Basketball

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Der BC Vienna und die Traiskirchen Lions haben in der best-of-five Viertelfinalserie angeschrieben und kämpfen nun vor heimischer Kulisse um ein Entscheidungsspiel.

In der langjährigen Playoff-Geschichte konnte erst sechsmal ein Team nach 0:2 Serienrückstand (best-of-five) ausgleichen. Erst dreimal scheiterte ein Team nach einer 2:0 Führung – zweimal davon waren die Swans davon betroffen (Viertelfinale 2000 vs. Gunners und Finale 2003 vs. Kapfenberg). Dem BC Vienna gelang einmal das Kunststück die Serie nach 0:2 Rückstand für sich zu entscheiden (Viertelfinale 2014 vs. Dukes).

Basketball Bundesliga, Viertelfinale #4 („Best-of-5”-Serie):
Donnerstag, 09.05.2019 BC Vienna – Unger Steel Gunners Oberwart 19:00
Stand in der Serie: 1:2

Donnerstag, 09.05.2019 Traiskirchen Lions – Swans Gmunden 19:00 (Sky Sport Austria)
Stand in der Serie: 1:2

BC Vienna – Gunners Oberwart
Donnerstag, 09.05.2019 19:00 Uhr

Der BC Vienna hat in der Viertelfinalserie gegen die Unger Steel Gunners Oberwart angeschrieben. Die Wiener gewannen Spiel drei nach Verlängerung mit 88:86 und erzwangen damit ein viertes Duell. Jason Detrick, der an diesem Abend mit dem ABL-Scoring Champ Award geehrt wurde, sorgte für 24 Punkte. Mustafa Hassan Zadeh schrammte mit 22 Punkten knapp an seinem career-high vorbei. Bereits am Donnerstag haben die Wiener die Chance nachzulegen und die Serie auszugleichen. Die körperliche Fitness müsste für die Gunners sprechen. Während kein Spieler der Oberwarter in dieser Serie mehr als in Summe 93 Minuten Spielzeit (31 Minuten/Spiel) bekam, verbrachte mit Paul Radakovics, der Starting-5-Spieler mit der geringsten Einsatzzeit der Wiener, bereits 107 Minuten am Spielfeld. Dieser Wert wird von den weiteren BCV-Schlüsselspielern noch deutlich überboten. So bekam der 38-jährige Jason Detrick in dieser Serie noch keine einzige Sekunde Verschnaufpause. Er hält bereits bei 125 Einsatzminuten – im Schnitt knapp 42 pro Spiel. Dem Marathon-Mann der Wiener scheint dieses enorme Volumen an Einsatzzeit nichts auszumachen. Über die gesamte Saison gesehen, stand er im Schnitt länger am Parkett als die reguläre Spielzeit dauert (40‘14‘‘). In Summe sind das bereits mehr als 26 Stunden reine Einsatzzeit in dieser Spielzeit. Zum Vergleich: Gunners Starting-5 Spieler Jakob Szkutta, der bereits seine vierte Saison bei den Gunners spielt, steht in seiner gesamten ABL-Karriere beim selben Wert. In der Gegenüberstellung der durchschnittlichen Einsatzzeit der Starter in dieser Serie, haben die Gunners Leistungsträger pro Spiel und Spieler 13 Minuten mehr Pausen. Während ein Starting-5 Spieler der Oberwarter im Viertelfinale knapp 26 Minuten Einsatzzeit bekommt, muss ein Wiener im Schnitt über 39 Minuten voll einsatzbereit sein. Umso bemerkenswerter sind die Leistungen, die der BCV unter dieser Dauerbelastung abruft. In den do-or-die Spielen gilt es für die Wiener noch einmal alle Kräfte zu bündeln. Die Gunners bleiben aber der klare Favorit. Über die vergangenen drei Monate bzw. 17 Spiele, verloren die Gunners nie zwei Spiele hintereinander. Drei der letzten fünf Niederlagen in dieser Periode mussten sie allerdings gegen den BCV hinnehmen. Für die Gunners gilt es die Nerven zu bewahren und sich nicht den Spielstil der Wiener aufdrücken zu lassen, um das Semifinale zu fixieren.

Stimmen zum Spiel:
Petar Stazic, Manager BCV: „Ich will noch einmal jeden einzelnen Spieler und Head Coach Luigi Gresta für die unglaubliche Performance in Spiel 3 gratulieren. Meine Mannschaft hat ein Herz so groß wie die Stadt Wien.“

Horst Leitner, Headcoach Gunners: „Am Donnerstag werden wir es besser machen. Auf ein 5. Entscheidungsspiel wollen wir es nicht ankommen lassen.“

Jakob Szkutta, Spieler der Gunners: „Wenn jeder alles gibt werden wir den notwendigen Sieg holen. Es sind nur ein paar Dinge die wir verbessern müssen.“

Personelles Gunners: Sebastian Käferle fällt weiterhin aus

Traiskirchen Lions – Swans Gmunden
Donnerstag, 09.05.2019 19:00 Uhr, Live auf Sky Sport Austria

Die Traiskirchen Lions stellten im do-or-die Spiel am Dienstag nach starker kämpferischer Leistung auf 1:2. Die Niederösterreicher hatten im dritten Viertel bereits einen zweistelligen Rückstand, wollten die Saison aber noch nicht enden lassen. Vor allem Oscar Schmit nahm sich in der Crunch-Time ein Herz und sicherte gemeinsamen mit seinen Backcourt-Kollegen Benedikt Danek (17 Punkte) und Benedikt Güttl (13 Punkte) den ersten Playoff-Erfolg in dieser Saison. Die Swans müssen nun am Donnerstag ein weiteres Mal nach Traiskirchen, um den Aufstieg ins Semifinale zu fixieren. In der langjährigen Geschichte der ABL-Playoffs, scheiterte erst dreimal ein Team nach 2:0 Führung. Gleich zweimal waren allerdings die Swans davon betroffen. Im Viertelfinale 2000 wurden die Schwäne nach 2:0 Führung von den Oberwart Gunners aus dem Bewerb geworfen und im Finale 2003 vergaben die Gmundner gegen Kapfenberg drei Matchbälle auf den Titel. Für die Schwäne steht im vierten Viertelfinalspiel gegen die Lions viel auf dem Spiel, gewannen sie doch noch nie ein entscheidendes fünftes Spiel, wenn sie in derselben Serie bereits 2:0 führten. Die Löwen hingegen schafften bereits einmal zumindest den Ausgleich nach 0:2 Rückstand. Im Halbfinale 2016 standen die Niederösterreicher gegen Wels mit 0:2 mit dem Rücken zur Wand. Die Löwen kämpften sich damals zwar in ein fünftes und entscheidendes Spiel, der Finaleinzug blieb ihnen allerdings verwehrt.

Stimmen zum Spiel:
Benedikt Güttl, Kapitän der Lions: „Wir müssen erneut 100 % geben und so aggressiv wie in Spiel 3 bleiben. Zusammen mit unseren Fans im Rücken können wir auch auf 2:2 stellen.“

Paul Handler, Pressesprecher der Lions: „Endlich haben wir gezeigt, dass wir auch über 40 Minuten die bessere Mannschaft sein können. Defensiv müssen wir dieses Level einfach halten und im Angriff vielleicht das Selbstvertrauen jetzt mitnehmen. Wir hoffen erneut auf einen vollen Lions Dome, dann ist alles möglich.“

Bernd Wimmer, Headcoach der Swans: „Jetzt sind wir in einer Serie angekommen und es gilt die Energien frei zusetzen, die es benötigt um bereits am Donnerstag die Serie zu beenden. Wir müssen uns wieder auf unsere Stärken besinnen um gegen eine hart kämpfende Traiskirchner Mannschaft zu bestehen.“

Richard Poiger, Sportlicher Leiter der Swans: „Wir haben uns in Spiel 3 das Leben selbst schwer gemacht. Jetzt heißt es volle Konzentration morgen. Wir müssen es schaffen, die Vorteile unserer längeren Rotation aufs Parkett zu bringen.“

Personelles Swans: Ausfälle: Thomas Hiesmair fällt für die restliche Saison aus. (Kreuzbandriss), Tilo Klette (fraglich)

Presseinfo ABL/Profs Media

08.05.2019