Stallduell mal anders!

Geschenke werden in der Formel 1 normalerweise nicht verteilt. Gab Doppelweltmeister Vettel wohl seinen Teamkollegen den Gnadenstoss. Webber gewann das Rennen vor Vettel, der mit ärgsten Motorproblemem zu kämpfen hatte und um Sekunden distanziert wurde
Das Duell unter Teamkollegen ist wohl der größte Kampf in der Formel 1. Zwei Piloten auf identischem Material duellieren sich über eine Saison lang und kämpfen um die Gunst des Teams. Bei Red Bull hat Sebastian Vettel diesen Zweik(r)ampf für sich entschieden. Und das ganz klar. Nur am Nürburgring und beim letzten Rennen in Brasilien war Webber vor dem deutschen Doppelweltmeister. Nicht zu vergessen auch in Abu Dhabi, aber da kam Vettel ja nur zwei Kurven weit, lag aber bereits weit vor Webber.
Beide Male hatte Vettel mit einem Auto zu kämpfen, das technische Probleme hatte. Wirklich? In Sao Paolo zeigte das britische Team mit österreichischer Lizenz eine wahre Kabarettnummer. Schwere Getriebeprobleme zwangen Vettel ja fast zur Aufgabe, er war chancenlos gegen den Rest der Welt. Sogar seinen Teamkollegen Webber musste er vorbeiwinken und gewährte ihm dann einen Vorsprung von Sekunden.
Eigentlich unterstrich der letzte Große Preis der Saison die Dominanz der Bullen. Falls jemand das bestreiten will, so sollte er mit Jean-Eric Vergne sprechen, der die Konkurrenz bei den Young Driver Days eine Woche zuvor um Sekunden verblies! Der Franzose fuhr sogar schnellere Zeiten als Mark Webber im Qualifying. Adrian Newey hat wieder tolle Arbeit geleistet – Webber diese Saison nicht.
Der Australier ist wohl am Teamkollegen gebrochen. Er kann mit dem Grundspeed von Vettel nicht mithalten, hatte sogar oft Mühe gegen die McLaren oder Alonso im Ferrari. In diesem Jahr wurde er komplett demontiert, 2010 hatte er noch Titelchancen. Es scheint so als hätte seine Karriere den Peak bereits überschritten. Mal sehen ob Marko ihn 2012 noch will, einen Vertrag hat der Australier Webber ja noch. Aber wie lange noch will sich der Australier die konsequente Demüting antuen?
Sebastian, let Mark pass for the show
28.11.2011