Andreas Ulmer

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FC Red Bull Salzburg-Spieler Andreas Ulmer und Sky-Experte Alfred Tatar waren zu Gast beim Sky Sport Austria Podcast „DAB|Der Audiobeweis“.

Andreas Ulmer (Spieler FC Red Bull Salzburg):
…über ie Gefühlslage vor dem letzten Spiel nach 15 ½ Jahren beim FC Red Bull Salzburg: „Ich bin selber schon gespannt und freue mich auf jeden Fall darauf. Das wird hoffentlich ein schöner Tag.“

…über die anstehende Meisterschaftsentscheidung am kommenden Sonntag: „Den Druck macht man sich auch immer selber. Wir müssen unser Spiel gewinnen, wenn wir noch die Chance haben wollen. Das ist jedem bewusst. Wir werden alles dafür reinhauen, dass wir unsere Sache erledigen. Dann sehen wir, ob am Ende der Saison die Meisterschaft wieder in Salzburg ist.“

…über seine Rolle im Team in den letzten Wochen (fehlt wegen einer Wadenverletzung): „Ich versuche, meinen Teil beizutragen, damit wir gut in die Spiele reinstarten. Das wir fokussiert ist. Das ist auch jetzt im letzten Spiel ganz wichtig. Wir reden viel miteinander, ich gebe ihnen Tipps von der Seite. Ich versuche einfach, sie darauf vorzubereiten.“

…über seine Zukunft: „Ich habe immer gesagt, dass ich gerne so lange wie möglich Fußball spielen möchte. So lange es mir Spaß macht, so lange ich fit bin. Das sind einfach Sachen, die bei mir noch immer vorhanden sind. Das Feuer in mir ist noch riesig. Deswegen möchte ich das gerne noch weitermachen. Vom Denken her gibt es keine Begrenzung, wo meine nächste Station sein wird. Es gibt Gespräche. Zu erzählen, wohin es geht, gibt es noch nichts.“

…über die Leistung der Salzburger in der aktuellen Saison: „Die konstante Leistung war nicht so vorhanden, wie in den letzten Jahren. Wir haben gute Spiele gehabt, wir haben weniger gute gehabt. In den letzten Jahren war es so, dass wenn wir kein gutes Spiel gemacht haben, wir trotzdem gepunktet haben. Das ist schon ein großer Unterschied zu diesem Jahr. Warum es dieses Jahr von den Leistungen dann doch so geschwankt hat, kann ich jetzt auf die Schnelle auch nicht sagen. Da muss man dann einfach das ganze Jahr reflektieren.“

…über die Verpflichtung von Trainer Pepijn Lijnders: „Das ist sicher eine spannende Verpflichtung. Viel mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Ich weiß ja, wie man hier denkt, wie man hier Fußball spielen will. Dann wird es wahrscheinlich wieder mehr in diese Richtung gehen. Man wird versuchen, es wieder aggressiver zu machen.“

…über seinen ehemaligen Mitspieler Jonathan Soriano: „Über die fußballerische Qualität vom Jonny Soriano braucht man nicht diskutieren. Die unglaubliche Qualität mit dem Ball, sein Spielverständnis, sein Auge für die Mitspieler, das ganze Gesamtpaket war unglaublich. In der Form habe ich es in Salzburg dann auch nicht mehr erleben können. Menschlich waren wir von Beginn an richtig gut befreundet. Wir sind regelmäßig in Kontakt und telefonieren.“

…über den „härtesten“ Gegenspieler: „Gerade in der Champions League haben wir Teams gehabt, wo richtig gute Flügelspieler gespielt haben. Wenn man jetzt Liverpool hernimmt, Mo Salah oder auch Sadio Mane. Wenn man gegen Bayern München spielt und da ist dann ein Leroy Sane oder ein Serge Gnabry, das sind schon alles richtig gute Weltklasse-Spieler.“

…über den prägendsten Trainer in seiner Zeit bei Salzburg: „Vom Gesamten her sicher Marco Rose. Die Zeit, was wir da in den zwei Jahren erlebt haben, wie er uns vorbereitet hat, wie er als Mensch war, das war Top.“

…über den Ex-Sportdirektor Christoph Freund: „Der Christoph war schon da, wie ich gekommen bin. Er hat dann im Verein einen super Werdegang gehabt. Es ist natürlich überragend gewesen letzten Sommer, dass er die Möglichkeit bekommen hat, bei Bayern München Sportdirektor zu sein. Das ist schon einzigartig.“

…über das ÖFB-Team und die anstehende EURO 2024: „Ich traue ihnen sehr viel zu. Die Gruppe ist schon sehr anspruchsvoll. Wir haben schon in der Vergangenheit gezeigt, dass wir gegen große Mannschaften richtig gute Leistungen bringen können. Da kommt es dann wirklich auf die Form an. Grundsätzlich traue ich uns schon sehr viel zu.“

…über seine Zukunftspläne nach der aktiven Karriere: „Ich habe den Wunsch, nach der aktiven Zeit wieder in Salzburg als Trainer zu arbeiten. Das ist schon so ein Ziel von mir. Aber zuerst möchte ich schon noch aktiv Fußball spielen.“

Alfred Tatar (Sky-Experte):
…über die Karriere von Andreas Ulmer beim FC Red Bull Salzburg: „So eine lange Zeitperiode bei einem Verein zu bleiben, ist mittlerweile etwas außergewöhnliches. Weil das Transfergeschäft so hiesig geworden ist. Weil die Jungen schon alle den nächsten Schritt machen wollen. Je älter man wird, ist es dann vielleicht so, dass man mal bei dem Verein bleibt, wo man gelandet ist. Beim Andi ist es ja so, dass er durchgehend bei den Bullen war. Das wird nie mehr erreichbar sein. Das wird aus den Geschichtsbüchern auch nie mehr getilgt werden. Das ist ein Rekord für die Ewigkeit.“

…über das Meisterrennen am kommenden Sonntag: „Mein Glaube ist eher, dass Sturm das schafft. Weil sie es wirklich in der eigenen Hand haben. Der Druck ist aber auch enorm. Und Klagenfurt ist nicht nur irgendeine Truppe. Das wird auch für Sturm kein Spaziergang.“

…über die fehlende Konstanz der Salzburger in der aktuellen Spielzeit: „Nach Runde 24 war man fünf Punkte vorne. Eigentlich kann man jetzt nicht machen, dass alles so schlecht war. Das Cupspiel gegen Sturm und anschließend der Gegentreffer in der Nachspielzeit zum 1:1 gegen Rapid. Ich behaupte, in dieser kurzen Phase ist etwas passiert, was völlig unvorhersehbar war. Und die Salzburger auf dem falschen Fuß getroffen hat. Mit dem konnten sie einfach nicht umgehen. Dann kommt das Spiel gegen den LASK, und dann ist die Spirale perfekt.“

…über den FC Red Bull Salzburg in der kommenden Saison: „Wenn die Meisterschaftsentscheidung gefallen ist, und die vielleicht pro Sturm ausgeht, wird das Salzburg nicht auf sich sitzen lassen. Die Verpflichtung von Lijnders ist schon ein Hinweis darauf. Das man mit neuer Energie und Kraft in die neue Saison starten wird. Ich sehe Salzburg für die neue Saison dann wieder ganz vorne.“

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17.05.2024