WSG Tirol, Austria Lustenau, #ALUWSG

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In der 24. Runde der Admiral Bundesliga stand am Samstag in der Qualifikationsgruppe das Duell Austria Lustenau vs. WSG Tirol auf dem Programm. Die Gäste fuhren dabei einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf ein.

In Bregenz entwickelte sich zunächst ein überraschendes Spiel. Die Gastgeber waren durchaus offensiv ausgerichtet. Das Tabellenschlusslicht vermochte es jedoch nicht sich offensiv in Szene zu setzen. War es mangelnde Passqualität, oder doch der fehlende letzte Nachdruck? Fakt ist, dass die Vorarlberger im Kellerduell kaum offensive Durchschlagskraft hatten. Die Gäste vermochten aus einer kompakten Abwehr das Spiel gut zu kontrollieren und fanden durch Diarra per Kopf die erste gute Möglichkeit vor (11.). Vieles deutete bereits auf eine torlose erste Halbzeit hin, doch dann kam die 42. Minute und die Gäste gingen in Führung. Nach einem weiten Pass von Gugganig entkommt Prelec der schlecht gestaffelten Verteidigung der Gastgeber einfach und schiebt den Ball überlegt zur 0:1-Pausenführung ein. Diese ging aufgrund der gezeigten Leistung durchaus in Ordnung.

Nach dem Seitenwechsel gab es innerhalb von zehn Minuten zwei entscheidende Situationen im Spiel. In der 50. Minute sah zunächst Lustenau-Verteidiger Boateng nach einer Notbremse gegen Prelec die Rote Karte. Danach legten die Gäste den zweiten Treffer nach. Nach einem Handspiel von Meisl entschied der umsichtig und besonnen agierende Schiedsrichter Harkam auf Handelfmeter. Diesen verwandelte der eingewechselte Buksa zum 0:2! Trotz des deutlichen Rückstands, der Unterzahl und der Verletzung von Abwehrchefs Maak zeigten die Gastgeber Kämpferherz und Charakter. In Spielminute 65 fand Austria Lustenau eine Doppelchance durch Mikic und Grujicic vor. Der Ball sollte jedoch nicht den Weg ins Tor finden. Auf der Gegenseite hätte Buksa in der 71. Minute seinen persönlichen Doppelpack schnüren können, wohl eher müssen! Okungbowa war per Direktabnahme (86.). Das letzte Wort war in diesem Spiel noch nicht gesprochen. Es war den Gastgebern vorbehalten. In der 94. Minute schickte Mikic den eingewechselten Diaby auf die Reise der auf 1:2 verkürzte. Die Schlusssekunden verliefen hektisch, aber ohne weitere Treffer. Der Endstand lautete somit 1:2 für die WSG Tirol.

Dieses Resultat ging am Ende aufgrund der gezeigten Leistungen durchaus in Ordnung. In der Tabelle hat WSG Tirol nun fünf Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht Austria Lustenau. Ein beruhigendes Polster im Abstiegskampf aber definitiv noch keine Vorentscheidung.

Austria Lustenau vs. WSG Tirol 1:2 (0:1)
ImmoAgentur Stadion, 4.085 Zuschauer, SR Harkam

Tore: Diaby (94.) bzw. Prelec (42.), Buksa (60./Elfmeter)

Rote Karte: Boateng (50./Lustenau/Notbremse)

Austria Lustenau: Schierl – Anderson, Meisl, Maak (10./Berger), Boateng, Grujcic – Bobzien (46./Schmid), Gorzel (72./Tiefenbach), Chato (76./Grabher) – Fridrikas (46./Diaby), Mikic
WSG Tirol: Stejskal – Sulzbacher, Bacher, Okungbowa, D. Gugganig, Schulz – Taferner (93./Naschberger), Müller (93./Geris), Ogrinec (80./Blume) – Prelec (93./Üstündag), Diarra (56./Buksa)

30.03.2024