Austria

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Der Free-to-Air Montag auf Sky: Zu Gast bei „Dein Verein“ waren unter anderem am Montag Rapid Wiens Sportdirektor Zoran Barisic, Andreas Lienhart vom TSV Hartberg, Trainer Alexander Schmidt, Admira-Kapitän Daniel Toth sowie Austria-Legende Toni Polster.

Alle Stimmen zu „Dein Verein“:

Zoran Barisic (Sportdirektor SK Rapid Wien)

…über den Saisonstart von Rapid: „Gegen Salzburg war es von beiden Seiten ein sehr gutes Spiel. Bis zum 2:0 waren wir ebenbürtig, hatten Chancen auf die Führung oder auszugleichen. Vom Spiel her, kann man nicht unzufrieden sein, außer vom Ergebnis natürlich. Gestern, gegen St. Pölten, bist du die bessere Mannschaft, wir gehen zwei Mal in Führung und wir schaffen es nicht, die 3 Punkte nach Hause zu nehmen. Es war schon enttäuschend. Zum einen dürfen wir die beiden Toren so einfach nicht bekommen. Zum anderen, wenn wir das zweite Mal in Führung gehen, dann müssen wir einfach cleverer agieren – nicht nur defensiv, sondern auch offensiv. Das Spiel mit dem Ball müssen wir viel verantwortungsbewusster führen und den Gegner nicht immer wieder auf Kontersituationen einladen.“

…auf die Frage, was ihm am Spiel von Rapid schon gefällt und was nicht: „Wir haben viele Phasen im Spiel, wo der Ball gut läuft, wo wir gut attackieren und ins Gegenpressing kommen, zielstrebig nach vorne spielen. Aber es sind immer Phasen. Wobei ich überzeugt bin, dass wir diese Phasen in den nächsten Spielen ausweiten können.“

…auf die Frage, ob es zwischen ihm und Didi Kühbauer Diskussionen über das Spielsystem gibt: „Es gibt immer Diskussionen, aber prinzipiell ist der Fußball sehr einfach. Es geht darum, dass du mehr Tore als der Gegner erzielen musst. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, aber egal welche du wählst, die Richtige ist immer die, mit der du gewinnst. Aber grundsätzlich sind wir von der Auffassung, was den Fußball betrifft, schon ähnlich.“

…auf die Frage, wie gut der Neuzugang Koya Kitagawa ins derzeitige Konzept passt: „Von der Spielart passt er sehr gut zu uns, weil er auch variabel einsetzbar ist. Er ist technisch sehr gut, sucht den Torabschluss und hat auch eine gewisse Torgefahr. Aber wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Er benötigt sicher Zeit, bis er sich eingewöhnt.“

…über einen möglichen Transfer von Thomas Murg: „Wir planen mit ihm, aber wir wissen auch, dass das Transferfenster bis 2.9. geöffnet ist. Es kann noch viel passieren.“

…über den derzeitigen körperlichen Zustand von Richard Strebinger: „Es geht ihm, glaube ich, sehr gut. Ich gehe davon aus, dass er demnächst einsatzbereit ist.“

Andreas Lienhart (TSV Hartberg)

…über seine Rückkehr in die Heimat: „Es ist sehr schön. Ich freu mich richtig, wieder daheim zu sein, fühle mich beim TSV Hartberg sehr wohl und freue mich auf die kommenden Aufgaben. Der TSV Hartberg hat mir die Möglichkeit gegeben, weiterhin in der Bundesliga zu spielen und darauf freu ich mich. Ich fühle mich noch top fit, möchte einiges zurückgeben und mit meiner Erfahrung vorangehen.“

…über seine neu entdeckte Kopfballstärke: „Ich war schon überrascht über das Kopfballtor, ist mir noch nicht so oft gelungen. Ich bin jetzt bei den Standards mit vorne dabei, wo ich sie früher oft selbst geschossen habe. Aber wir haben nicht so viele große Spieler in der Mannschaft und ich habe, denke ich, jetzt auch unter Beweis gestellt, dass ich da gefährlich sein kann.“

…über den Teamspirit: „Der TSV Hartberg lebt vom Teamgefüge. Mit dem kann man viel wettmachen.“

…über die Kabinenparty des TSV Hartberg: „Ich kenne auch einige Kabinenpartys aus Altach, aber die Kabinenparty in Hartberg ist legendär.“

Alexander Schmidt (Trainer SKN St. Pölten)

…über den Punktgewinn gegen Rapid: „Es gab viele Negativergebnisse, auch vor meiner Zeit. Daher war das Erfolgserlebnis extrem wichtig. Jetzt müssen wir schauen, dass wir in Wattens nachlegen. Es wird schwer, aber wir wollen dort unbedingt was holen.“

…über die Transfersperre: „Ich wusste es schon bei der Vertragsunterzeichnung. Ich arbeite gerne mit den Spielern, die da sind. Sie sind gute Spieler, sind eine gute Mannschaft, aber punktuell brauchen wir Verstärkungen, im Hinblick auf den Winter.“

…auf die Frage, welche Trainerstation ihn am meisten geprägt hat: „Ich würde schon 1860 München sagen. 13 Jahre, alle Jugendmannschaften ab der U16, Co-Trainer, Cheftrainer bei der Zweitligamannschaft. Eigentlich alles erlebt. Es ist ein großer Verein, mit riesiger Medienlandschaft, es hat mich schon sehr geprägt.“

…über seine Trainerphilosophie: „Ich will aggressiv nach vorne verteidigen, im Ballbesitz mit flachem, sauberem Spiel spielen und nicht ständig mit langen Bällen agieren. Schnell nach vorne, vertikales Spiel und schnell zum Torabschluss. Gegen den Ball aggressiv und griffig.“

Daniel Toth (FC Flyeralarm Admira)

…über die Admira-Misere: „Wir haben uns den Start ganz anderes vorgestellt. Wir haben einfach zu viele Tore bekommen. Es gibt Tore, die sind nicht zu verhindern. Wenn man unsere Gegentore analysiert, dann glaube ich, dass kein einziges Tor dabei war, wo es unmöglich gewesen wäre, es zu verhindern. Wir haben uns von vorne bis hinten einfach nicht gut angestellt.“

Toni Polster (Austria Legende)

…über die Austria: „Der Start war wirklich sehr, sehr schlecht und es ist auch keine Besserung in kurzer Zeit in Sicht. Man wird sehen, wo es hingeht, aber ich glaube doch, dass die Mannschaft besser ist, als sie sich zurzeit präsentiert. (…) Gerade in der Abwehr hat die Austria große Probleme, aber auch das Mittelfeld ist wenig kreativ und der Sturm ist ein laues Lüfterl.“

…über Peter Stöger: „Ich glaube er wird den Kader knallhart analysieren und zum Schluss kommen, dass der Kader für die Austria und deren Ansprüche nicht ausreichend ist und Typen fehlen. Typen, die die Ärmel hochkrempeln, wenn es schwierig wird.“

…über das Ableben von Fritz Drazan: „Er war ein unheimlich netter und lustiger Kerl. Was wir mit ihm gelacht haben, war wunderbar. Ich denke an seine Familie und ihr gehört auch mein ganzes Mitgefühl.

Die ABSTAUBER

Auch die „Die Abstauber“ wedelten mit ihrer unkonventionellen und frischen Art am Bundesliga-Montag ordentlich Staub auf. In der Live-Schalte erzählte Patrick Farkas über das Ziel Nationalmannschaft, über seine Verletzung und den schweren Weg zurück und über den erfolgreichen Saisonstart der Bullen sowie seiner eigenen Leistung in diesen beiden Runden.

Patrick Farkas (FC Red Bull Salzburg) bei „Die Abstauber“

…über seine Leistung in den ersten beiden Meisterschaftsrunden: „Ich habe in den beiden Runden mein Bestes gegeben, hatte zwei Torbeteiligungen. Ich hoffe, es geht so weiter.“

…über seine schwere Verletzung und die lange Zeit bis zur Rückkehr: „Die Verletzung war eine der schlimmsten Erfahrungen in meiner Kariere, aber gleichzeitig auch eine der lehrreichsten. Ich weiß noch, ich hatte damals viele Einsätze, dann im Spiel gegen Rapid – ich schieße mein erstes Tor für Salzburg – die eine Situation, Zweikampf, ein kurzer Schmerz, was sich als Kreuzbandriss herausgestellt hat. Dann beginnt man nachzudenken. Es sind 7 Monate, man weiß nicht, ob man wieder so zurückkommen kann, aber RB Salzburg hat mich immer unterstützt. Aber ich war immer positiv, auch mental habe ich mich in diese Phase extrem weiterentwickelt. Wie ich wieder fit war, war es auch nicht leicht für mich. Der Konkurrenzkampf mit Stefan Lainer und mit der gesamten Mannschaft, die sehr erfolgreich war. Aber ich bin immer drangeblieben und irgendwann wird man im Leben belohnt. Momentan läuft es gut und hoffentlich geht es so weiter.“

…auf die Frage, wie er die heurige Mannschaft im Vergleich zur letztjährigen einschätzt: „Wir haben einen neuen Trainer. Jeder Trainer hat eigene Vorstellungen. Von der Spielanlagen hat Jesse Marsch und Marco Rose Ähnlichkeiten, er will auch extremes Pressing spielen, aber vom Typ unterscheiden sie sich sehr. Jesse ist der Kumpeltyp, er redet viel mit den Spielern.“

…über das Ziel Nationalmannschaft: „Für mich war es schon immer ein Ziel, im A-Nationalteam zu spielen. Es ist aber nur möglich, wenn man es sich wirklich verdient.“

Medieninfo Sky Österreich

05.08.2019