch.

Der HCB Südtirol steht in der aktuellen Tabelle so schlecht da wie noch nie in den fünf Jahren seiner Ligazugehörigkeit: Bislang sieben Saisonsiegen stehen bereits 15 Niederlagen gegenüber, die Italiener liegen aktuell am zwölften und letzten Platz des Rankings. Allerdings wurden die Füchse vielfach unter Wert geschlagen, so stehen beispielsweise bereits neun Verluste mit nur einem Tor Differenz zu Buche. Jüngst unterlag man am Freitagabend vor eigenem Publikum den Graz 99ers trotz zweimaliger

Führung mit 2:3 nach Verlängerung. Auswärts lief es für den HCB Südtirol bislang noch nicht nach Wunsch, sieben in fremden Hallen geholte Punkte sind – gemeinsam mit Medveščak Zagreb – der niedrigste Wert im Ligavergleich.

DIE ZAHLEN ZUM SPIEL: 2 – Seit dem EBEL-Einstieg des HCB Südtirol im Jahr 2013 blieb der EC-KAC in nur zwei von elf Heimspielen gegen die Füchse ohne Punkt. Rot-Weiß gewann jedes der letzten drei Duelle mit dem HCB vor eigenem Publikum.

9 – Mit +9 weist Mitja Robar mittlerweile die beste Plus/Minus-Bilanz aller KAC-Verteidiger auf. In der mannschaftsinternen Wertung liegen nur noch zwei Stürmer vor dem Slowenen: Johannes Bischofberger (+13) und Marco Brucker (+10), wobei der Letztgenannte kein einziges seiner heuer bislang 22 Ligaspiele mit einem negativen Plus/Minus-Rating abschloss.

11 – In der Saison 2007/08 gab es zum letzten Mal keine November-Länderspielpause in der EBEL. In keinem der zehn Jahre seither hat der EC-KAC in den ersten vier Runden nach dem Break mehr Punkte geholt (11), mehr Treffer erzielt (18) und weniger Gegentore kassiert (6) als heuer.

16 – Der HCB Südtirol verfügt über eines der effizientesten Powerplays in der EBEL: Die Italiener konnten in 16 ihrer letzten 20 Begegnungen bei Überzahl anschreiben. Torlos blieben sie in Situationen numerischen Vorteils in diesem Zeitraum in nur vier Partien, darunter den beiden bisherigen Saisonduellen mit dem EC-KAC.

20 – In ihren ersten elf Heimspielen der Saison kassierten die Klagenfurter lediglich 20 Gegentreffer. Daraus ergibt sich ein Schnitt von 1,82 durch die jeweilige Gastmannschaft erzielten Toren, was hauchdünn hinter den Vienna Capitals (1,80) dem zweitbesten Wert in der EBEL entspricht.

119 – Mit einem Tor und einer Vorlage schraubte Manuel Ganahl sein EBEL-Punktekonto im Trikot des EC-KAC auf 119 nach oben. Der Stürmer hat damit in 151 Ligaspielen für Rot-Weiß nur um einen Zähler weniger gesammelt als in seinen 307 Einsätzen für die Graz 99ers zuvor.

DER GEGNER: Der HCB Südtirol startete sehr durchwachsen in seine fünfte EBEL-Saison, in den ersten neun Runden gelangen nur zwei Siege. Dieser Trend hat sich seither nur geringfügig verbessert, nur einziges Mal im Verlauf der bisherigen Spielzeit – Anfang Oktober in Salzburg und gegen Zagreb – gelangen zwei Erfolge hintereinander. Insbesondere die

magere Ausbeute in der Offensive (nur neun Tore in den bislang sechs Spielen im Monat November, Anm.) führte zuletzt sogar zum Absturz der Füchse ans Tabellenende.

Die eher bescheidene Bilanz sorgte bereits für weitreichende personelle Veränderungen: Seit dem letzten Gastspiel des HCB in Klagenfurt vor rund zwei Monaten verzeichneten die Südtiroler nicht weniger als fünf Neuzugänge. Neben den Torhütern Matt Climie (aktuell verletzt) und Jakub Sedláček stießen auch die Stürmer Angelo Miceli, Stephen Pietrobon und Matias Sointu neu zur Mannschaft. Die teaminterne Scorerwertung wird mit jeweils 23 Zählern von Alex Petan und Austin Smith, beides Neuzugänge im Sommer, angeführt, der ehemalige Innsbruck-Stürmer hat jedoch seit der 4:5-Heimniederlage gegen den EC-KAC Ende Oktober verletzungsbedingt kein Spiel mehr bestritten. Neben Dauerbrenner Alexander Egger und Nationalteam-Verteidiger Stefano Marchetti ist Smith einer von nur drei Kaderspielern, die aktuell auf eine positive Plus/Minus-Bilanz verweisen können.

Mit den Rotjacken duellierte sich der HCB Südtirol im Rahmen der Erste Bank Eishockey Liga bislang 22 Mal, beide Klubs durften sich über jeweils elf Erfolge freuen. Nahezu drei Viertel aller direkten Begegnungen, nämlich 16, endeten mit einem Sieg für die gastgebende Mannschaft. Die (saisonübergreifend) letzten vier Partien gingen allesamt an den EC-KAC.

DIE PERSONALIEN: Beim EC-KAC sind gegenüber den beiden bereits absolvierten Auswärtsspielen in dieser Woche keine personellen Änderungen zu erwarten. Weiterhin nicht mit an Bord sind Richie Regehr, Matthew Neal, Christoph Duller und Manuel Geier. Die beiden Letztgenannten sind am Weg der Besserung aber bereits weit fortgeschritten und könnten schon in der kommenden Woche ins Lineup der Rotjacken zurückkehren.

DER KOMMENTAR: „Wir können mit den jüngsten Resultaten sehr zufrieden sein, so gut standen wir zu diesem Zeitpunkt einer Saison schon lange nicht mehr da. Jetzt dürfen wir nicht nachlassen, wir möchten noch möglichst lange auf dieser Welle reiten. Dazu ist es nötig, dass wir weiterhin zu den Prinzipien stehen, die unser Spiel ausmachen. Der HCB Südtirol ist ein stets schwer zu spielender Gegner, von der aktuellen Tabellensituation lassen wir uns sicherlich nicht blenden. Wir hoffen, dass wir mit der Unterstützung einer gut gefüllten Halle die nächsten Punkte einfahren können.“ (Patrick Harand, Stürmer EC-KAC)

Medieninfo KAC

25.11.2017