Basketball

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Die Heimteams haben zum Auftakt der 33. Runde in der Basketball Bundesliga jeweils Siege gefeiert. Der Tabellenführer Kapfenberg Bulls (#1) hielt das aufopfernd kämpfende Schlusslicht Fürstenfeld Panthers (#10) mit 93:85 in Schach und gewann bereits sein 14. Meisterschaftsspiel in Folge.

Sein unmittelbarer Konkurrent um Platz eins nach dem Grunddurchgang, die Gunners Oberwart (#2), besiegte die Vienna D.C. Timberwolves (#8) mit 97:78. Den deutlichsten Heimsieg haben die Traiskirchen Lions (#6) gefeiert. Sie dominierten die Flyers Wels (#5) ab dem zweiten Viertel und fuhren mit 96:67 ihren bislang höchsten Saisonsieg ein.

Unger Steel Gunners Oberwart – Vienna D.C. Timberwolves 97:78 (25:22, 53:42, 72:60)
Scorer Gunners: Lescault 20, Tawiah 16, Poljak 12
Scorer Timberwolves: Scott 24, Kolaric 16, Cosic 11

Die Unger Steel Gunners Oberwart (#2) haben auch das vierte Saisonduell mit dem Aufsteiger Vienna D.C. Timberwolves (#8) für sich entschieden. Der Tabellenzweite siegte mit 97:78 und beendete auch sein sechstes Heimspiel in Serie ohne Niederlage. Die Timberwolves mussten indes ihre dritte Niederlage en suite hinnehmen und verpassen es sich vorzeitig aus eigener Kraft für die Playoffs 2019 zu qualifizieren. Nach ausgeglichenem Beginn gelang den Gunners im zweiten Viertel ein starker 16:4-Run (47:39 | 19. Min), da sie immer wieder über den Offensivrebound zu zweiten Chancen kamen. Ihr zweistelliger Vorteil schmolz dann in den ersten 4,5 Minuten des dritten Abschnitts, da nun die Timberwolves einen 11:1-Lauf hatten. Die Gunners um Top-Scorer Hayden Lescault (20 PTS) bremsten den Run der Gäste prompt, holten sich durch starkes Teamplay wieder einen zweistelligen Vorteil (70:59 | 29. Min) und ließen sich diesen Vorteil bis zum Ende nicht mehr nehmen.

Top-Performer:

Christopher Tawiah – 25:17 MIN | 16 PTS | 7/9 FG | 14 RB (5 OR)
Joseph Scott – 37:07 MIN | 24 PTS | 7/12 3pFG | 6 RB

Key-Facts:
•Oberwart gewann auch vierte Saisonduell mit dem Aufsteiger.
•Oberwart dominierte unter dem gegnerischen Korb. Es sammelte 19 Offensivrebounds. Die Timberwolves kamen hingegen nur auf 21 Defensiv-Boards.
•Nach ihrer 21. Saisonniederlage können die Timberwolves rechnerisch noch immer aus den Playoffs fallen.
•Bei Oberwart kehrte Hannes Ochsenhofer zurück ins Aufgebot.

Stimmen zum Spiel:

Horst Leitner, Headcoach der Gunners: „Gratulation an meine Mannschaft. Es war ein schwieriger Start, ein schwieriges Spiel. Aber am Ende hat sich die Qualität durchgesetzt.“

Hayden Lescault, Spieler der Gunners: „Es war kein schönes Spiel heute. Wir haben uns viel vorgenommen, konnten davon aber speziell in der ersten Halbzeit nichts umsetzten. Im vierten Abschnitt haben wir einen Zahn zugelegt und verdient gewonnen.“

Hubert Schmidt, Headcoach der Timberwolves: „Oberwart war heute klar besser. Wir haben zwar zwischendurch schon Herz bewiesen und uns immer wieder herangekämpft aber insgesamt haben wir nicht die nötige Toughness gehabt, um uns über 40 Minuten im Spiel zu halten.“

Marko Kolaric, Spieler der Timberwolves: „Es war kein schlechtes Spiel von uns. Wir haben gekämpft. Am Ende hat Oberwart gegen unser Spiel immer bessere Lösungen gefunden.“

Timberwolves von den Gunners überpowert
Die Vienna D.C. Timberwolves unterliegen am Samstag in der 33. Runde der Basketball Bundesliga bei den Unger Steel Gunners Oberwart mit 78:97.

Die Wölfe sind im dritten Viertel auf einen Punkt und in der 36. Minute auf sechs Zähler dran, insgesamt ist der Tabellenzweite aber physisch und athletisch zu überlegen.

Gunners ziehen kurz vor Halbzeit davon
Die ersten Minuten verlaufen ausgeglichen, beide Teams finden gute Lösungen in der Offense. Joe Scott scort zwei Dreier zu einer 13:10-Führung für die Wölfe, Pippo D’Angelo und Co. halten den Spielfluss aufrecht. Oberwart dominiert aber am Rebound und trifft gut von außen. Die Burgenländer führen nach zehn Minuten 25:22.

Anfangs des zweiten Viertels verteidigen die Wolves stark, vorne legen Marko Kolaric, Julien Hörberg und Co. einen 11:2-Run auf 33:29 hin. Nach 15 Minuten heißt es noch 37:37, danach folgt jedoch eine vorentscheidende Phase: Die Wölfe versuchen es oft zu früh aus der Distanz, die Gunners um die Ex-Nachwuchs-Wolves Renato Poljak und Jakob Szkutta ziehen bis zur Halbzeit auf 53:41 davon. Andi Werle fällt mit einer Verletzung an der Hüfte aus.

Wölfe kämpfen, aber Oberwart schlägt zurück
Die Timberwolves starten mit Zonen-Verteidigung in die zweite Hälfte, Pero Cosic und Co. lassen vier Minuten lang keinen Punkt zu und verkürzen auf 50:53 und 53:54. Die Qualität bei den Timberwolves sinkt bei den Wechseln an diesem Abend leider beträchtlich, die Gunners fangen sich vor allem dank Hayden Lescault und Andrius Mikutis und ziehen bis zur letzten Pause auf 72:60 davon.

Die Wölfe geben sich weiter nicht geschlagen und nach vier Dreiern (2x Joe Scott, Marko Kolaric, Nemanja Nikolic) befindet man sich in der 36. Minute beim Stand von 75:81 voll in Schlagdistanz. In der Folge scoren aber fast nur noch die Gunners: Justin Coleman und Hannes Ochsenhofer sorgen aus der Distanz für die Entscheidung (89:75), beide Teams wechseln und Jonathan Knessl legt für die Gunners noch zwei Dreier nach. Für die Wolves kann noch Lukas Reichle anschreiben.

Nicht tough genug
„Oberwart war heute das klar bessere Team, auch wenn die Differenz am Ende für den Spielverlauf etwas zu hoch war. Wir waren nicht tough genug, haben gegen die Physis und Athletik zu wenig entgegengesetzt. Wir haben Herz bewiesen und uns zweimal stark zurückgekämpft, insgesamt haben wir aber viel zu wenig von der Bank bekommen, um eine Chance auf den Sieg zu haben“, kommentiert Coach Hubert Schmidt, dessen Team am Rebound 32:46 unterlegen ist.

In der kommenden Woche steht am Donnerstag das Auswärtsspiel in Gmunden auf dem Programm, am Samstag kommt Wels in den T-Mobile Dome.

Kapfenberg Bulls – Fürstenfeld Panthers 93:85 (20:22, 45:40, 67:61)
Scorer Bulls: Ford 21, Wilson 19, Vujosevic 17
Scorer Panthers: Car 30, Spaleta 21, Poscic 9

Die Kapfenberg Bulls (#1) haben mit einem knappen 93:85-Heimsieg über die Fürstenfeld Panthers (#10) die Tabellenführer in der Basketball Bundesliga bestätigt. Der amtierende Meister gewann damit sein 14. Meisterschaftsheimspiel in Serie und behält seinen Zwei-Punkte-Vorsprung in der Tabelle auf den ersten Verfolger Oberwart. Fürstenfeld, das nur zu siebent angetreten war, verkaufte seine Haut so teuer wie möglich, konnte aber die 12. Niederlage in Serie nicht abwenden. Die beiden steirischen Teams begegneten sich – entgegen der Tabellensituation – von Beginn an auf Augenhöhe. Fürstenfeld bot dem klaren Favoriten bis tief in die Schlussphase Paroli, hatte dann aber aufgrund der geringeren Rotation nicht mehr die nötige Energie, um gegen das intensivere Spiel des Heimteams dagegenzuhalten.

Top-Performer:

Elijah Wilson – 26:53 MIN | 19 PTS | 4 RB | 6 AS
Marko Car – 39:54 MIN | 30 PTS | 8 RB | 7 AS

Key-Facts:
•Mit nur zwei Turnovern in einem Spiel unterboten die Bulls den bisherigen Saisonrekord von Wels und Oberwart (je 4). Die Mattersburg Rocks waren am 26. April 2014 die bislang letzte Mannschaft, die in einem Spiel nur zwei Ballverluste verzeichnen musste.
•Kapfenberg dominierte „inside“, kam auf 52 Punkte in der Zone, während Fürstenfeld nur 22 Zähler „in the paint“ machte.
•Kapfenberg konnte auf mehr als doppelt so viele Minuten von Bankspielern zurückgreifen als Fürstenfeld (70:32).

Stimmen zum Spiel:

Mike Coffin, Headcoach der Bulls: „Wir haben heute nicht unsere beste Leistung gezeigt. Es war aber wichtig, den Sieg zu erringen und verletzungsfrei zu bleiben. Jetzt müssen wir uns auf das wichtige Spiel am Donnerstag gegen Oberwart fokussieren.“

Milan Stegnjaic, Spieler der Bulls: „Ich gratuliere meiner Mannschaft zum Sieg, aber leider haben wir das Spiel heute nicht allzu ernst genommen und deshalb fiel das Ergebnis so knapp aus.“

Pit Stahl, Headcoach der Panthers: „Es war eine sehr gute Leistung von uns heute. Letztendlich war unsere kürzere Rotation gegen die tiefere Bank von Kapfenberg ausschlaggebend für die Niederlage.“

Joshua Davis, Spieler der Panthers: „Es war ein engumkämpftes Spiel und es hätte noch knapper sein können, wenn wir am Ende besser exekutiert hätten – aber Kapfenberg hat dann auch die wichtigen Würfe getroffen. Es war dann auch eine Frage der Kondition, da wir nur zu siebent antreten konnten.“

Traiskirchen Lions – Flyers Wels 96:67 (18:18, 50:26, 71:45)
Scorer Lions: Ray 22, Rados, Güttl je 19
Scorer Flyers: Lamesic 24, Spruill 12, Jonsson, Sina je 9

Die Traiskirchen Lions (#6) haben in der 33. Runde der Basketball Bundesliga ihren bislang höchsten Saisonsieg gefeiert. In einem herausragenden zweiten Abschnitt legten die Niederösterreicher den Grundstein für den späteren 96:67-Kantersieg über die Flyers Wels (#5). Mit ihrem dritten Heimsieg in Serie rücken die Niederösterreicher auf den sechsten Tabellenrang vor und liegen nur noch zwei Punkte hinter dem Fünften Wels. Die Oberösterreicher, die die elfte Auswärtsniederlage in dieser Saison hinnehmen mussten, verpassten es den Rückstand auf Klosterneuburg zu verkürzen. Sie liegen weiterhin vier Punkte hinter Platz vier und Heimrecht in den Playoffs. Die Entscheidung in diesem Spiel fiel im zweiten Abschnitt: Traiskirchen dominierten diesen mit 32:8. Durch variables Defensivspiel und deutlich mehr Aggressivität am offensiven Brett brachten die Lions ihren Gegner komplett aus der Balance. Wels war zu Würfen von außen gezwungen und zeigte kaum Bewegung off-ball. Traiskirchen hatte auch offensiv leichtes Spiel und kam zu vielen leichten Lay-Ups – und damit zur verdienten 50:26-Pausenführung. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung bauten die Lions ihren Vorteil auf bis zu 33-Punkte (81:48 | 33. Min) aus und sie sicherten sich am Ende einen klaren Heimsieg.

Top-Performer:

Shawn Ray – 30:51 MIN | 22 PTS | 9/12 FG | 14 RB | 5 AS
Davor Lamesic – 26:39 MIN | 24 PTS | 8/13 FG | 3 RB | 4 AS

Key-Facts:
•Mit dem dritten Heimsieg in Serie rückt Traiskirchen in der Tabelle wieder auf den sechsten Rang vor.
•Wels verabsäumte es nach seiner zweiten Auswärtsniederlage in Serie den Rückstand auf die viertplatzierten Klosterneuburg Dukes zu verkürzen. Damit liegen sie weiterhin vier Punkte hinter den Niederösterreichern, die aktuell auch ihr Gegner in den Playoffs wären.
•Traiskirchen feierte seinen höchsten Saisonsieg (+29) und seine beste Offensivleistung in dieser Saison (96). Im Schnitt erzielten die Lions vor diesem Spiel nur 74,8 Punkte pro Spiel (#9).
•Die gesamte Starting-5 der Lions punktete zweistellig.

Stimmen zum Spiel:

Benedikt Güttl, Kapitän der Lions: „Es war eine sehr konzentrierte und fokussierte Leistung von uns heute. Wir haben viel Energie auf das Feld gebracht. Wir sind uns heute nicht selbst im Weg gestanden. Wir haben heute verdient gewonnen.“

Benedikt Danek, Spieler der Lions: „Es war ein wichtiger Sieg für uns heute. Vor allem offensiv ist uns einiges gelungen. Wir brauchen aber mehr solche Spiele. Wir versuchen dieses Level einigermaßen zu halten.“

Davor Lamesic, Kapitän der Flyers:
„Das war heute ein guter Weckruf vor den Playoffs.“

Dagur Jonsson, Spieler der Flyers: „Diese Niederlage schmerzt. Wir haben gut begonnen und im ersten Viertel stark dagegengehalten. Dann haben wir aufgehöhrt zu spielen und haben Traiskirchen sehr viele zweite Chancen gelassen. Es war dann nicht mehr möglich nach so einem schlechten Abschnitt zurückzukommen. Trotzdem dürfen wir jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern müssen weiter an unserem Spiel arbeiten, um bestens vorbereitet in die Playoffs starten zu können.“

Presseinfo ABL/Profs Media/Vienna D.C. Timberwolves

13.04.2019