Basketball

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In zwei Wochen wollen die ersten Teams der bet-at-home Basketball Superliga in die Vorbereitung für die neue Saison starten. Hinter den Kulissen wird sowohl bei den Klubs als auch bei der Liga hart daran gearbeitet, dass dieser Termin und der Saisonstart am 3. & 4. Oktober gehalten werden kann. Der Spielplan für den Grunddurchgang steht jedenfalls! Die gesetzliche Lage, die den Trainings- und Spielbetrieb bei Spitzensportlern nach wie vor stark reguliert, ist eine Herausforderung.

Gmunden gegen Klosterneuburg, Oberwart gegen Kapfenberg: Mit zwei absoluten Krachern startet die BSL in etwas mehr als zwei Monaten aus der Corona-Pause. Außerdem trifft Graz auf die Timberwolves, St. Pölten startet beim BC Vienna und Wels empfängt Traiskirchen. Das ergab die Auslosung des Spielplans, der heute offiziell wurde. Schon sechs Wochen früher starten die meisten Klubs in die Vorbereitung, die nur unter strengen Vorkehrungen möglich ist. Gemeinsam mit den Vereinen erarbeitete die Liga ein über 20-seitiges Hygiene- und Präventionskonzept, das ab dem ersten Mannschaftstraining einzuhalten ist.

„Es kommt nicht nur auf die Vereine und uns ein irrsinniger Aufwand zu“, erklärt Liga-Geschäftsführer Johannes Wiesmann, „auch die Aktiven – egal ob Spieler, Coaches oder Betreuer – müssen sich auf neue Abläufe einstellen und ein viel höheres Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen.“ Das Hygiene- und Präventionskonzept sieht, wie in der betreffenden Verordnung festgeschrieben, vor, zu Trainings- und Wettkampfbeginn PCR-Tests durchzuführen. Die Klubs haben sich außerdem darauf verständigt, zusätzlich auch während der Saison regelmäßig zu testen.

„Das ist natürlich ein enormer Kostenfaktor. Wir sind aber davon überzeugt, dass das der richtige Weg ist, um den Spielbetrieb so gut wie möglich sicherstellen zu können“, sagt Wiesmann. Neben den Testungen sind das Führen eines Gesundheitstagebuchs, der Umgang mit dem sozialen Umfeld, entsprechende Schulung und Vorschriften bei positiven COVID-19-Fällen wichtige Säulen des Konzepts.

Die Spiel- und Veranstaltungsabwicklung ist das zweite große Thema, das für enormen Mehraufwand sorgt. Vor allem weil hier kein zentralisiertes Konzept zur Anwendung kommen kann. „Jeder Verein muss der zuständigen Behörde ein an seine Halle angepasstes Konzept vorlegen. Wir können hier nur mit klaren Empfehlungen unterstützen“, erklärt Wiesmann. Diese Empfehlungen reichen vom vollständigen Umstieg auf Online-Ticketing, um Ansammlungen an Abendkassen zu vermeiden und Contact Tracing sicherzustellen, über Vorschläge zur Sitzordnung, Verhalten im Bereich der Gastro- und Sanitäranlagen bis hin zur Aufstockung des Ordnerpersonals. Individuelle Lösungen sind hier gefragt, für Wiesmann steht eines aber fest: „Wir brauchen ligaweit eine mögliche Auslastung von 50 Prozent. Sonst ist der Spielbetrieb für einige Vereine wirtschaftlich unmöglich darstellbar!“

Prsseinfo bet-at-home Basketball Superliga

01.08.2020