Rapid Wien, SV Mattersburg

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Zum Abschluss der 28. Runde fand im Pappelstadion das Duell SV Mattersburg vs. Rapid Wien statt. Die Hütteldorfer feiern dabei einen klaren 2:4 (1:4-) -Auswärtssieg. Bemerkenswertes Detail dabei: Mit den ersten vier Schüssen die auf das Tor der Burgenländer erzielten die Gäste vier Tore!

Im windigen Pappelstadion entwickelte sich zunächst ein Spiel auf überschaubaren Niveau in dem Pink (8.), Höller (12.) bzw. V. Berisha (7.) die ersten Halbchancen des Spiels vor. In der 17. Minute gingen die Hütteldorfer mit dem ersten gefährlichen, bis zum Ende durchgespielten, Angriff in Führung. Nach einem Doppelpass mit Murg erzielt Schaub den 0:1-Führungstreffer. Der Bann war gebrochen und die Verteidigung von SV Mattersburg begann sich im Winde des Pappelstadions in seine Bestandteile aufzulösen. Vier Minuten nach seiner Vorarbeit bekommen die Burgenländer den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Murg wird nicht energisch genug attackiert und netzt den Ball überlegt zum 0:2 ein (21.). Selbes Muster gab es sieben Minuten später. Die Gastgeber können den Ball nicht klären. Der Ball wird zurückgelegt zu Schwab der den Ball überlegt zum 0:3 einnetzt (27.). Weitere zehn Minuten später das selbe Schema. Ein Schuss von Bolingoli wird von einem Mattersburg-Verteidiger abgeblockt und kullert zwei Rapidlern vor die Beine. Murg schaltet am schnellsten und netzt zum 0:4 ein (37.). Die Hütteldorfer machten aus vier Torschüsse auf das gegnerische Tor, vier Tore! Das letzte Wort in einer durchaus als verrückt einzustufenden ersten Halbzeit hatten die Burgenländer. Nachdem zunächst Prevljak in der 39. Minute die erste Chance auf den Anschlusstreffer vorfand hämmerte der Stürmer den Ball wenig später an die Stange. Pink steht goldrichtig und staubt zum 1:4-Pausenstand ab (45.).

Mit dem klaren Vorsprung im Rücken war die sprichwörtliche Messe gesungen. Der SV Mattersburg agierte zwar zweiter mutig und attackierte hoch konnte jedoch die Gastgeber nicht in Bedrängnis bringen. Die Hütteldorfer fanden durch Berisha (46.) und Murg (53.) gute Schusschancen auf das 1:5 vor. Der SV Mattersburg reklamierte genau zwischen diesen beiden Situationen einen Elfmeter. Nach einem Zweikampf zwischen Bolingoli und Perlak ging der Mattersburger zwar zu Boden. Die Entscheidung des Schiedsrichters das Spiel ohne Pfiff fortzusetzen war goldrichtig. Mit Fortdauer des Spiels verflachte das Spiel zusehends. Erwähnenswerte Offensivaktionen wurden zur Mangelware. Den letzten Höhepunkt des Spiels aus Sicht der Gäste: Der eingewechselte Kuen hämmerte in der 80. Minute den Ball an die Latte. Das letzte Tor des Spiels war den Gastgebern vorbehalten. Prevljak schickt nach Ballbesitz Okugawa auf die Reise. Der umkurvt Torhüter Strebinger zum 2:4-Endstand.

Während sich die Hütteldorfer über eine äußerst effektive Leistung freuen konnten, sorgt die Defensivleistung der Burgenländer für nachdenkliche Gesichter. Nur selten konnten die Gastgeber wie in den Spielen davor überzeugen. Aus vielerlei Hinsicht ein „gebrauchter Arbeitstag“ für die Mannschaft von Trainer Baumgartner. Auf der Gegenseite festigt sich Rapid Wien in der Tabellenregion welche in der kommenden Saison einen Platz in der Europa League-Qualifikation reicht.

SV Mattersburg vs. Rapid Wien 2:4 (1:4)
Pappelstadion, SR Jäger

Tore: PInk (45.), Okugawa (85.) bzw. Schaub (17.), Murg (21., 37.), Schwab (28.)

SV Mattersburg: Kuster – Höller, Malic, Mahrer, Lercher – Seidl (57./Ertlthaler), Jano – Okugawa, Pink (57./Pink), Perlak – Prevljak
Rapid Wien: Strebinger – Auer, Hofmann, Galvao, Bolingoli – Ljubicic, Schwab – Schaub, Murg, Berisha (70./Schobesberger) – Kvilitaia (66./Joelinton, 78./Kuen)

01.04.2018